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HTC Touch 3G im Test

21.04.2009 | 18:30 Uhr |

Mit dem HTC Touch 3G hat der Smartphone-Hersteller HTC ein weiteres Gerät mit Touch Flo-Bedienung auf den Markt gebracht. HSDPA, WLAN und GPS helfen im Alltag. Wie sich das Touch 3G als Business-Telefon schlägt, verrät der Test.

Schöne Bedienung: Touch Flo

Die grafisch aufbereitete Menüführung des HTC Touch 3G liegt über dem Betriebssystem Windows Mobile 6.1 Professional und macht die Bedienung des Touch 3G einfacher und schöner. Über eine Schiebeleiste am unteren Displayrand kann der Besitzer Funktionen wie Kontakte, Mail, Fotos und Videos, Musik, Einstellungen und Browser schnell und direkt aufrufen. Die Leiste reagiert dabei sensibler als bei den älteren HTC-Touch-Modellen. Mit dem iPhone kann das Touch 3G dennoch nicht mithalten.

Ausstattung und Connectivity: Gute Mittelklasse
Inzwischen kann der Nutzer unter 10 Geräten der Touch-Serie mit unterschiedlichster Ausstattung wählen. Das Touch 3G spielt nicht mehr in der Bezirksliga, aber auch noch nicht in der Bundesliga der HTC-Touch-Handys. Es ist ein mittelmäßig ausgerüstetes Smartphone, das vor allem Geschäftskunden zufrieden stellt. Das zeigt sich bereits an der Größe des Displays: Mit 2,8 Zoll Bilddiagonale rangiert es derzeit eher am unteren Ende der Bildschirm-Boliden. Und problematisch ist nach wie vor die Helligkeit des Bildschirms. Zwar misst ein Sensor die Lichtstärke und passt daraufhin die Bildschirmhelligkeit an. Bei grellem Sonnenlicht kann der Nutzer trotzdem kaum Details auf dem Display erkennen. Selbst dann nicht, wenn er die automatische Beleuchtung ausschaltet und manuell auf größte Helligkeit stellt.

Um den Tagesablauf zu regeln, leistet das Touch 3G gute Dienste. Einträge im Kalender sind übersichtlich und bringen die Vielfalt an Möglichkeiten, die Microsoft schon bei der PC-Version von Outlook zu bieten hat. Neben den Terminen lassen sich auch Aufgaben und Kontakte problemlos mit Outlook am PC abgleichen. Voraussetzung ist nur das Programm Active Sync auf dem Rechner, das auf CD mitgeliefert wird.

Auch um auf dem Laufenden zu bleiben und regelmäßig News-Feeds abzurufen taugt das Touch 3G. Im Internet kann der Nutzer mit dem Opera Browser surfen, den HTC als Haupt-Browser vorinstalliert hat. Leider erkennt der Browser nicht immer die mobile Variante einer Webseite und ist damit ab und zu langsamer beim Seitenaufbau als der ebenfalls installierte Internet Explorer von Microsoft in der mobilen Version.

Guter Mediaplayer, schnelle Kamera
Die Multimediafunktionen überzeugen im Großen und Ganzen: Der MP3-Player spielt alle sieben Testformate ohne Probleme ab. Wer lieber Radio hört, ist mit dem Touch 3G ebenfalls gut bedient. Negativ fällt nur auf, dass das mitgelieferte Headset sich nicht per 3,5-Milimeter Klinkenstecker anschließen lässt und damit schwer gegen ein Standard-Kopfhörerpaar auszuwechseln ist.

Auch die 3,2-Megapixelkamera kann Punkte für sich verbuchen. Sie löst schnell aus und macht gute Schnappschüsse. Allerdings hat die Schärfe der Bilder Grenzen, da die Kamera nur mit einem Fixfokus ausgestattet ist. Speichern lassen sich die Daten auf dem internen Speicher oder auf microSD-Karte. Ärgerlich und unverständlich, dass diese unter dem Akkudeckel sitzt.

Hörschwäche
Große Schwächen weist das Touch 3G bei der Sprachqualität auf. Die Stimmen klingen eher dumpf, die Kompression macht sich deutlich bemerkbar. Ist der Freisprecher aktiviert, kommt es zu Halleffekten.

Fazit
Als Business-Smartphone taugt das Touch 3G. Erstens ist die Menüführung dank Touch-Flo-Oberfläche recht gelungen. Und zweitens sorgt der Organizer dafür, dass man das Smartphone bald nicht mehr missen möchte. Ebenfalls als unerlässlich erweisen sich WLAN, HSDPA und GPS. Ist gerade mal keine Kamera zur Hand, hält auch ein Schnappschuss mit dem Touch 3G Erinnerungen fest. Die Sprachqualität eignet sich nur für Kurztelefonate.

Ausführliche Testergebnisse und technische Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

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