18.06.2014, 18:10

Thomas Rau

Galaxy Tab, Nexus & Co.

Die besten Android-Tablets

Im Test: Die besten Android-Tablets in jeder Preisklasse ©Samsung

Sie müssen nicht zum iPad greifen, wenn Sie ein gutes Tablet wollen. Bei Android-Tablets finden Sie mehr Auswahl und günstigere Preise. Wir stellen die besten iPad-Alternativen vor.
Android auf der Überholspur: Denn die Auswahl an Apps ist riesig und wächst weiter - speziell die für Tablets angepassten Programme. Die Auswahl bei den Geräten ist bei Android sowieso am besten: Sie finden Tablets mit dem Google-Betriebssystem in allen Größen und Preisklassen. Wir stellen Ihnen die besten Android-Tablets vor.

Einsteiger: Die besten Android-Tablets unter 200 Euro

Selbst in dieser Preisklasse bekommen Sie Tablets in allen Größen: Obwohl Mini-Tablets mit 7 oder 8 Zoll dominieren, gibt es auch günstige und große Tablets, zum Beispiel das Lenovo Yoga Tablet 10 oder Acer Iconia A3-A10. Hohe Auflösungen sind allerdings die Ausnahme - bei den meisten Tablets dieser Preisklasse stören deshalb stufige Buchstaben in Menüs, Apps oder vergrößerten Webseiten. Hochaufgelöste Filme und Fotos wirken wenig eindrucksvoll, auch weil bei den meisten günstigen Tablets die Bildqualität, also Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe, höchstens Durchschnitt ist.
Für grundlegende Aufgaben wie Web-Surfen, Mails und gelegentliche Spiele reicht ihre Rechenleistung aus. Die meisten Billig-Tablets lassen sich auch flüssig bedienen, nur komplexe Webseiten mit vielen Bildern oder Spiele mit vielen Effekten und detaillierten Texturen bringen sie zum Stottern. 
Auch bei der Ausstattung müssen Sie Kompromisse machen: Mehr als 16 GB Speicher sind fast nie drin, oft gibt es nur 8 GB. Allerdings lässt sich bei den meisten Tablets dieser Preisklasse der interne Speicher per Micro-SD-Karte aufrüsten. Selbst Tablets mit 3G gibt es für unter 200 Euro - zum Beispiel das Google Nexus 7 3G, das Asus Fonepad oder das Archos 79 Xenon.
In der Praxis können bei den günstigen Tablets eher Details stören - zum Beispiel Plastik-Gehäuse, die knarzen, wenn Sie sie zu fest anfassen oder ein langsamer WLAN-Chip, der nur über die 2,4-GHz-Frequenz funkt.

PC-WELT-Empfehlung: Google Nexus 7 (2013)

Mit Abstand das beste Tablet aus der unteren Preisklasse ist das Google Nexus 7. Das Google-Tablet, das Asus fertigt, bietet eine Ausstattung, die einem Top-Tablet gut zu Gesicht steht - etwa der hochauflösende Bildschirm mit 1920 x 1200 Pixeln. Das Gehäuse ist trotz Kunststoff solide und sieht wertig aus. Die Akkulaufzeit überzeugt ebenfalls. Und natürlich ist wie immer bei Google-Geräten die neueste Android-Version mit an Bord: Außerdem dürfen Sie davon ausgehen, dass Sie schneller und zuverlässiger zu einem Update des Betriebssystems kommen als bei anderen Anbietern. Nur mit Anschlüssen geizt das Nexus 7: Es hat weder Kartenleser noch HDMI-Ausgang.

Alternativen

Das Lenovo Yoga Tablet 8 vermeidet zwei Schwächen, die viele günstge Tablets plagen: Es kann eine lange Akkulaufzeit vorweisen - dank des großen Akkus, der im seitlichen Gehäusewulst steckt. Und sein Display ist hell und kontraststark. Das gilt auch für den großen Bruder Yoga Tablet 10 - unserer Empfehlung für ein günstiges, großes Tablet.
Etwas schicker sieht das Samsung Galaxy Tab 3 8.0 aus, das neben einem guten Bildschirm auch mit kleinen Extras wie einem Infrarot-Sensor glänzt, mit dem Sie das Tablet als TV-Fernbedienung nutzen können.

