Smartphone mit toller Tastatur

Nokia E75 im Test

Mittwoch, 10.06.2009 | 18:08 von Yvonne Göpfert
Ausfahren und lostippen - Nokia hat im E75 eine der derzeit besten Handy-Tastaturen verbaut. Womit die Mailmaschine sonst noch verzaubert, verrät der Test.
Nokia E75 im Test: Handy mit QWERTZ-Tastatur
Vergrößern Nokia E75 im Test: Handy mit QWERTZ-Tastatur

Viele Tasten und noch mehr Schnellzugriffe

Schwarzer Klavierlack auf der Vorderseite und ein silbernes Metallband rund um das Gehäuse erinnern stark an das iPhone. Doch abgesehen von der Optik hat das Nokia E75 nichts mit dem Apple-Handy zu tun. Schon beim Formfaktor unterscheidet es sich aufgrund einer ausziehbaren QWERTZ-Tastatur von dem Kult-Handy. Im zusammengeklappten Zustand steht eine alphanumerische Tastatur unterhalb des Displays zur Verfügung - sehr praktisch, weil sich ein Kontakt oder ein Kalendereintrag auch mal schnell eingeben lässt, ohne die QWERTZ-Tastatur zu öffnen. Die Tasten sprechen sofort auf Druck an, Telefonnummern lassen sich damit auch blind tippen.

Zudem finden sich auf dieser Tastatur ein paar praktische Schnellzugriffe: Drückt der Nutzer die Sternchen-Taste etwas länger, kann er Bluetooth aktivieren oder deaktivieren. Dieser Schnellzugriff ist neu. Die Taste mit der Null führt zu den Lesezeichen fürs Internet. Und ein Druck auf die Raute-Taste stellt das Handy auf Lautlos - diese beiden Tastenbefehle kennen auch schon ältere Nokia-Modelle.

Irritiert hat uns bei unserem Testgerät die Taste ganz links unten: Zum Geräterand hin besteht ein Millimeter Spiel, an dem der Finger beim Entsperren des Mobiltelefons immer hängen bleibt. Das hinterlässt den Geschmack von etwas unsauberer Verarbeitung. Rauhe Kanten spürt der Anwender denn auch, wenn er die QWERTZ-Tastatur ausgefahren hat.

QWÄRTZ-Tastatur
Lange Mitteilungen lassen sich angenehm per QWERTZ-Tastatur verfassen. Auf vier Reihen verteilt findet der Nutzer sogar exotische Buchstaben wie Ä, Ö und Ü direkt auf dem Tastenfeld. Und auch das @-Zeichen hat eine eigene Taste spendiert bekommen. Die Tasten sind zudem ungewöhnlich groß und somit gut zu treffen. Auf den Geräten der asiatischen Konkurrenz sucht der Anwender diesen Luxus vergeblich.

Einen kleinen Nachteil zieht die Komfort-Tastatur jedoch nach sich: Aufgrund der Tastatur bringt es das Handy nicht gerade auf schlanke Modelmaße: Mit fast 16 Millimeter Dicke und schweren 141 Gramm Gewicht ist es kein Smartphone für die Hemdentasche.

Das brillante und kontrastreiche Display des Symbian S60 3rd Edition-Smartphones ist mit 2,4 Zoll Bilddiagonale eher klein im Vergleich zu einem Touch Pro 2 oder einem New Prada Phone. Zudem wird das E75 ausschließlich über Tasten bedient, einen Touchscreen bietet es nicht. Die Menüführung hat das Nokia E75 zudem wertvolle Punkte gekostet: Unübersichtlicher geht es kaum.

Wie mächtig die Hard- und Software-Ausstattung ausgefallen ist, erfahren Sie nach dem Umblättern auf der nächsten Seite.

Mittwoch, 10.06.2009 | 18:08 von Yvonne Göpfert
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