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Nikon D800E Produkteinschätzung

Sonntag den 11.11.2012 um 08:05 Uhr

Nikon D800E
Vergrößern Nikon D800E
© Nikon
Mit der D800E setzt Nikon im Vergleich zum Schwestermodell D800 hinsichtlich höchstmöglicher Auflösung noch einmal eins drauf und verspricht bisher unerreichte Detailtreue. Doch rechtfertigt die Kamera den Preisaufschlag im Vergleich zur D800?
Unter den auf dem Markt erhältlichen digitalen Spiegelreflexkameras gehört die Nikon D800E mit einem 36-Megapixel-Bildsensor ohne Zweifel zu den hochauflösendsten Geräten. Die Kamera schlägt ohne Objektiv laut UVP mit 3250 € zu Buche und liegt damit satte 350 € über der D800. Dafür bekommt der Kunde vor allem einen modifizierten optischer Filter geboten, welcher die Auflösungsleistung bis ins kleinste Detail ausreizen soll. Die Kamera arbeitet im Bereich von ISO 100 bis 6.400 und ermöglicht Serienaufnahmen mit 4 Bildern/s im FX-/5:4-Bildformat. Zudem können Hobbyfilmer mit einem neuen Modus Full-HD-Sequenzen (1080p) aufnehmen.

Vorteile der Nikon D800E

Die im Vergleich zum Schwestermodell verbesserte Bildschärfe erreicht Nikon durch eine Sensor-Abänderung, von der Experten jedoch auch negative Randerscheinungen in Form des Moiré-Effekts erwartet hatten. Der Praxistest beweist jedoch das Gegenteil, die Kamera kann durch gestochen scharfe Bilder und ausbleibenden Moiré-Effekt punkten. Auch der Dynamikumfang ist außerordentlich zufriedenstellend, zudem ist die Auslöseverzögerung von 0,06 Sekunden für eine digitale Spiegelreflexkamera hervorragend. In Sachen Bildqualität setzt das Gerät eindeutig neue Maßstäbe auf dem Markt für Profigeräte. Auch die Möglichkeit, mit der Nikon D800E Full-HD-Videos aufzuzeichnen, dürfte sich beim Kunden großer Beliebtheit erfreuen. Beim Kauf der Kamera ist zudem die Nachbearbeitungssoftware Capture NX 2 im Lieferumfang enthalten, welche bei einem Einzelkauf rund 150 € kosten würde.

Nachteile der Nikon D800E

Die etwa 10 % höhere Auflösung der D800E im Vergleich zum Schwestermodell ist mit bloßem Auge kaum sichtbar, potentielle Käufer müssen von daher selbst entscheiden ob das einen Preisaufschlag von 350 € rechtfertigt. Die Kamera richtet sich aufgrund des vergleichsweise hohen Anschaffungspreises hauptsächlich an professionelle Nutzer mit höchsten Ansprüchen an Bildqualität und Detailgenauigkeit. Zur Aufzeichnung von Full-HD-Videos im FX- oder DX-Format steht dem Nutzer Speicherplatz für etwa 20 Minuten auf der höchsten Qualitätsstufe zur Verfügung, stundenlange Filme können also ohne externen Rekorder nicht aufgenommen werden.

Diese Produkteinschätzung beruht auf Tests der folgenden Medien: Chip.de , Photographyblog.com , Whatdigitalcamera.com

Test-Fazit der Fachmedien

Chip.de : 'Die D800E setzt den neuen Maßstab in der Bildqualität. Im Labor liegt die Schärfeleistung deutlich über der des ohnehin schon exzellent auflösenden Schwestermodells D800. Mit bloßem Auge ist dieser Unterschied jedoch nicht sichtbar. Auch eine stärkere Neigung zu Moiré ist nicht zu erkennen. Ob der theoretische Schärfevorteil wirklich 350 Euro wert ist, liegt daher in Ihrem Ermessen.' ...

Sonntag den 11.11.2012 um 08:05 Uhr

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