10.06.2011, 12:05

Yvonne Göpfert

Smartphone

Sony Ericsson Xperia Play im Test

Sony Ericsson betritt mit seinem Playstation-Handy Xperia Play neues Terrain: Ein spezielles Game-Pad zum Aufschieben soll mehr Spielspaß aufs Handy bringen. Ob die Hochzeit zwischen Smartphone und Konsole zum Aufschieben gelungen ist, verrät der Test.
Auf den ersten Blick sieht das175 Gramm schwere Sony Ericsson Xperia Play wie ein etwas dickes Smartphone mit Schiebe-Tastatur aus. Doch dass es nicht immer eine QWERTZ-Tastatur sein muss, die beim Aufschieben freigelegt wird, beweist Sony Ericsson mit dem Xperia Play. Wenn Sie das Handy öffnen, kommt nach dem Vorbild der Play Station Portable (PSP) eine Spielkonsole zum Vorschein. Sie bietet die typischen Steuerknöpfe der PSP, zwei Schultertasten sowie zwei Touch-Pads in der Mitte.

Spiele: Wenig Auswahl, unterschiedliche Qualität

Sobald Sie das Handy aufgeschoben haben, erscheinen am unteren Rand des hochauflösenden, aber etwas kontrastarmen 4-Zoll-Display zwei Reiter: "Xperia-Play-Spiele" und "Mehr Spiele": Hier finden Sie alle Spiele, die Sie herunterladen können. Noch ist die Auswahl in beiden Kategorien jedoch bescheiden. "Xperia-Play"-Spiele sind speziell an die Controller-Steuerung des Handys angepasst. Bei "Mehr Spiele" handelt es sich um Games aus dem Android Market, die auch auf anderen Mobiltelefonen laufen.

Sechs Spiele vorinstalliert auf dem Sony Ericsson Xperia Play

Auf dem Smartphone sind sechs Spiele in unterschiedlicher Qualität vorinstalliert. Der Jump'n'Run-Klassiker "Crash Bandicoot" wurde ins Jahr 2011 gehievt: Die Grafik ist sehr pixelig, aber immerhin läuft das Spiel tadellos. Deutlich moderner, mit überzeugender Grafik und fast natürlichem Bewegungsfluss kommen die Martial-Arts-Prügelei "Bruce Lee" und das Krieg-der-Sterne-Spiel "Star Battalion". "Sims 3" bietet ebenfalls gute Grafik und lässt sich auf dem Xperia Play mit seinen Spieletasten besser steuern als auf dem Touchscreen eines gewöhnlichen Android-Smartphones.

Konsolenbedienung: Fingerhakeln

Doch eine eierlegende Wollmilchsau, die den Spagat zwischen Handy und Spielkonsole locker überbrückt, ist das Sony Ericsson Xperia Play nicht. Und so bleibt das Spiele-Feeling vor allem bei rasanten Games hinter den Erwartungen zurück. Problematisch sind beispielsweise die Schultertasten auf der Rückseite des Gerätes. Die Finger stoßen dabei an das nach oben geschobene Display an, für die Finger wird es eng. Und in einer heißen Schlacht kann es schnell passieren, dass Sie abrutschen. Auch der "Analog-Stick" ist nur ein Kompromiss: Die beiden Touch-Felder in der Mitte der Steuerfläche können einen Analog-Stick mit 360-Grad-Drehmöglichkeiten nicht wirklich ersetzen. Die Steuerung wird dadurch deutlich behäbiger.
Hinzu kommt: Der Bildschirm ist sehr lichtschwach, was das Spielvergnügen im Freien schnell verhagelt - es treten unangenehme Spiegeleffekte auf. Schön dagegen: Dadurch, dass die Games nicht über den Touchscreen gespielt werden, verschmiert das Display nicht so schnell, und die Finger verdecken nicht ständig die Grafik. Erfreulich auch die Akklaufzeit im Spielmodus: 4-5 Stunden sind mit einer Akkuladung zu schaffen. Auf den Fernseher lässt sich das Spiel dagegen nicht verlagern, da Sony Ericsson keinen HDMI-Ausgang verbaut hat.

Gigahertz-Prozessor, aber kein Dualcore

Im Innern des Geräts arbeitet ein Snapdragon-Prozessor von Qualcomm mit einer Taktrate von 1 GHz. Für gute Grafikdarstellung sorgt der Grafikbeschleuniger Adreno 205 von Qualcomm. Damit laufen Spiele und alle anderen Anwendungen auf dem Smartphone zwar im Großen und Ganzen flüssig. Allerdings sind bereits die ersten Dualcore-Smartphones auf dem Markt, und man fragt sich, ob ein Dualcore-Prozessor nicht der angemessene Antreiber in einem Gamer-Handy gewesen wäre.

Sony Ericsson Xperia Play mit Android 2.3 und Timescpae

Das Sony Ericsson Xperia Play läuft unter Android 2.3.2, ergänzt durch eine eigenentwickelte Bedienoberfläche. Dabei hat Sony Ericsson gründlich aufgeräumt: Mediascape, die verwirrende Ansicht, die Musik, Fotos und Videos datumsbezogen zusammengeführt hat, ist weggefallen. Timescape, das Ereignisse aus sozialen Netzwerken, E-Mails, Anrufe oder SMS chronologisch geordnet darbietet, durfte bleiben und ist jetzt deutlich besser lesbar.
Auch das Hauptmenü hat Sony Ericsson renoviert. Es wird jetzt horizontal weitergeblättert, das kommt der Übersicht zugute. Zudem lassen sich alle Menüpunkte frei anordnen. Insgesamt ist die Menüführung übersichtlich und das Handy somit gut zu bedienen. Für Apps stehen 380 MB zur Verfügung, davon kann der Nutzer jedoch nur 250 MB nutzen. Das ist schon recht sparsam.

Sony Ericsson Xperia Play: 5-Megapixel-Kamera ohne HD-Videos

Das Sony Ericsson Xperia Play kommt mit 5-Megapixel-Kamera inklusive Autofokus und LED-Blitz. Die Bildqualität liegt im Mittelfeld, insbesondere bei der Schärfe weist die Kamera zum Rand hin sichtbare Mängel auf. Dafür leidet die Kamera kaum an Bildrauschen, auch wenn die Lichtverhältnisse einmal nicht optimal sind.
Multimedia <br>
Fotos <br>
Auflösung 2592 x 1944 Pixel
Autofokus ja
Makro ja
Motivprogramme nein
Bildstabilisator nein
Optischer Zoom nein
Videos <br>
Auflösung 800 x 480 Pixel
Bildstabilisator nein
Videos nimmt die Cam mit 480 x 800 Pixeln und satten 30 Bildern pro Sekunde auf. Filme laufen flüssig, der Ton klingt jedoch etwas dumpf, aber schön laut. Warum Sony Ericsson jedoch keine HD-Aufnahmen zulässt, ist angesichts der Hardware-Ausstattung nicht ganz nachzuvollziehen. Der Mediaplayer beherrscht die gängigen Formate MP3, Wav, Midi und MPEG, nicht jedoch DivX und Xvid. Internetseiten mit und ohne Flash laden schnell via WLAN-n und HSDPA. Bei Bluetooth 3.0 muss Sony Ericsson dagegen passen.
Beim Lieferumfang war Sony Ericsson sehr spendabel: Neben einer einfachen Kunstlederhülle und einer 8-GB-microSD-Karte legt der Hersteller noch einen USB-kompatiblen Stecker für Steckdose und Zigarettenanzünder bei.
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