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Sicherheitspakete im Vergleichs-Test

21.05.2010 | 11:15 Uhr |

Im großen Vergleichstest gab es nur für 4 von 16 Internet-Sicherheitspaketen die Gesamtnote „gut“. Nutzen Sie für Ihren PC den richtigen Schutz?

Einer der Spezialisten für Sicherheits-Software, G-Data, registrierte allein letztes Jahr rund 1.588.005 neue Viren. Tag für Tag wurden 2009 also durchschnittlich 4350 neue Schadprogramme in die Computerwelt gesetzt. Internet-Sicherheitsprogramme sollen den PC vor der allgegenwärtigen Virengefahr schützen.
Wie gut die 16 meistverkauften Schutzpakete das schaffen, hat PC-WELT im renommierten Sicherheitslabor AV-Test überprüfen lassen. Bei diesem Speziallabor geben auch die meisten anderen PC-Zeitschriften ihre Tests von Sicherheitsprogrammen in Auftrag. Das trifft auf Magazine aus aller Herren Länder zu. Denn die Virenspezialisten verfügen über eine der größten Sammlungen von Schadprogrammen weltweit.
Bei AV-Test landen täglich nicht nur die erwähnten 4350 Viren auf den Rechnern, sondern auch Hunderte von Varianten jedes einzelnen Schädlings. So sammeln sich an einem einzigen Tag oft rund 50.000 neue gefährliche Dateien im Labor an.

So schützen InternetSicherheitspakete den PC
Ein Internet-Schutzpaket besteht zum einen aus einem Antiviren-Modul, das auch Sicherheit vor Ad- und Spyware bietet, also Werbe- und Spionageprogramme blockt. Weiterhin gehört zum Sicherheitspaket eine Firewall, die den Computer vor Angriffen aus dem Internet schützen soll. Dafür verschließt die Firewall alle Online-Türen („Ports“) gegen unerwünschte Anfragen aus dem Datennetz. Im Test schafften das alle Programme zuverlässig. Gegen Angriffe von innen, also von bereits eingeschleusten und zunächst unerkannten Viren, soll die Firewall ebenfalls schützen. Das hat PC-WELT über die verhaltensbasierte Erkennung von Schädlingen getestet. Von den so genannten Spamfiltern der Sicherheitspakete, die unerwünschte Werbe-E-Mails im Posteingang aussortieren, rät PC-WELT eher ab. Denn die Gefahr, dass normale Post fälschlicherweise im Datenmüll landet, ist zu groß. In der Regel leisten hier die Anbieter von E-Mail-Postfächern bereits gute Arbeit und filtern Massenwerbung und betrügerische Phishing-E-Mails aus der normalen Post heraus.
Viele Hersteller statten ihre Sicherheitspakete auch mit einer Kindersicherung aus. Doch diese an sich gut gemeinte Funktion taugt in der Praxis meist nicht allzu viel. So verhindert kaum ein Programm, dass Windows per [F8]-Taste im abgesicherten Modus startet. Dass in dieser Betriebsart die Kindersicherung nicht aktiv ist, wissen heutzutage schon viele Grundschüler. Als Eltern sollten Sie sich also besser nicht auf diese Schutzfunktion verlassen.
Manche Schutzpakete enthalten zudem eine Notfall-CD, mit der sich der PC selbst dann starten („booten“) und untersuchen lässt, wenn Windows wegen Virenbefall ausfällt. Entweder ist gleich die Programm-CD bootfähig, oder die Rettungs-CD lässt sich über eine entsprechende Funktion im Sicherheitspaket brennen. Dann besitzt eine solche CD auch gleich alle aktuellen Informationen über die neuesten Viren.

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