122494

Sony DSC-R1

18.01.2006 | 13:00 Uhr |

Dank guter Bildqualität eine echte Alternative zu SLR-Kameras.

Ausstattung: Sony bestückt die R1 mit einigen technischen Schmankerln, die Sie normalerweise nur bei digitalen Spiegelreflexkameras finden. So arbeitet in der Kamera nicht der übliche CCD-Chip, sondern ein CMOS-Sensor. Dieser nimmt aufgrund seiner Größe viel mehr Bildinfos auf als ein CCD-Chip. Eine weitere Besonderheit des Sony-Modells ist das Seitenverhältnis, denn die Kamera macht Fotos im 3:2-Format. Dieses Format ist normalerweise ebenfalls Spiegelreflexkameras (und analogen Kameras) vorbehalten. Herkömmliche Sucherkameras verwenden meist das 4:3-Format, welches auch das Display wiedergibt. Nur wenige Geräte lassen alternativ auch 3:2 zu. Den Vorteil vom 3:2-Seitenverhältnis erkennen Sie, sobald Sie Abzüge Ihrer Bilder wollen: Denn Fotolabore bieten meist nur Bildformate wie 10 x 15 Zentimeter an, also Abzüge mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Geben Sie jedoch 4:3-Bilder ab, kann es passieren, dass Ihre Abzüge weiße Ränder oben und unten haben oder dass das Labor die Fotos auf 3:2 beschneidet.
Einziger "Nachteil" der Kamera: Sie bietet - wie auch digitale SLRs - keine Videofunktion. Dafür hat sie ein manuell regulierbares Zoom.
Bildqualität: Bei der Auflösung schaffte die Kamera einen guten Mittelwert, auch wenn die Ergebnisse in den drei Messbereichen zum Rand hin im Schnitt um 20 Prozent abfielen, was recht viel ist. Dafür erreichte die R1 eine hohe Eingangsdynamik und eine sehr hohe Ausgangsdynamik, was bedeutet, die Kamera arbeitet mit vielen Blendenstufen und kann zahlreiche Helligkeitsabstufungen produzieren. Damit gelingen selbst kontrast- und detailreichere Motive ohne Probleme. Die Helligkeit ließ lediglich im Weitwinkelbereich von der Bildmitte zum -rand um 0,6 Blenden nach, was noch okay ist. Allerdings arbeitete die Scharfzeichnung etwas zu aggressiv.
Handhabung: Obwohl sie mit stolzen 1009 Gramm ein echter Brocken ist, lässt sich die Kamera dank des handlichen Gehäuses super bedienen. Bildparameter ändern Sie anhand zweier Einstellräder, die bequem mit dem Daumen erreichbar sind.

Fazit: Die R1 ist dank ihrer guten Bildqualität eine attraktive Alternative zur digitalen SLR-Kamera. Mit ihrem manuellen Zoom, den vielen Einstellmöglichkeiten und der handlichen Bedienung dürfte sie nicht nur Hobbyfotografen zufrieden stellen.

TECHNISCHE DATEN

AUFLÖSUNG

3882 x 2592; 10,0 Megapixel

OPT./DIG. ZOOM

5-/10fach

SPEICHER

- / Memory Stick (Pro), CF-Karte

BRENNWEITE

24 bis 120 mm

STROMVERSORGUNG

Akku

GESAMTERGEBNIS

Bildqualität (40%)

1,8

Ausstattung (20%)

2,3

Handhabung (15%)

1,9

Service (5%)

2,1

Preis (20%)

4,0

PC-WELT-TESTERGEBNISSE

Gewicht

1009 g

DC TAU 4.0

Nettodatei (Mittel, KB)

12.643

Wirkungsgrad

65,3

(Mittel, %)

gut

Max. Verzeichnung

-2,2

(Best 0,0)

Weitwinkel (%)

sehr stark tonnenförmig

Ein-/ Ausgangsdynamik

8,7/250

(Best 9,7/256)

(Blenden-/Helligkeitsstufen)

Rauschen (Mittel)

3,84

(Best 2,68)

Scharfzeichnungsstufen

47,1

(Best 6,3)

0 Kommentare zu diesem Artikel
122494