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Asus P565

08.02.2009 | 11:05 Uhr |

Klein, stark, schwarz: Das Asus-Smartphone P565 glänzt in Lack und Leder. Und sein 800-MHz-Prozessor zählt derzeit zu den stärksten CPUs in einem Smartphones. Das P56 im Test.

Testbild
© 2014

Die technischen Daten des Asus P565 lassen aufhorchen: So ist das Smartphone unter anderem mit einer 3,1-Megapixel-Kamera und einem 2,8-Zoll-Touchdisplay ausgestattet. Mit 119 Gramm ist es zwar nicht gerade ein Leichtgewicht. Durch die Lederapplikation an der Gehäuserückseite fühlt sich das Gerät jedoch sehr angenehm an und liegt gut in der Hand.

Ausstattung: Das 2,8-Zoll-Touchdisplay arbeitet mit 480 x 640 Pixeln - eine recht hohe Auflösung. Sie kommt vor allem der Film- und Fotowiedergabe zugute, denn das Smartphone unterstützt alle wichtigen Multimedia-Formate wie H.264 oder PNG. Doch auch Geschäftsleuten dürften sich über die gestochen scharfe Darstellung von Excel-, Powerpoint- und Word-Dokumenten freuen, die sie dank der installierten Mobile-Versionen von Microsoft unterwegs bearbeiten können. Ebenfalls topp ist der eingebaute Prozessor: Asus bestückt das Smartphone mit einer leistungsstarken 800-Megahertz-CPU vom Typ Marvell TavorP.

Im Lieferumfang befinden sich neben einem USB-Kabel und einem im Handy versenkbaren Stylus ein Paar Ohrstöpsel, eine Schutzhülle sowie ein Car-Kit mit KFZ-Ladekabel.

Navigationsfunktion: Wie bei Asus-Smartphones üblich, ist auch das P565 mit einem GPS-Empfänger und der Navigations-Software Asus Go ausgestattet, die sich auf der beiliegenden 2-GB-Micro-SD-Karte befindet. Allerdings mussten wir bei unserem Testgerät das Programm manuell installieren - bei den Vorgängermodellen startete der Installer automatisch. Immerhin spendiert Asus dem P565 Kartenmaterial von ganz Europa.

Handhabung: Das Touchdisplay reagierte einwandfrei auf die Berührung des Fingers beziehungsweise des Stifts. Neben Windows Mobile 6.1 Professional kommt wieder die hauseigene Benutzeroberfläche "Glide" zum Einsatz. Sie ist dank besonders großer Kontrollflächen speziell für die Bedienung per Finger optimiert und macht so wichtige Funktionen wie den Startbildschirm, das Adressbuch, den Dokumente- und Bilderordner sowie den Musikplayer schnell zugänglich. Die Synchronisation ging via Active Sync problemlos über die Bühne.

Die Akkulaufzeit betrug in unserem Test nur rund 3,5 Stunden - das große Display und der schnelle Prozessor sind hier die Schuldigen. Nerviges Detail: Der Slot für die Micro-SD-Karte sitzt unter dem SIM-Kartensteckplatz. Zum Einlegen der Speicherkarte müssen Sie also zuerst das Gehäuse öffnen und den Akku ausbauen.

Integrierte Digitalkamera: Das P565 macht Bilder mit 3,1 Megapixel. Einen Blitz gibt's nicht, dafür stehen viele von Digitalkameras bekannte Funktionen zur Verfügung wie diverse Weißabgleichsmodi, Motivprogramme, Effekte und eine Serienbildfunktion. Helligkeit, Kontrast und Schärfe können Sie über einen Schieberegler anpassen. Der Autofokus arbeitete sehr langsam, und auch das Auslösen dauerte zu lange. Außerdem wurden die Bilder größtenteils unscharf - hier würde ein Blitz gegensteuern. Auch unpraktisch: Nach jedem Bild müssen Sie bestätigen, um weiter fotografieren zu können.

Fazit
Die Optik ist der große Pluspunkt des P565. Zwar funktionieren die Organizer-Funktionen problemlos, und auch die Sprachqualität des Smartphones überzeugte uns. Die schlechte Bildqualität der Digitalkamera und die zum Teil umständliche Bedienung trübten jedoch unsere Begeisterung erheblich.

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