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Sharp LC-26 GA 3 E

11.05.2005 | 11:57 Uhr |

Schöne neue Fernsehwelt: Das ultraflache TV-Gerät LC-26 GA 3 E von Sharp verspricht platzsparende High-Tech-Unterhaltung. Digital.World wirft einen Blick hinter den Flachbildschirm.

PLUS : Bildschärfe, HDTV-Unterstützung, HDCP-Verschlüsselung
MINUS : Scart-Anschluss schlecht gelöst, Fernbedienung zu sperrig

Die neuen LCD-Fernseher bieten brillante Farben, gestochen scharfe Bilder und noch mehr Bilddetails. Ein Vertreter der innovativen TV-Zunft ist der LC-26 GA 3 E von Sharp. Für das Stereo-Gerät mit einer Bilddiagonalen von 66 Zentimetern veranschlagt der Hersteller stolze 2000 Euro. Zugegeben: Bei der herkömmlichen Kathodenstrahl-Röhre würde für die gleiche Bilddiagonale nur etwa ein Drittel dieses Kaufpreises anfallen. Andererseits sprechen die Größenverhältnisse für sich: Der Sharp LC-26 GA 3 E passt problemlos auf den Nachttisch, während ein Röhrenfernseher mit einer Gehäusetiefe von 50 bis 60 Zentimetern dort kaum Platz findet.

BILDQUALITÄT : In puncto Schärfe übertrifft der Sharp mit 1366 x 768 Bildpunkten die Darstellungskünste konventioneller TV-Geräte spielend. Der hochauflösende Bildwandler des LC-26 GA 3 E zeigt sich für die neue Generation des Fernsehens (HDTV) bestens gerüstet. Die Anschlüsse unterstreichen die Zukunftsausrichtung: Der analoge YUV-Komponenteneingang versteht sich auf HD-Signale, der digitale DVI-Kontakt kommt mit der von der Filmindustrie geforderten HDCP-Verschlüsselung klar.

AUSSTATTUNG : Die übrige Kontaktausstattung fällt nicht üppig, aber ausreichend, aus. Die Lautsprecher des LC-Fernsehers lassen sich praxisgerecht als Centerbox in einem Dolby-Digital-Heimkino nutzen. Weniger originell: Je nach Ausführung passen Scart-Kabel nur mit Mühe in die Buchsen und unter die Abdeckung der Gehäuserückseite.

BEDIENUNG : Der Umgang mit dem Sharp gestaltet sich durchwachsen: Das Bildschirmmenü haben die Entwickler hübsch gestaltet, die Schrift ist jedoch aus normaler Entfernung kaum zu entziffern. Die Fernbedienung stuften die Tester als unnötig sperrig ein. Annehmbar präsentiert sich hingegen die Tonsektion - besonders angesichts des Umstands, dass das flache Gehäuse kaum Platz für Lautsprecher bietet. Sprecher klingen klar verständlich, selbst die Wiedergabe von Musikkanälen tönt manierlich - allerdings vom deutlich hörbaren Lüfter des Fernsehgeräts untermalt.

BILDTEST : Einerseits wirkt das Bild scharf und detailreich, dunkle Szenen erscheinen jedoch - aufgrund der ständig aktiven Hintergrundbeleuchtung - milchig und trüb. Standard-TV-Signale sind außerdem oft von Fehlern des Kammfilters getrübt. Die Schaltung soll die Farbringe - etwa in karierten Jackets - beseitigen, erzeugt allerdings an vielen Motivkanten Perlschnüre. Für sich allein gefällt das Bild des LC-26 GA 3 E durchaus - den Vergleich zu einem hochwertigen Röhren-TV verliert es aber.

TESTEXPRESS

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