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Nikon D7100 Produkteinschätzung

14.08.2013 | 08:05 Uhr

Die D7100 des japanischen Herstellers Nikon ist ein interessanter Kompromiss: Sie bietet viele Features aus dem Profibereich und ist dennoch verhältnismäßig preiswert. Insofern ist sie vergleichbar mit der Canon EOS 6D, die ebenfalls eine hervorragende Bildqualität aufweist.

Die digitale Spiegelreflexkamera Nikon D7100 bietet eine Auflösung von 24,1 Megapixeln. Der Hersteller stattet die Kamera mit einem CMOS-Sensor in der Größe 23,5 x 15,6 mm aus. Die Belichtungszeiten liegen zwischen 30 und 1/8000 Sekunden. An Dateiformaten stehen JPEG sowie Nikons Rohdatenformat NEF (RAW) zur Verfügung. Videoaufnahmen klappen in Full HD. Das Display ist 3,2 Zoll groß. Mit dem handelsüblichen Kit 15-105 mm ist die Nikon D7100 ab etwa 1.000 Euro erhältlich.

Vorteile der Nikon D7100

Die Nikon D7100 punktet vor allem durch eines: die Qualität der Aufnahmen. Bei ISO-Werten unter 1600 ist praktisch kein Unterschied zum Profi-Modell Nikon D800 feststellbar, das immerhin mit einem Vollformat-Sensor aufwartet. Schärfe und Detailreichtum der mit einer D7100 geschossenen Fotos genügen höchsten Ansprüchen. Bei ISO 100 liegt die Grenzauflösung bei beachtlichen 1.800 LP/BH. Auch der Autofokus arbeitet im Profibereich. Dafür sorgen unter anderem 51 Messfelder. In 0,62 Sekunden gelingt bereits die präzise Scharfstellung - und selbst bei schlechten Lichtverhältnissen dauert es kaum länger.

Besonders praktisch ist der eingebaute 1,3-Modus: Damit lässt sich die Brennweite verlängern, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Ein 70-200-Millimeter-Zoom wird so zu einem üppigen 140-400-Millimeter-Zoom. Der Trick: Die D7100 reduziert die Auflösung auf 15,4 Megapixel, was aber die Bildqualität nicht sichtbar mindert. Die Ausstattung lässt nicht zu wünschen übrig. Das Gehäuse ist vor Staub und Spritzwasser geschützt. Auch die vorhandenen zwei Schächte für SD-Speicherkarten sind sehr praktisch: So lassen sich Aufnahmen auf eine Karte kopieren und entnehmen; mit der zweiten Karte kann weitergearbeitet werden.

Nachteile der Nikon D7100

Ein kleines Manko ist der hohe Zeitaufwand, der für die Einarbeitung in die Kamera nötig ist. Die Menüs führen weit in die Tiefe; immerhin lassen sich aber zwei Konfigurationen extra abspeichern und schnell abrufen. Für ambitionierte Hobbyfotografen sowie für Profis dürfte der Zeitaufwand kein großes Hindernis darstellen. Negativer fällt das Fehlen eines schwenkbaren Suchers auf. In der Praxis bietet ein solcher Sucher wesentlich mehr Flexibilität als ein fest verbauter.

Diese Produkteinschätzung beruht auf Tests der folgenden Medien: Digitalkamera.de , Colorfoto.de , Computerbild.de , Chip.de

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Test-Fazit der Fachmedien

Digitalkamera.de : 'Wer eine Top-Kamera mit klassischen DSLR-Tugenden sucht, wird von der Nikon D7100 bestens bedient. Das gilt mit kleinen Abstrichen sogar in Kombination mit dem Set-Objektiv AF-S 18-105 mm 3.5-5.6 DX G ED VR. Diese Paarung liefert eine überraschend hohe Auflösung, einzig die Verzeichnung des Zooms ist nicht auf Top-Niveau.' ...

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