Smartphone

LG Electronics Optimus L3 im Test

Dienstag den 17.07.2012 um 10:44 Uhr

von Dennis Steimels

LG E400 Optimus L3 schwarz / weiß
LG E400 Optimus L3 schwarz / weiß
6 Angebote ab 59,95€ Preisentwicklung zum Produkt
Günstiges Einsteiger-Smartphone: LG Optimus L3 im Test
Vergrößern Günstiges Einsteiger-Smartphone: LG Optimus L3 im Test
Das LG Optimus L3 stammt aus der neuen Design-Linie von LG und spricht vor allem Smartphone-Einsteiger an, die wenig Geld investieren möchten. Für 129 Euro laut UVP bekommen Sie ein 3,2 Zoll großes Display, eine 3-Megapixel-Kamera und eine halbwegs gute CPU. Lohnt sich also eine Investition? Der Test verrät es Ihnen.
Das LG Optimus L3 entspringt der neuen Design-Linie des südkoreanischen Unternehmens. Es ist das kleinste und damit auch günstigste Modell der Serie, denn es kostet gerade mal 129 Euro laut UVP. Um das Gerät für einen solchen Preis anbieten zu können, greift der Hersteller nicht zu Highend-Bauteilen, sondern bedient sich kostengünstiger Hardware mit deutlich weniger Leistung. Die Zielgruppe ist also klar - Smartphone-Einsteiger!

Handhabung und Display: Pixeliger Bildschirm mit schwachem Kontrast

Das LG Optimus L3 ist klein und kompakt. Dementsprechend verhalten fällt das Display mit 3,2 Zoll (8,13 Zentimeter) aus. Aus der Größe und der Auflösung von 240 x 320 Pixeln ergibt sich eine Pixeldichte von 125 ppi. Die geringe Punktdichte spiegelt sich auch in der subjektiven Wahrnehmung des Displays wider, bei der schon mit bloßem Auge einzelne Bildpunkte erkennbar sind. Demnach werden Inhalte unscharf dargestellt, was vor allem bei Schriften und den Icons auffällt. Darüber hinaus bietet das TFT-Display keinen hohen Blickwinkel: Bereits bei geringster Neigung nach oben, unten oder seitlich nehmen Kontrast und Farbintensität stark ab. Die Leuchtkraft des Displays von 303 cd/m² liegt leicht unter dem Durchschnitt, geht aber noch in Ordnung. Der Touchscreen lässt sich sehr gut und flott bedienen - große Verzögerungen fallen uns im Test nicht auf. Nur ist die Tastatur durch die Display-Größe bedingt etwas klein, wodurch sich oft Fehler beim Tippen einschleichen.

LG Optimus L3 mit geriffelter Rückseite.
Vergrößern LG Optimus L3 mit geriffelter Rückseite.

Das Gehäuse des LG Optimus L3 besteht komplett aus Kunststoff. Der Rahmen soll im Metall-Look erscheinen, doch echtes Metal-Feeling kommt nicht auf, da es stark nach Plastik aussieht und sich auch so anfühlt. Die Rückseite und damit auch die Akkuabdeckung ist aus geriffeltem Kunststoff gefertigt, wodurch das Handy gut in der Hand liegt, aber keinen sehr hochwertigen Eindruck vermittelt. Zudem lässt sich der Akkudeckel nach dem Öffnen nur schwer wieder anbringen.

Handhabung und Bildschirmqualität LG Electronics Optimus L3 (Note: 3,04)
Verarbeitungsqualität 3 = mittelmäßig
Menüführung 1 = sehr einfach
Qwertz-Tastatur / Bedienbarkeit Tastatur nein / ungenügend
Instant Messaging / Facebook vorinstalliert / Kontakt-Übernahme aus Facebook / Twitter-Client installiert ja / nein / ja / nein
Akku wechselbar ja
Bedienung Touchscreen / Touchscreen-Technik 1 / kapazitiv
Bildschirm: Technik / Diagonale / Größe / Auflösung / Punktedichte LCD-TFT / 8,1 Zentimeter (3,2 Zoll) / 240 x 320 Pixel / 125 ppi
Bildschirm-Qualität: Kontrast / Helligkeit 389:1 / 304 cd/m²

 

Einbußen gegenüber einem hochpreisigen Smartphone müssen Sie beim Thema Performance hinnehmen. Im LG Optimus L3 arbeitet eine Single-Core-CPU von Qualcomm, die mit 1 GHz getaktet ist. Dass die CPU nicht die höchste Leistung an den Tag legt, beweist der Benchmark-Test mit dem Smartbench 2012, in dem das Optimus L3 nur 568 Punkte erreicht. Damit gehört es zu den langsamsten Smartphones im Testfeld. In der Praxis zeigt sich das Einsteigermodell aber von einer guten Seite, denn es läuft schnell und größtenteils ohne Verzögerung. Auch Apps starten und laufen in den meisten Fällen flott.

