Softmaker Office für Linux

Donnerstag den 15.02.2007 um 08:30 Uhr

von Stephan Lamprecht

Softmaker Office für Linux beinhaltet eine Textverarbeitung und eine Tabellenkalkulation. Die Linux-Version der Office-Suite lässt sich einfach installieren und hat bei uns durch flottes Tempo und geringen Festplattenbedarf gepunktet.

Seit Jahren bietet Softmaker seine Programme auch in Versionen für Linux an. Das Office-Paket, das aus der Textverarbeitung Textmaker und der Tabellenkalkulation Planmaker besteht, liegt nun in Version 2006 vor. Verblüffend einfache Installation: Statt einen Installer einzusetzen oder dem Anwender die Installation von RPM-Dateien zu überlassen, genügt das Einlegen des Datenträgers und das Entpacken des Programmarchivs in einem Verzeichnis. Softmaker Office kann auch mit einfachen Rechten im eigenen Benutzerverzeichnis installiert werden. Nach dem ersten Programmaufruf sind einige Vorarbeiten zu erledigen. Dazu zählen die Eingabe des Lizenzschlüssels, das Festlegen von Dokument- und Arbeitsverzeichnissen und schließlich die Eingabe geschäftlicher und privater Kontaktdaten, die für die automatische Befüllung von Vorlagen notwendig sind.

Erstaunlich ressourcenschonend: Der Aufruf der Programme verläuft im Vergleich zu Boliden wie Open Office oder KOffice mit einer erstaunlich hohen Geschwindigkeit. Auch der Verbrauch von Speicherplatz auf der Festplatte ist äußerst gering - ein absoluter Pluspunkt für das kommerzielle Paket. Zwar orientiert sich Softmaker in der Oberflächengestaltung stark an Word und Excel von Microsoft, in der eigentlichen Benutzerführung werden dann aber eigene Akzente gesetzt. Textmaker verfügt beispielsweise über ein ausgefeiltes und schlüssiges Rahmenkonzept, das sich für die Gestaltung anspruchsvollerer Layouts empfiehlt. Dagegen ist das Erstellen nummerierter Listen etwas gewöhnungsbedürftig. Die Textverarbeitung ist komplett ausgestattet. Eine vernünftige Rechtschreibprüfung und ein breites Angebot an Vorlagen gehören zur Grundausstattung. Hierzu zählt auch eine Datenbank, die Adressen für Serienbriefe oder Einträge für Literaturverzeichnisse aufnimmt.

Planmaker ist innerhalb des Office-Pakets für Berechnungen zuständig. Viele Extras werden hier allerdings nicht geboten. Statt einer üppigen Vorlagenzahl stehen gerade einmal ein Dutzend Beispieldateien zur Verfügung, die den Anwender mit dem Programm vertraut machen. Wer Erfahrungen in Excel gesammelt hat, wird sich aber auf Anhieb zurechtfinden, da viele gewohnte Arbeitstechniken auch in Planmaker Eingang gefunden haben. Das Angebot an Funktionen ist mit über 300 durchweg als gut zu bezeichnen. Statistik-, Zeit- und Finanzberechnungen erledigt Planmaker spielend. Statt seine Anwender mit der xten Version eines Diagrammtyps zu überfordern, beschränkt sich Planmaker auf einen soliden Grundstock an Diagrammen, die sich weitgehend nach eigenen Vorstellungen formatieren lassen. Beide Programme importieren und exportieren eine Vielzahl von Formaten. Dokumente, die stark auf Sonderformate und Visual-Basic-Programmierungen setzen, zeigen aber auch Softmaker Office seine Grenzen auf.

Fazit: Softmaker legt mit seinem Office-Paket eine erstaunlich schnelle und stabile Lösung (nicht nur) für Linux vor. Damit lassen sich alle Aufgaben des Büroalltags meistern.

Alternative: Open Office ( http://de.openoffice.org ) oder das kommerzielle Paket Star Office ( http://de.sun.com/products/software/star/staroffice ), das zusätzlich noch ein Präsentationsprogramm und eine separate Datenbank enthält.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,0

Anbieter:
Softmaker
Weblink:
www.softmaker.de
Preis:
70 Euro
Betriebssysteme:
Linux
Plattenplatz:
40 MB

Donnerstag den 15.02.2007 um 08:30 Uhr

von Stephan Lamprecht

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