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Nikon D610 Produkteinschätzung

05.01.2014 | 08:05 Uhr

Die DSLR-Kamera Nikon D610 erschien ein Jahr nach dem Vorgängermodell D600 auf dem Markt. Wie schlägt sich die Kamera im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie der Canon EOS 6D oder der Sony Alpha 99?

Die digitale Spiegelreflexkamera Nikon D610, die 113 mal 141 mal 82 Millimetern mißt, wird vom Hersteller als Kameragehäuse zu 1.949 Euro (UVP) und mit Objektiv für 2.499 Euro angeboten. Die Kamera wiegt 760 Gramm (ohne Objektiv) bzw. 850 Gramm mit Speicherkarte und Akku. Die effektive Bildauflösung beträgt 24,3 Millionen Pixel. Zur Auswahl stehen Belichtungszeiten zwischen 1/4.000 und 30 Sekunden sowie Serienbildraten von bis zu sechs Bildern/Sekunde.

Vorteile der Nikon D610

Die Nikon-DLSR-Kamera überzeugt durch Bildqualität, Ausstattungsmerkmale und Geschwindigkeit. Das Auflösungsvermögen hält Vergleichen mit teureren Profikameramodellen stand. Bei minimaler ISO-Stufe zeigen 1.784 (von höchstens 2.008) Linienpaare extrem scharfe Bilder. Noch bei ISO 6.400 werden 1.506 Linienpaare aufgelöst. Störpixel machen sich erst ab ISO 3.200 leicht bemerkbar. Großformatige DIN-A3-Bildauszüge in guter Qualität lassen sich selbst bei unter ISO 6.400 erstellten Aufnahmen anfertigen. Die horizontale Kameraneigung wird durch eine trapezförmige Display-Anzeige dargestellt.

Für Schnappschüsse ist die Spiegelreflexkamera bei Tageslicht (Auslöseverzögerung 0,4 Sekunden) gut geeignet, während die Scharfstellung in der Dämmerung mit 0,6 Sekunden und im Live-View-Modus mit 1,3 Sekunden langsamer ausfällt. Das vergleichsweise geringe Gewicht beruht auf der Verwendung einer Magnesium-Aluminium-Legierung. Die Anbringung zahlreicher Schalter und Knöpfe erspart eine Auswahl über das umfangreiche D610-Menü. Allerdings lassen sich häufig eingesetzte Einstellungen in einem individuellen Menü speichern.

Nachteile der Nikon D610

Gegenüber dem Vorgängermodell D610 fallen ein stärkeres Rauschen und eine damit verschlechterte Bildqualität auf. Die Akkulaufzeit nahm auf maximal 1.460 Aufnahmen bzw. 132 Videominuten ab. Der für Videoaufnahmen benötigte Live-View-Fokus arbeitet recht langsam. In Full-HD-Auflösung (1.920 mal 1.080 Pixel) können nur 30 Bilder je Sekunde erstellt werden. 50 Bilder/Sekunde erfordern eine Auflösungsreduzierung (1.280 mal 720 Pixel). Die Doppelbelegung einiger Knöpfe sowie das komplexe Auswahlmenü erfordern eine intensive Einarbeitung in die Bedienungstechnik.

Diese Produkteinschätzung beruht auf Tests der folgenden Medien: Chip.de , Cameralabs.com , dkamera.de , Digitalkamera.de

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Test-Fazit der Fachmedien

Chip.de : 'Die Nikon D610 erweist sich im Test als gute DSLR mit Vollformat-Sensor. Bildqualität, Ausstattung und Geschwindigkeit überzeugen. Für Besitzer der D600 lohnt sich aber eine Neuanschaffung kaum: Die Neuerungen der D610 sind überschaubar, das Rauschen stärker und die Ausdauer schwächer.' ...

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