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HP iPAQ Voice Messenger im Test

Der neue von HP erinnert stark an den Blackberry Pearl: klein, handlich und mit QWERTZ-Tastatur. Ob sich der iPAQ Voice Messenger auch bei der Bedienung so souverän zeigt wie das Smartphone von Research in Motion, verrät der Test.

Stünde nicht HP auf dem Gerät, könnte das Smartphone glatt als Blackberry durchgehen. Dennoch unterscheidet sich das HP-Produkt in der Vodafone-gebrandeten Version in vielen Details von Konkurrent Blackberry Pearl. Doch fangen wir mit den Gemeinsamkeiten an: Um Textbotschaften zu tippen, steht eine alphanumerische Tastatur bereit, bei der sich jeweils zwei Buchstaben eine Taste teilen: Q und W au der ersten Taste ganz links oben, E und R auf der zweiten Taste daneben usw. Genau so wie es der Blackberry Pearl vormacht. In punkto Tippkomfort ist das gewöhnungsbedürftig. Mit ein bisschen Üben geht das Tippen dann doch schnelll von der Hand, eine große Hilfe ist dabei die automatische Worterkennung. Zudem bieten die Tasten einen guten Druckpunkt, der das Schreiben zusätzlich erleichtert.

Verarbeitung - kein Touchscreen
Nun zu den Unterschieden: Das Display ist beim HP Voice Messenger minimal größer als beim Pearl. Doch genau wie das Blackberry-Pendant lässt sich auch der Voice Messenger nicht per Touchscreen mit dem Finger bedienen. Schon das Betriebsystem Windows Mobile 6.1 Standard hindert daran. Nur die Professional-Version unterstützt Touchscreens, sie ist auf dem großen Bruder des HP iPAQ Voice Messenger zu finden: dem Data Messenger, der ebenfalls bei Vodafone zu haben ist.
Zum Scrollen durchs Menü, die Kontakte oder lange Webseiten hat HP keinen Trackball à la Blackberry verbaut. HP hat sich für einen tiefer gelegten Sensor entschieden. Durch sanftes Streichen über die Mulde rollt man von Menüpunkt zu Menüpunkt. Während Blackberry-Nutzer mit dem Trackball durch lange Listen flott scrollen, ist die Bedienung für HP-Anwender eine zähe Angelegenheit. Insbesondere lange Webseiten führen zu Ermüdungserscheinungen. Zudem reagiert die Scrollbewegung nach unten einigermaßen flüssig, nach oben, rechts oder links jedoch hakt die Bedienung, so dass man den Finger oft mehrmals bemühen muss.

Hübscher Startbildschirm
Schön gestaltet hat HP die Startoberfläche: Nach den Menüpunkten Uhrzeit und Erste Schritte, der beim Einrichten von E-Mail und WLAN hilft, hat der Nutzer direkten Zugriff auf Termine, SMS, Musik und Fotos.
Ein schickes 3D-Menü wie das Touch Flo von HTC ist auf dem iPAQ jedoch nicht zu finden. Hangelt sich der Nutzer über das Windows Mobile-Menü durch, verliert er sich schnell in dessen unübersichtlichen Tiefen. Ebenfalls nicht benutzerfreundlich ist der Einschub für die microSD-Karte: Zum Tauschen muss der Nutzer erst den Akkudeckel beiseite schaffen. Immerhin darf der Akku drin bleiben.

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