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Sony Alpha SLT-A55 im Test

09.12.2010 | 17:10 Uhr |

Sony will mit der SLT-A55 den Spiegelreflexmarkt aufmischen. Lesen Sie im Test, ob der Hersteller mit dieser Digitalkamera Erfolg hat.

Sony bringt mit der SLT-A55 einen neue Kameratyp auf den Markt: SLT steht für Single Lens Translucent. Die A55 ist also eine Spiegelreflexkamera mit festmontiertem, lichtdurchlässigem Spiegel. Das hat den Vorteil, dass der Spiegel beim Auslösen nicht hochklappen muss, wodurch die Kamera superschnell arbeitet. PC WELT konnte dies im Test bestätigen.

Bildqualität: Bei den Rauschmessungen schnitt die Sony SLT-A55 trotz großem Bildsensor nur mittelmäßig ab. Dafür war die Eingangsdynamik sehr hoch, was bedeutet, dass die Kamera kontrastreiche Motive darstellt, ohne Details in Lichtern und Schatten zu verlieren. Die Ausgangsdynamik, sprich, die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen, war dagegen unterdurchschnittlich.

Ein weiterer Schwachpunkt der Sony SLT-A55 ist ihr Wirkungsgrad, der umgerechnet nur einer Auflösung von 4 Megapixeln entspricht. Bei einem 16-Megapixel-Sensor ist dies zu wenig. Schuld an diesem schlechten Ergebnis ist das getestete Kit-Objektiv Sony DT 18-55mm, das bei kurzer und mittlerer Brennweite in der Bildmitte zwar sehr hoch auflöste. Zum Bildrand fiel der Messwert jedoch um etwa 40 Prozentpunkte ab. Im Telebereich verlief die Auflösung konstant über das ganze Bild, war jedoch grundsätzlich viel zu niedrig. Zudem ermittelte PC WELT im Weitwinkelbereich eine extreme tonnenförmige Verzeichnung, die bei mittlerer und langer Brennweite deutlich reduziert beziehungsweise nicht mehr vorhanden war, und einen deutlichen Helligkeitsverlust zum Bildrand um 1,3 Blenden.

Ausstattung: Der 3D-Schwenkpanoramamodus setzt Serienbilder, die während eines Schwenks aufgezeichnet wurden, automatisch zu einem stereoskopischen Panoramabild zusammen. Ist die Full-HD-Videofunktion aktiviert, arbeitet die Sony SLT-A55 mit 1920 x 1080 Bildpunkten und 25 Bildern pro Sekunde.

Handhabung: Statt wie üblich neben dem Bildschirm sitzt der Menüknopf der Sony SLT-A55 auf der Gehäuseoberseite. Sie drücken ihn also am besten mit dem linken Zeigefinger. Neben dem durchlässigen Spiegel ist auch der Phasenvergleichsautofokus dafür verantwortlich, dass die Sony SLT-A55 besonders schnell fokussiert und auslöst. Der Autofokus funktioniert auch im Videomodus.

Fazit: Sony stellt mit der SLT-A55 ein interessantes neues Kamerakonzept vor. Dank des lichtdurchlässigen Spiegels ist die Kamera superschnell, was das Fokussieren und das Auslösen angeht. Leider kann das mitgelieferte Test-Objektiv DT 18-55mm SAM das Qualitätslevel des Gehäuses nicht halten. Neben einer zu niedrigen gemessenen Auflösung verzeichnete es bei kurzer Brennweite sehr und verlor zu den Bildrändern sichtbar an Helligkeit.

Varianten:
Sony SLT-A55 (Gehäuse)
Sony SLT-A55VL mit Sony DT 18-55 SAM
Sony SLT-A55VY mit Sony DT 18-55 SAM und Sony DT 55-200 SAM

Alternativen: Für etwa 100 Euro weniger bekommen Sie die Sony Alpha A500 . Sie produzierte eine höhere Ausgangsdynamik, und auch ihr Wirkungsgrad war besser als bei der SLT-A55. Dafür fehlt ihr die Videofunktion komplett, und die Anzahl der Serienbilder ist viel geringer.

ALLGEMEINE DATEN

Testkategorie

Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkamera-Hersteller

Sony

Internetadresse

www.sony.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

849 Euro

Sonys technische Hotline

01805/252586

Garantie des Herstellers

24 Monate

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Bildqualität (50%)

3,38

Ausstattung (25%)

2,86

Handhabung (20%)

2,16

Service (5%)

1,32

Aufwertung

0,30 (GPS)

Testnote

befriedigend (2,60)

Preis-Leistung

teuer

TECHNISCHE DATEN

Auflösung

4912 x 3264 Pixel (16,03 Megapixel)

Sensortyp / Sensorgröße

CMOS / 23.5 x 15.6 Millimeter

Brennweitenverlängerung

1,5fach

Ausstattung

Objektiv: Modell / Brennweite / Vergrößerungsfaktor

Sony DT / 3,0fach / 18-55 Millimeter

Sucher

ja

Bildstabilisator

mechanisch

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

7,62 Zentimeter / 0,92 Megapixel / ja

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

ja / ja

digitales Zoom: maximal

0fach

Anschlüsse

USB, HDMI

Anzahl Motivprogramme / Nahbereich ab

5 / 25 Zentimeter

Rote-Augen-Korrektur / Gesichtserkennung

ja / ja

Serienbildfunktion / Videofunktion

10 Bilder/s / 1920 x 1080 (25 Bilder/s)

interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten

- / SDHC, MS Pro Duo

Lieferumfang: Akku / Ladegerät / Netzteil

ja / ja / nein

Software

Image Data Converter SR 3.2, Image Data Lightbox 2.2, Picture Motion Browser 5.3

TESTERGEBNISSE

Bildqualität

Wirkungsgrad / gemessene Auflösung

50,2 % / 4,0 Megapixel

Bildrauschen: bei ISO 100 / 200 / 400 / 800 / 1600

3,52 / 3,52 / 3,55 / 3,45 / 3,48

Darstellbare Blendenstufen (Eingangsdynamik) / Helligkeitsstufen (Ausgangsdynamik)

9,2 / 244

Scharfzeichnung

15,90%

Randabdunklung: Weitwinkel / Normal / Tele

1,3 / 0,6 / 0,5 Blenden

Verzeichnung: Weitwinkel / Normal / Tele

-2,7 / -0,4 / 0,0 %

Handhabung

Bedienung und Menüstruktur

einfach

Abmessungen (L x B x H), Gewicht

124 x 92 x 85 Millimeter / 715 Gramm

Arbeitsgeschwindigkeit

sehr schnell

Qualität Bildschirm

kontrastreich und scharf

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Service

Garantiedauer

24 Monate

Service-Hotline: deutschsprachig / Wochenenddienst / Öffnungsstunden / durchgehend / per E-Mail erreichbar

ja / nein / 10 Stunden / ja / ja

Internetseite: deutschsprachig / Handbuch verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

ja / ja / ja

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