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Spam Terrier 1.0

15.05.2007 | 08:30 Uhr |

Der Spam Terrier durchwühlt eingehende Mails nach unerwünschten Nachrichten. Das kleine Tool klinkt sich nach der Installation automatisch in ein vorhandenes Outlook und Outlook Express ein. Ob der Spam Terrier die schlechten von den guten Mails trennen kann, zeigt unser Test.

Die Installation verlief problemlos. Sie sollte bei bestehender Online-Verbindung durchgeführt werden, um den kostenlosen Lizenzschlüssel direkt anfordern zu können. Vorsicht: Beim holen des Schlüssels wird Spam direkt mit gebucht, denn das Abonnement von zwei Newsletter ist standardmäßig aktiviert.
Nach der Installation ist das Tool nur via Outlook und Outlook Express erreichbar, nicht aber über das Windows-Programmmenü. Sein Revier markiert der Spam Terrier durch eine zusätzliche Schaltflächenleiste. Es richtet sich im Mailer mit zwei neuen Ordnern ein: „Spam“ und „Spamverdacht“. Beide reihen sich allerdings nicht in die bestehende Ordnerstruktur unter „Lokale Ordner“ ein, sondern im Posteingang. Dies lässt sich in der Konfiguration aber mit wenigen Klicks ändern.
Die Bedienung erfolgt über ein Pull-down-Menü in der Schaltflächenleiste. Hinter „Extras“ verbirgt sich die Konfiguration. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig: die Empfindlichkeit der drei grundsätzlichen Stufen „niedrig“, „normal“ und „hoch“ kann individuell angepasst werden. Den Bayes-Filter ergänzen Black- und White-List, beide mit umfangreichen statischen Filtermöglichkeiten Die Benennung der einzelnen Optionen ist allerdings sehr kurz geraten. Wer nicht weiß, wie Spamfilter arbeiten, wird hier leicht verwirrt.
Knappe, aber ausreichende und humorvolle Erläuterungen für den Einstieg bietet die Terrier-interne Hilfe. Als Grundlage für die Datenbank liest der Terrier die ganze Ordnerhierarchie oder Teile daraus ein. Voreingestellt ist außerdem, den Lernmodus auch auf ausgehende Mails anzuwenden. Der Lernvorgang läuft in akzeptabler Geschwindigkeit.
Falsch einsortierte Mails können mittels der Buttons „Als Spam markieren“ respektive „Als Nicht-Spam markieren“ korrigiert werden. Spam Terrier verschiebt sie dabei nach einem Klick sofort in den richtigen Ordner.

Fazit: Klein, aber fein – einmal konfiguriert, tut der Spam Terrier einfach seinen Dienst. In der Lernphase ist viel Nachbearbeitung notwendig, aber mit der Zeit steigt die Erkennungsrate.

Alternative: Durch hohe Erkennungsraten imponiert auch der in Thunderbird eingebaute Junk-Filter ( www.thunderbird-mail.de ).

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 1,9

Anbieter:

Agnitum

Weblink:

www.agnitum.de

Preis:

kostenlos

Betriebssysteme:

Windows 98/ME, 2000, XP, 2003 Server

Plattenplatz:

ca. 100 MB

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