Sockel-1156-Platine

Asrock P55 Extreme im Test

Montag den 26.10.2009 um 14:23 Uhr

von Verena Ottmann

Wer Asrock nur als Billigheimer kennt, sollte schleunigst umdenken. Die P55 Extreme erwies sich im Test als schnelle, aber mager ausgestattete Platine. Dafür stimmt der Preis.
Asrock P55 Extreme: Mit drei 16x-PCIe-Slots
Vergrößern Asrock P55 Extreme: Mit drei 16x-PCIe-Slots
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Die Asrock P55 Extreme überzeugte uns mit ihrem aufgeräumten Platinen-Layout. Außerdem bot sie als eine der wenigen Mainboards im Testfeld drei PCI-Steckplätze. Die restliche Bestückung war eher mau.

Ausstattung: Von den drei 16x-PCIe-Steckplätzen der Asrock P55 Extreme arbeitet nur einer tatsächlich mit 16facher Bandbreite. Die beiden anderen Slots liefern 8- beziehungsweise 4fache Geschwindigkeit. Und sind zwei Grafikkarten im 16x- und 8x-Steckplatz zu einem Verbund zusammengeschlossen, arbeiten beide nur noch mit 8facher Geschwindigkeit. Dafür lässt sich sowohl Nvidias Quad-SLI als auch ATI Quad-Crossfire-X realisieren.

Als eines von wenigen Boards im Test bietet die Asrock P55 Extreme einen Diskettenlaufwerksanschluss. Mit ihren sechs SATA und sieben USB-Anschlüssen ist die Platine allerdings etwas knauserig bestückt. Immerhin gibt's eine eSATA-Buchse.

Handhabung: Obwohl die Ausstattung der Asrock P55 Extreme eher im Mittelfeld angesiedelt ist, zog das Sockel-1156-Board bei Last den meisten Strom des ganzen Testfelds. Im ausgeschalteten Zustand und im Idle-Modus war der Stromverbrauch okay. Für die Lüftersteuerung kommt bei der Asrock P55 Extreme das Tool OC Tuner zum Einsatz.

Overclocking: Die Übertaktungsmöglichkeiten im Bios waren bei der Asrock P55 Extreme nur begrenzt. Vor allem die Optionen für die Speicherspannung und die DRAM-Timings waren im Vergleich zu den anderen Platinen im Testfeld etwas knapper bemessen.

Tempo: Die Asrock P55 Extreme war die zweitschnellste Platine des gesamten Testfelds. So erzielte sie Bestwerte bei den PCMark-Vantage-Teilen "TV & Movies" und "Productivity" sowie im Einkern-CPU-Test des Cinebench-Benchmark.

Fazit: Die Stärken der Asrock P55 Extreme liegen vor allem in ihrem Tempo. Was Ausstattung und Overclocking-Möglichkeiten angeht, schnitt die Platine mittelmäßig ab. Dafür ist die Asrock P55 Extreme jedoch günstig.

Alternativen: Für 20 Euro mehr bekommen Sie die Asrock P55 Deluxe . Sie war noch einen Tick schneller als die Asrock P55 Extreme und zudem etwas besser ausgestattet. Die Übertaktungsoptionen sind jedoch bei beiden Platinen gleich.

Varianten:
Asrock P55 Deluxe
Asrock P55 Extreme
Asrock P55 Pro
Asrock P55M Pro

Montag den 26.10.2009 um 14:23 Uhr

von Verena Ottmann

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