Erstaunlich gut präsentiert sich auch der Browser des LG Optimus L3. Zwar kann er im Test mit dem Sunspider-Benchmark, wo er eine Zeit von 4558 Millisekunden erzielt, nicht ganz überzeugen, in der Praxis dafür schon eher. Okay, Webseiten brauchen mit Ladezeiten von 9 Sekunden via WLAN-n und 16 Sekunden über HSDPA (3,6 MBit/s) etwas lange. Doch klappt das Zoomen und Navigieren auf vergrößerten Seiten einwandfrei, was nicht bei jedem Standard-Browser der Fall ist. Etwas störend ist aber, wie oben bereits erwähnt, die niedrige Auflösung des Displays, wodurch Internetseiten pixelig werden und das Surf-Vergnügen einschränken.

Internet und Geschwindigkeit LG Electronics Optimus L3 (Note: 4,19)
Browser: Geschwindigkeit / Flash unterstützt 4558 Punkte / ja
Geschwindigkeit: Startzeit / Datenübertragung / Tempo-Messung (Smartbench) 00:42 Minuten / 00:59 Minuten / 568 Punkte

Mit nur 103 Gramm gehört das LG Optimus L3 zu den Smartphones, die am wenigsten auf die Waage bringen. Ein Handy mit einer geringen Größe von 102,6 x 61,3 x 11,7 Millimetern und Plastik-Gehäuse wiegt eben nicht viel. Der Akku ist mit 1500 mAh für das kleine Handy großzügig bemessen, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Denn im Test beim Dauer-Surfen verlangt das Optimus L3 erst nach etwas mehr als acht Stunden nach einer externen Stromzufuhr. Damit beweist es ordentliches Durchhaltevermögen und gehört zu den Smartphones mit der höchsten Ausdauer.

Mobilität LG Electronics Optimus L3 (Note: 1,64)
Akkulaufzeit 08:06 Stunden
Gewicht 103 Gramm

Software und Betriebssystem: Kein Android 4.0

Das LG Optimus L3 läuft mit Android 2.3.6 alias Gingerbread. Dabei wird es wohl auch bleiben, denn Updates auf die aktuelle Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) und die kommende Version 4.1 (Jelly Bean) sind nicht zu erwarten.

LG Optimus L3 mit Micro-SD-Slot unter der
Abdeckung.
Vergrößern LG Optimus L3 mit Micro-SD-Slot unter der Abdeckung.

Der interne Speicher des LG Optimus L3 beläuft sich auf bescheidene 1 GB. Immerhin befindet sich unter der rückseitigen Abdeckung der Micro-SD-Slot, der Karten mit einer Größe von bis zu 32 GB akzeptiert. In den Speicher installiert LG schon vorab ein paar nützliche Programme. Dazu zählt die Office-Anwendung "Polaris Viewer", die leider nur Dokumente öffnen, aber nicht erstellen kann. Ein Radio, ein Sprachrekorder und die typischen Android-Apps wie Goole Maps, Mail, Talk, Google+ und der Google Play Store sind ebenfalls mit an Bord.

LG Optimus L3 mit 3-Megapixel-Kamera ohne Blitz.
Vergrößern LG Optimus L3 mit 3-Megapixel-Kamera ohne Blitz.

Die rückseitige Kamera des LG Optimus L3 knipst Bilder mit maximal 3,1 Megapixeln, was einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln entspricht. Da die Kamera weder über einen Autofokus, noch über einen Bildstabilisator verfügt, wird nicht jeder Schnappschuss scharf. Zudem sehen die Farben auf den Bildern sehr trist aus, und Bildrauschen ist auch erkennbar. Für schlechtere Lichtverhältnisse ist zwar ein LED-Blitz vorhanden, der aber das Rauschen nicht verhindern kann. Motivprogramm gibt's auch nicht, so dass sich die Einstellungsmöglichkeiten allgemein in Grenzen halten.

