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Tux Droid

22.12.2009 | 13:38 Uhr |

Der Mail- und Twitter-lesende Pinguin will niedlich und nützlich sein. Lesen Sie hier, warum sich aber nicht jeder freut, wenn Tux den Schnabel aufmacht.

Der Tux Droid von Kysoh ist ein 21 cm hoher sprechender Pinguin, der nicht nur entfernt an den Linux-Pinguin Tux erinnert. Jedoch läuft die knapp 200 MB große Software von Tux Droid nicht nur unter Linux, sondern auch unter Windows XP, Vista und 7. Im Lieferumfang begleiten den kabellosen Pinguin ein Fisch, der mit dem PC via USB verbunden als Sender fungiert, eine Fernbedienung, ein Stromkabel nebst Adaptern und eine Ersatz-Bauchschale. An seiner Rückseite befinden sich neben dem Power-Schalter ein Lautstärkeregler und Audio-Ein- und Ausgang für Kopfhörer und Mikro.

Erste Schritte
Nachdem wir Tux Droid an das Stromnetz angeschlossen haben, begrüßt uns der Pinguin mit einem freudigen "Hello" und von lauten Motorgeräuschen begleitetem Flügelschlag - Flügel, Augenlider und Schnabel sind beweglich. Als nächstes laden wir das Softwarepaket von Kysoh.com herunter, installieren es und hängen den gleichfarbigen Fisch per USB-Kabel an unseren Rechner - was dieser mit blauem Augen-Blinken quittiert. Nach einem Neustart wartet Tux Droid mit (ebenfalls blau) leuchtenden Augen auf seine Aufgaben.

Tux Droid im Test
Über die installierte Software TuxBox greifen wir auf "Gadgets" genannte Funktionen zu, die Tux Droid auf Wunsch automatisch ausführt. Tux Droid benachrichtigt uns über neue Twitter-Nachrichten, nennt uns regelmäßig die Uhrzeit, hält uns über Facebook-Events und Anfragen auf dem Laufenden, spielt Wetterfrosch und checkt Mails. Was sich gut anhört, wird durch die unterdurchschnittliche Sprachqualität wieder gedämpft: Man braucht schon etwas Fantasie, um dem Pinguin folgen zu können. Vor allem mit englischen Begriffen tut sich Tux sehr schwer, weil er versucht, sie wie deutsche Begriffe auszusprechen. Dafür spielt der Pinguin auch Webradio - das, was da qualitativ aus der blechernen Box dudelt, dürften Musikliebhaber aber schlicht als Beleidigung empfinden. Die Versuche uns gelegentlich mit Gähnen und Furz-ähnlichen Geräuschen zum Lachen zu bringen sind Geschmackssache.

Über das Attitunes-Studio passen wir Alarm-Sounds und Bewegungen des Pinguins unseren Wünschen entsprechend an. Im Online-Shop gibt es noch mehr Gadgets gratis. Mit ihnen liest der Pinguin beispielsweise RSS-Feeds vor oder dreht sich zur stärksten Lichtquelle in seiner Umgebung. Wer will ändert die Tux-Stimme. Mager: Es stehen nur eine männliche und eine weibliche zur Verfügung, wenn auch in unterschiedlichen Höhenlagen. Nach niedlichem Pinguin hören die sich aber in keinem Fall an.

Fazit
Außen hui: Der Tux Pinguin dürfte mit seinem niedlichen Äußeren nicht zuletzt vielen Frauen gut gefallen. Auch die Liste der Anwendungsmöglichkeiten von Facebook bis Wetterdienst liest sich imposant. Doch sobald der Vogel den Schnabel aufmacht, verderben laute Motorengeräusche und miese Soundqualität vielen den Spaß - wenn das nicht ohnehin schon durch den saftigen Verkaufspreis von rund 150 Euro geschehen ist. Immerhin: Auditiv Leidensfähige mit dickem Geldbeutel können mit dem Tux ihren Kindern eine Freude machen.

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