So testen wir Digitalkameras - Dynamikumfang, Rauschen, Scharfzeichnung und Randabdunklung
Die Dynamik-Messung läuft bei DC Tau unter der Bezeichnung OECF (Opto Electronic Conversion Function) und bewertet die Eingangs- und Ausgangsdynamik einer Kamera, soll heißen: Die Software vergleicht das Eingangssignal mit dem umgewandelten Ausgangssignal hinsichtlich der Licht- und Schattenpartien beziehungsweise der Hell- und Dunkelbereiche. Das Ergebnis gibt an, mit wievielen Blendenstufen eine Kamera arbeitet (Eingangsdynamik) und wieviele Helligkeitsabstufungen sie darstellen kann (Ausgangsdynamik).
Die Rauschmessung erfolgt über den gesamten Signalbereich in sehr feinen Abstufungen – und zwar in allen drei Farbkanälen und im humanphysiologisch gemittelten Grau. Da es bei Digitalkameras nicht möglich ist, statisches und dynamisches Rauschen zu unterscheiden, gibt DC Tau einen kombinierten Wert an. Rauschen macht sich bemerkbar, indem das Bild „grieselig“ und verpixelt aussieht. Wir messen das Bildrauschen bei allen zur Verfügung stehenden ISO-Werten.
Hier berechnet DC-Tau die Kantenverläufe an scharfen Übergängen unterschiedlicher Helligkeit. Die Scharfzeichnung wird in Ihrer Stärke an horizontalen und vertikalen Kanten separat an der hellen und dunklen Seite der Kante ermittelt.
Um herauszufinden, ob eine Kamera eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung über das ganze Bild liefert, machen wir eine Aufnahme von einem rein weißen Bild, das sich vor einem Leuchtpult befindet. Die Kamera stellen wir dabei auf Blende F4 bis F5,6 und aktivieren den Aufnahmemodus „unendlich“, „Landschaft“ oder eine entsprechende Einstellung. Wir machen je eine Aufnahme bei längster, mittlerer und kürzester Brennweite, wobei wir mit dem Objektiv so nahe wie möglich an das Testbild herangehen. Diese Bilder konvertieren wir mit Photoshop zu BMP-Dateien und lassen sie von DC Tau auswerten. Die Software teilt das Testbild in vier Quadranten und ermittelt anhand dieser den Verlauf und die Streuung der Randabdunklung. Diese kann mehrere Ursachen haben – meist ist das Objektiv schuld.


