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Buffalo WZR2-G300N

11.07.2008 | 10:00 Uhr |

Der WLAN-Router von Buffalo ist technisch auf der Höhe: Er unterstützt den Draft 2.0 des 11n-Standards. Im Test erwies er sich außerdem als sparsam, aber nicht allzu schnell.

Mit AOSS (Airtouch One-Touch Secure System) führte Buffalo als einer der ersten Router-Hersteller ein bequemes Verfahren zur WLAN-Verschlüsselung ein. Per Knopfdruck handeln Router und Client die Verschlüsselung aus, der Anwender muss sich keine Passwörter oder komplizierte Zahlenfolgen mehr merken und in der WLAN-Software eintragen. Auch der 11n-Router Buffalo WZR2-G300N nutzt das AOSS-Verfahren, das offiziell aber nur mit anderen Geräten des Herstellers funktioniert: Die anderen Router-Anbieter setzen derzeit auf den herstellerunabhängigen WPS-Standard (Wi-Fi Protected Setup).

Tempo: Über alle Messungen gesehen, lag der Buffalo-Router bei der Transferrate im hinteren Mittelfeld. Mit dem eigenen Adapter WLI2-CB-300N schaffte er maximal gute 89 MBit/s. Auch mit dem 11n-Centrino-Modul erreichte der ordentliche Datenraten. Besonders schwach war der Durchsatz aber mit dem 11g-Centrino-Modul: Hier lag der Buffalo-Router am Ende des Testfeldes.

Sicherheit: Standardmäßig ist beim Buffalo-Router keine Verschlüsselung aktiv. Der Router mahnt beim Einrichten auch keine an. Dafür unterstützt er aber AOSS. Potentielles Sicherheitsrisiko: Im Auslieferungszustand ist Universal Plug’n’Play eingeschaltet. Bei den Filteroptionen lässt sich der Zugriff nicht nach URL oder Schlüsselwörter einschränken – eine Option, die vor allem WLAN-Einsteiger schätzen. Auch die Optionen beim Port-Forwarding ließen sich benutzerfreundlicher gestalten. Gut dagegen: Die Verbindung drahtloser Clients untereinander lässt sich unterbinden. Außerdem kann man sehr bequem bestimmten LAN-Stationen den Zugriff auf den Router verweigern.

Ausstattung: Der Buffalo-Router ist mit drei externen Antennen ausgestattet. Sein 4-Port-Switch arbeitet mit Fast-Ethernet-Tempo. Am Gehäuse findet sich ein mechanischer Schalter, durch den das Gerät zwischen Router- und Access-Point-Modus wechselt.

Handhabung: Auf CD liefert Buffalo einen Assistenten für die Router-Einrichtung mit. Das Router-Handbuch ist allerdings nur auf Englisch. Das Konfigurationsmenü ist zwar eingedeutscht, enthält aber einige Übersetzungsfehler: Auf der Startseite darf man zum Beispiel einen „Zauberer“ aufrufen oder beim Port-Forwarding „eine Richtlinie addieren“. Auch sonst zeichnet sich das Menü nicht durch Übersichtlichkeit aus.

Ergonomie: Beim Datentransfer war der Buffalo-Router der sparsamste im Testfeld. Er begnügte sich mit 6,4 Watt. Ohne Datenübertragung nahm er 5,6 Watt auf – auch das ist sehr sparsam.

Fazit: Der sparsame Router machte seine Sache ordentlich. Die Transferrate ist nicht überragend, aber okay – nur mit 11g-Geräten kann der Buffalo-Router nicht so gut. An der Dokumentation und der Bedienerfreundlichkeit des Menü sollte Buffalo aber noch arbeiten.

Alternative: Schneller und ähnlich günstig ist der auch optisch ansprechendere Linksys WRT160N .

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