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Hagenuk fono 3

07.03.2009 | 14:36 Uhr |

Hagenuk bringt mit dem fono 3 ein Handy, das sich vor allem für Senioren eignen soll. Denn das Gerät besitzt besonders große Tasten, spezielle Notruffunktionen und eine übersichtliche Menüstruktur. Besonders hübsch ist es allerdings nicht - anscheinend glaubt der Hersteller, ältere Menschen würden keinen Wert auf Optik legen.

Digitalkamera, Organizer, MP3-Player und GPS-Modul - auf all das verzichtet Hagenuk bei seinem fono 3. Denn das GSM-Handy richtet sich vor allem an Senioren, die mit dem Gerät lediglich telefonieren und sich im Alltag sicher fühlen wollen. Aus diesem Grund besitzt das fono 3 einen extragroßen Ziffernblock und drei deutlich beschriftete Tasten zur Anrufannahme (grüner Hörer), zum Beenden eines Anrufes (roter Hörer) und Abbrechen eines Befehls (C-Taste). Über diese drei Knöpfe rufen Sie auch die im Display angezeigten Funktionen auf, etwa die Anrufliste oder das Namenverzeichnis des Adressbuchs.

Handhabung: Sie navigieren durch das übersichtliche Bedienmenü mittels einer Wipptaste, die an der Gehäuseseite sitzt. Die einzigen beiden Sonderfunktionen des Handys - ein Radio und eine Taschenlampe - lassen sich durch zwei separate Knöpfe über dem 1,8-Zoll-Display aktivieren. Für das Radio ist ein Kopfhörer vonnöten, der sich jedoch im Lieferumfang befindet. Der Piepston, der jeden Navigationsschritt begleitet, ist besonders laut, lässt sich aber abschalten. Dann wechselt das Handy automatisch in den Vibrationsalarm ("Konferenz").

Die Darstellung auf dem Display ist klar und deutlich, die Schrift gut lesbar. Was uns weniger gefiel: Eingespeicherte Telefonnummern lassen sich nicht ansehen, der Klick auf einen Kontakt wählt automatisch die Nummer. Haben Sie beispielsweise eine Telefonnummer falsch eingegeben, müssen Sie den Kontakt im Telefonbuch zuerst komplett löschen und dann neu anlegen - unpraktisch. Die Sprachqualität war ebenfalls nicht ganz überzeugend. Zwar konnten wir im Test den Anrufer klar und deutlich verstehen. Auf der Gegenseite war der Empfang jedoch dumpf.

Notfallfunktionen: Besonders interessant und nützlich für Senioren sind die Sicherheits-Features des fono 3. Über den Menüpunkt "Einstellungen" legen Sie Notrufnummern fest oder speichern eine Notfall-SMS-Nachricht samt dazugehöriger Rufnummer ab. Drücken Sie die C-Taste länger als drei Sekunden, verschickt das Handy die Notfall-SMS automatisch. Über die rote Notruftaste, die sich an der Gehäuseoberseite befindet, wählt es automatisch die eingestellte Notrufnummer und schaltet auf Freisprechbetrieb.

Ausstattung: Zum Personalisieren des Geräts stehen verschiedene Hintergrundbilder und Klingeltöne zur Auswahl. Außerdem hat das Handy einen Taschenrechner und einen Wecker integriert. Auch Makeln ist möglich: Kommt während eines Gesprächs ein zweiter Anruf, können Sie mit der C-Taste zwischen beiden Anrufern hin- und herschalten. Alternativ lässt sich auch die Mobilbox Ihres Mobilfunkanbieters nutzen. Im Lieferumfang des Phono 3 finden sich Ohrstöpsel und ein Netzteil. Außerdem besitzt das Handy eine USB-Buchse, für die Sie das passende Kabel jedoch selbst besorgen müssen. Da das Gerät jedoch keinen Speicher besitzt, dient der USB-Anschluss lediglich zum Laden des Akkus.

Fazit: Das fono 3 von Hagenuk ist ein tolles Gerät für Leute, die zwar eigentlich kein Handy brauchen, sich aber im Alltag damit sicherer fühlen. Vor allem die integrierten Notfallfunktionen sind ideal für Senioren, aber auch Kinder. Einziges Manko: Das Gerät sieht nicht besonders toll aus und ist recht klobig.

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