Mittelklasse: Die besten Android-Tablets unter 400 Euro

Die Android-Mittelklasse bietet schnelle Tablets in schönen Gehäusen und viel Ausstattung: Oft bekommen Sie 32 GB Speicher, zahlreiche Anschlüsse wie Kartenleser, Micro-USB und Micro-HDMI und dazu vereinzelt sogar 3G. Mehr Tablet braucht kein Mensch - selbst Spezialwünsche wie Full-HD-Auflösung, Stifteingabe oder Metallgehäuse werden von den Mittelklasse-Tablets befriedigt.

PC-WELT-Empfehlung: Samsung Galaxy Note 8.0 / 10.1

Die beiden Note-Tablets Galaxy Note 8.0 und Note 10.1 von Samsung setzen sich mit Spezial-Funktionen von der Konkurrenz ab: Sie lassen sich nicht nur mit dem Finger, sondern auch mit einem Stift bedienen, mit dem Sie zeichnen oder handschriftliche Notizen anfertigen können. Die Varianten mit 3G- beziehungsweise LTE lassen sich auch als Mobiltelefon einsetzen. Die Displays zeigen nur Standard-Auflösung, sind aber hell und farbstark. Derzeit liefert Samsung das KitKat-Update auf Android 4.4.2 für die beiden Tablets aus.

Alternative

Beim Sony Xperia Tablet Z überzeugt das schicke, flache und leichte Gehäuse sowie der hochaufgelöste Bildschirm. Für unter 400 Euro bekommen Sie entweder das Modell mit 32 GB Speicher und WLAN oder die Variante mit 16 GB und LTE.

Oberklasse: Die besten Android-Tablets über 400 Euro

Die Premium-Liga der Android-Tablets lässt kaum Wünsche offen: Die Display-Auflösung liegt meist über Full-HD - durch die hohe Punktedichte sieht Schrift aus wie gedruckt und selbst feinste Farbverläufe können die Tablets darstellen. Egal, ob Sie auf dem Tablet nur lesen oder häufig Filme und Fotos anschauen - für die besten Displays müssen Sie tiefer in die Tasche greifen. Haben Sie aber erst einmal auf einen Bildschirm mit 2560 x 1600 statt 1280 x 800 Pixel geschaut, werden Ihre Augen nicht mehr zurück wollen. Ausstattungsextras wie LTE oder Designfeinheiten wie besonders dünne und leichte Gehäuse dürfen Sie in der Oberklasse ebenfalls erwarten.

PC-WELT-Empfehlung: Samsung Galaxy Note Pro 12.2

Das Galaxy Note Pro 12.2 lässt kaum Wünsche offen: Es hat ein riesiges Display mit extrem hoher Auflösung, auf dem Sie vier Apps nebeneinander öffnen können. Es ist leistungsstark und hält trotzdem lange im Akkubetrieb durch. Stift-Eingabe, Fernbedienung und LTE sind ein paar weitere Ausstattungsschmankerl. Und: Wenn Sie ein Tablet zum Arbeiten suchen, ist das Pro Note ebenfalls unschlagbar.

Alternativen: Samsung Galaxy Tab Pro 8.4 / Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition

Top-Bildschirm mit extrem hoher Auflösung - das bekommen Sie beim Samsung auch im kleinen und mittleren Format. Hohe Rechenleistung dürfen Sie ebenfalls erwarten. Für alle drei Samsung-Tablets gilt allerdings: Der interne Speicher fällt mit 16 beziehungsweise 32 GB für diese Preisklasse eher dünn aus - immerhin lässt er sich per Micro-SD-Karte erweitern. Und noch was anderes macht der große Konkurrent mit dem angebissenen Apfel besser: Das iPad Air und Mini Retina bekommen Sie nicht nur mit bis zu 128 GB Speicher, sondern es steckt in einem extrem hochwertigen und stabilen Metallgehäuse, während Samsung selbst bei den Premium-Tablets immer noch auf Kunststoff setzt.
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