260839

Hitachi Ultrastar A7K2000 1TB (HUA722010CLA330) im Test

18.08.2010 | 09:09 Uhr |

Die Festplatte Hitachi Ultrastar A7K2000 HUA722010CLA330 ist für den professionellen Einsatz gedacht. Der Test prüft, ob sich der hohe Preis auch im privaten Bereich rentiert.

Besonderheit: Die Hitachi Ultrastar A7K2000 1TB gehört zur Server-Festplattenreihe des Herstellers. Im Gegensatz zu normalen Privatanwender-Festplatten, die nicht länger als acht bis zehn Stunden täglich in Einsatz sein sollten, ist die Ultrastar A7K2000 für den 24-Stunden-Betrieb spezifiziert. Die Platte bietet RVS (Rotational Vibration Safeguard) . Der Mechanismus schützt die Datenscheiben vor schädigenden Vibrationen. Damit eignet sich die Ultrastar A7K2000 auch für den Einsatz in großen Raid-Verbunden. Um die Zuverlässigkeit der Festplatte zu unterstreichen, leistet der Hersteller großzügige fünf Jahre Garantie.

Geschwindigkeit: Die Hitachi Ultrastar A7K2000 1TB lieferte in allen Lese- und Schreibtests eine gute Leistung. Spitze war die Transferrate der Festplatte bei gleichzeitigen Lese-Schreibzugriffen. Im Kopieren einer Film-Testdatei mit einer Größe von 4,2 GB in einen anderen Ordner markierte sie den Bestwert im Testfeld der 1-TB-Modelle. Große Ordner mit vielen kleinen Dateien stellten die Festplatte ebenfalls vor keine Hürde. Etwas gemächlicher absolvierte sie die Aufgabe, den MP3-Ordner einzulesen - hier war die Konkurrenz teilweise deutlich schneller. Mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 7200 Umdrehungen in der Minute kam sie auch auf gute Zugriffszeiten und führte in diesem Test das Mittelfeld an.

Hitachi Ultrastar A7K2000 (HUA722010CLA330)
Vergrößern Hitachi Ultrastar A7K2000 (HUA722010CLA330)
© 2014

Umwelt & Gesundheit: Hitachi wirbt bei der Ultrastar A7K2000 1TB mit einer deutlich niedrigeren Leistungsaufnahme gegenüber dem Vorgängermodell. Im Test zeigte sich die Festplatte nicht gerade sparsam. Die "grünen" Modelle anderer Hersteller kamen auf bessere Verbrauchswerte. Nichtsdestotrotz liegt sie mit ihrer Leistungsaufnahme im Mittelfeld unter den schneller drehenden Festplatten. Ihr Betriebsgeräusch war ebenfalls befriedigend - hörbar, aber nicht störend. Im Leerlauf machte die Hitachi Ultrastar A7K2000 allerdings etwas deutlicher auf sich aufmerksam als das Gros ihrer Konkurrentinnen.

Wenn Sie Ihre Festplatte im 24-Stunden-Betrieb einsetzen möchten, sollten Sie unbedingt auch auf die Arbeitstemperatur der Platte achten: Ab einer Temperatur von 50 Grad drohen nach 3 Jahren Ausfälle. Die Hitachi A7K2000 lieferte in diesem Test ein befriedigendes Ergebnis. Die kritische Grenze verfehlte die 3,5-Zoll-Festplatte nur ganz knapp.

Ausstattung: Hitachi liefert die Festplatte ohne Zubehör und Programme aus. Der Hersteller bietet auf seiner Internet-Seite jedoch kostenlose Hilfsprogramme zum Herunterladen an.

Fazit: Hitachi bietet mit der Ultrastar A7K2000 (HUA722010CLA330) eine robuste Festplatte mit üppiger Garantiezeit zum gehobenen Preis an. Die Leistung der Festplatte überzeugte - teilweise erreichte die Hitachi A7K2000 sogar Spitzenwerte. Allerdings schwächelte das Server-Laufwerk in der Lese-Transferrate leicht. So kam die Ultrastar A7K2000 in der Leistungsnote abschließend nur auf ein "Gut". Wenn Sie bereit sind, leichte Abstriche beim Stromverbrauch und dem Betriebsgeräusch zu machen, ist die Hitachi Ultrastar A7K2000 1TB eine Festplatte, auf der sich Ihre Daten lange sicher fühlen dürfen.

Alternative: Deutlich preisgünstiger und noch einen Tick schneller ist die 1000-GB-Festplatte Hitachi Deskstar 7K1000.C 1TB (HDS721010CLA332) . Allerdings ist der hauseigene Konkurrent nicht für den 24-Stunden-Betrieb ausgelegt.

Alle Testergebnisse zur Hitachi Ultrastar A7K2000 1TB finden Sie im Artikel "20 Festplatten im Vergleich" in PC WELT, Ausgabe 9/2010. Bereits erschienene PC-WELT-Ausgaben lassen sich im Heftarchiv der PC WELT als ePaper herunterladen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
260839