Die Videofunktion filmt in VGA, sprich, mit 640 x 480 Pixeln bei 22 Bildern pro Sekunde. Aufgenommene Videos haben ähnliche Probleme wie die Fotos: triste Farben, starkes Bildrauschen und Unschärfe. Details sind kaum erkennbar, da sie verschwimmen, vor allem beim Schwenken der Kamera. Das einzig Positive: Bei der Wiedergabe fällt kein Ruckeln auf.

Die Klangqualität des Lautsprechers geht in Ordnung, hat aber mit leichtem Scheppern zu kämpfen. Für unterwegs empfiehlt sich natürlich das Musikhören über Kopfhörer, die Sie über die 3,5-Millimeter-Buchse an der Oberseite des Optimus L3 anschließen können. Allerdings benötigen Sie eigene Kopfhörer, da LG auf ein Headset im Lieferumfang verzichtet.

Multimedia LG Electronics Optimus L3 (Note: 4,47)
Kamera: Auflösung / Bildqualität / Autofokus / Touch-Fokus / Makro / Motivprogramme / Bildstabilisator / optischer Zoom / digitaler Zoom / mechanischer Auslöser / LED-Licht 2048 x 1536 Bildpunkte / 4 / nein / nein / nein / nein / nein / nein / ja / nein / nein
Video: Auflösung / Bild- und Tonqualität / Bildstabilisator / Aufnahme Stereoton 640 x 480 Bildpunkte / schlecht / nein / nein
Videoformate / Audioformate /DLNA 3GP, H.263, H.264, MPEG4, WMV / AAC, AAC+, AMR-NB, eAAC+, MP3, MP4, WAV, WMA / ja

Das LG Optimus L3 ist mit 129 Euro UVP ein sehr günstiges Einsteiger-Smartphone. Die Performance im Praxis-Einsatz geht völlig in Ordnung, auch der Browser funktioniert beim Navigieren und Zoomen einwandfrei. Nur die Ladezeiten könnten schneller sein. Die halbwegs gute Leistung sehen wir als Trost für das TFT-Display, das mit 3,2 Zoll nicht nur klein ist, sondern so gering auflöst, dass sämtliche Inhalte pixelig erscheinen und Schriften nur schwer lesbar sind. Die Foto- und Videoqualität liegt unter dem Durchschnitt: Die Farben sind trist, die Bilder rauschen und sind oft unscharf. Immerhin ist das Smartphone leicht, und der Akku beweist mit mehr als acht Stunden Laufzeit eine hohes Durchhaltevermögen. TESTERGEBNISSE (NOTEN) LG Electronics Optimus L3 Testnote befriedigend (3,02) Preis-Leistung sehr günstig Ausstattung und Software (25 %) 2,68 Handhabung und Bildschirm (25 %) 3,04 Internet und Geschwindigkeit (20 %) 4,19 Mobilität (15 %) 1,64 Multimedia (10 %) 4,47 Service (5%) 1,10 ALLGEMEINE DATEN LG Electronics Optimus L3 Testkategorie Smartphones Smartphone-Hersteller LG Electronics Internetadresse www.lg.com Preis (unverbindliche Preisempfehlung) 129 Euro Technische Hotline 01803 / 115411 Garantie 24 Monate DIE TECHNISCHEN DATEN LG Electronics Optimus L3 Größe (L x B x H in Millimeter) 103 x 61 x 12 Millimeter Formfaktor Barren Betriebssystem Android 2.3.6 Prozessor (Takt) Qualcomm Snapdragon MSM7225A (800 MHz. Single-Core) GSM / UMTS / HSDPA / HSUPA / LTE Quadband / ja / 3,6 MBit/s / 0,384 MBit/s/ nein Bluetooth / WLAN / GPS 3.0 / 802.11n / ja USB / Klinkenstecker / Radio Micro / ja / ja interner Speicher / Speichererweiterung / Speicherkarte im Lieferumfang 1000 MB / Micro-SD / nein Lieferumfang Lade-Adapter, USB-Kabel Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF ja / ja / ja / ja installierte Software / verfügbare Apps 55 von 100 Punkten / 1 = sehr viele

Dienstag den 17.07.2012 um 10:44 Uhr

von Dennis Steimels

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