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Asus F7F

10.03.2008 | 10:00 Uhr |

17-Zoll-Notebook zum Schnäppchenpreis: Das Asus F7F bekommen Sie schon für unter 700 Euro. Ist der große Laptop nur günstig oder auch gut?

Verarbeitung: Auf den ersten Blick ist das Asus F7F wenig attraktiv. Sein Design mit einem metallgrauen Displaydeckel, dem grau-schwarzen Kunststoffgehäuse und der an eine Rauhfasertapete erinnernde Struktur der Handballenablage beeindruckt kaum. Das Gehäuse war nicht komplett verwindungssteif – beim Hochheben an den vorderen Ecken bog es sich merklich durch. Auf der rechten Seite ließ sich die Handballenauflage ohne großen Druck vom unteren Gehäuseteil lösen.

Geschwindigkeit: Asus verbaut im F7F den Core Duo T2250 – dieser Prozessor mit Yonah-Kern stammt noch aus Intels erster Doppelkern-Generation. Aktuelle Notebooks laufen bereits mit dem Penryn-Prozessor – dem Nach-Nachfolger des Yonah. Dementsprechend liegt das Asus F7F im Sysmark 2007 rund 15 Prozent hinter Mittelklasse-Notebooks für rund 1000 Euro und 40 Prozent hinter den derzeit rechenstärksten Laptops. Bei den meisten Anwendungen ist es so schnell wie günstige 17-Zoll-Notebooks mit einem AMD Turion 64 X2 – zum Beispiel das Fujitsu-Siemens Amilo Xi 2528 oder das Acer Aspire 7520G . Nur bei Videobearbeitung kann es sich von der AMD-Konkurrenz ein wenig absetzen. Spieletauglich ist das Asus F7F nicht – die im Chipsatz integrierte Grafiklogik besitzt zu wenig 3D-Leistung.

Ausstattung: Angesichts des günstigen Preises ist das Asus AF7F recht ordentlich ausgerüstet. Neben 160-GB-Festplatte und Lightscribe-fähigem DVD-Brenner bringt es Gigabit-LAN, 11g-WLAN sowie Bluetooth 2.0+EDR mit. Von den fünf USB-Buchsen liegt einer gut erreichbar an der rechten Seite, die anderen vier sind eng zusammen an der Gehäuserückseite angebracht. Ein digitaler Monitorausgang fehlt.

Ergonomie: Als Monitor für den Office-Einsatz macht das spiegelnde Display des Asus F7F gar keinen so schlechten Eindruck. Das Bild wirkt dank der sehr gleichmäßigen Helligkeitsverteilung sehr homogen. Kontrast (125:1) und Helligkeit (durchschnittlich 160 cd/m2) reichen zum Arbeiten am Schreibtisch vollkommen aus. Zum Film- und Fernsehschauen oder Bildbearbeitung kommt das Asus F7F weniger in Frage – die Farbwidergabe stellte sehr flau dar, Hauttöne erschienen blass. Steht das Notebook unter voller Last, kann man den Lüfter bei 0,8 Sone deutlich hören – in den meisten Fällen begnügt er sich mit rund 0,3 Sone und stört daher nicht.

Handhabung: Die sehr stabil eingebaute Tastatur besitzt zusätzlich einen dreispaltigen Ziffernblock. Sie bleibt auch beim schnellen Tippen leise. Die Tasten geben eine ordentliche Rückmeldung, sodass man auch längere Texte am Asus F7F bequem eingeben kann. Über das griffige Touchpad lässt sich der Mauszeiger präzise steuern. Allerdings stört bei den etwas wackligen Tasten der uneinheitliche Druckpunkt.

Mobilität: Knapp drei Stunden hält das Asus F7F im Akkubetrieb durch – recht ordentlich. Das erlaubt, zumindest in den eigenen vier Wänden den Notebook-Arbeitsplatz flexibel zu wählen. Für längere Ausflüge kommt der 3,46 Kilogramm schwere Laptop nicht in Frage.

Im Sysmark 2007 kann sich das Asus F7F vor anderen günstigen 17-Zoll-Notebooks platzieren
Vergrößern Im Sysmark 2007 kann sich das Asus F7F vor anderen günstigen 17-Zoll-Notebooks platzieren
© 2014

Fazit: Bei Rechenleistung und Ausstattung darf man vom günstigen Asus F7F nicht zu viel erwarten – für Anwender ohne besondere Ansprüche reicht aber beides aus. Display und Tastatur sind die Pluspunkte des 17-Zoll-Notebooks: Damit empfiehlt es sich als PC-Ersatz für Office-Tätigkeiten. Dabei sollte man pfleglich mit dem Asus F7F umgehen, denn seine Verarbeitung überzeugt nicht.

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