Kaspersky Lab Internet Security 8.0 2009 DE Win

05.09.2008, 09:42

Arne Arnold

Vergleichstest

Security-Tools: Mehr Tests und Fazit

Firewall: Im Firewall-Test hat Kaspersky leicht die Nase vorne, denn die Dateien von Zone Alarm ließen sich teilweise löschen, womit der Schutz aufgehoben war. Das konnte die Freeware auch nicht durch eine bessere Leistung beim Trojanerschutz ausgleichen.

Geschwindigkeit: Hier liegt Kaspersky ganz klar vor dem Freeware-Paket. Das Scannen der Platte oder das Kopieren von Daten ging wesentlich flotter als beim Freeware-Paket. Die Installation von neuen Programmen dauerte auf dem Freeware-Rechner teilweise erheblich länger.

Stabilität: Kaspersky wirkte sich im Test nicht negativ auf die Systemstabilität aus. Lediglich beim Versuch, zwei aktive Rootkits zu entfernen, kam es zum Absturz. Anders das Freeware-Paket: Unsere Testsysteme waren gelegentlich instabil. So fror Windows nach dem Start mehrmals ein, was aber nicht reproduzierbar war. Nachdem Threat Fire ein Rootkit beseitigt hatte, meldete es die Firewall Zone Alarm als bösartig und bot an das Tool zu blockieren.
Bedienung
Kaspersky lässt sich in der Version 2009 noch einmal deutlich besser bedienen als in der Vorversion. Alle häufigen und üblichen Aufgaben kann man recht einfach erledigen. Erst in der dritten Ebene, wenn es um eine genauen Konfiguration des Tools geht, wird es schwierig. Dann allerdings müssen sich selbst fortgeschrittene Anwender warm anziehen. Allerdings lässt sich das Tool auch sehr gut nutzen, ohne jemals diese Konfigurationsebene zu besuchen. Besonders gut gefällt die Firewall, die fast alle Einstellungen automatisch vornimmt. Insgesamt meldet sich Kaspersky Internet Security angenehm selten.
Das Freeware-Paket kann bei der Bedienung nicht punkten. Der Anwender muss sich auf vier komplett verschiedene Programme einlassen, die sich teilweise nur von fortgeschrittenen Anwendern bedienen lassen. So warnt etwa Zone Alarm bei nahezu jedem Netzwerkzugriff. Das führt zwar zu der guten Sicherheitsleistung (siehe oben), erschwert aber gleichzeitig die Benutzung extrem. Es besteht die Gefahr, dass viele Anwender bei einer berechtigten Warnung der Firewall oder von Threat Fire den gefährlichen Code zulassen. Entweder, weil sie sich angewöhnt haben, immer auf "Ja" zu klicken, oder weil sie die Entscheidung aus Unwissenheit treffen.

Letztlich gelingt es nur Profis, das Feeware-Paket korrekt zu bedienen. Bei gefährlichem Code kamen teilweise von drei oder sogar allen vier Programmen Warnungen. Dabei mussten die Meldungen von Zone Alarm meist zuerst bearbeitet werden, da vorher die weiteren Pop-ups keine Eingaben akzeptierten.
Die Schwierigkeiten der Konfiguration sollten Sie auf keinen Fall unterschätzen. Wenn Sie etwa mit der Firewall das Update-Modul eines der Anti-Malware-Tools blockieren, bricht das gesamte Schutzkonzept zusammen.
Fazit: 2 x gute Sicherheit, 1 x gute Bedienung

Freeware: Das Freeware-Paket aus Antivir, Threat Fire, Windows Defender und Zone Alarm hat im Test eine sehr gute Sicherheitsleistung gezeigt. Voraussetzung ist allerdings, dass sie von einem erfahrenen PC-Anwender genutzt wird. Und auch der muss sich genau mit der Vielzahl an Meldungen auseinandersetzen. Andernfalls kommt es zu falschen Eingaben, die das Sicherheitskonzept zerstören. Bedienung und Konfiguration sind nicht von Einsteigern und wenig erfahrenen Anwendern zu meistern. Zudem wird das System langsamer als bei einer guten Komplett-Suite. Stabilitätsprobleme lassen sich nicht ausschließen.
Kaspersky: Die Sicherheitsleistung von Kaspersky Internet Security 2009 war sehr gut. Angenehm ist die neue Firewall, die fast alle Entscheidungen selbst trifft. Auch die Bedienerführung gefällt gut, und die Geschwindigkeit ist hoch. Lediglich die 40 Euro pro Jahr fallen unangenehm auf.
PC-WELT-Empfehlung:

Wir haben die brandneue Kaspersky Internet Security 2009 gegen eine Hand voll Freeware-Tools antreten lassen, denn wir wollten wissen: Ist Ihr PC auch mit Freeware gut genug geschützt? Bei den Sicherheitstests schnitten beide Pakete sehr gut ab. Bei der Bedienung und der Systemstabilität hat aber Kaspersky klar die Nase vorne.
Empfehlung: Wenn Geld keine Rolle spielt oder wenn es um den PC eines wenig erfahrenen Anwenders geht, dann ist eine kostenpflichtige Sicherheits-Suite die erste Wahl. Wer sparen will, gute Computer-Kenntnisse hat und Zeit für Konfiguration und Bedienung investieren will, bekommt mit unserem Freeware-Paket eine ebenso gute Leistung.
Kaspersky Internet Security 2009
Pro:
(+) einfache Bedienung
(+) läuft stabil
Contra:
(-) teuer (jährliche Kosten)
Freeware-Sicherheits-Sammlung
Pro:
(+) kostenlos für private Nutzung
(+) Komponenten frei wählbar
Contra:
(-) schwierige Bedienung
(-) mehr Fehlalarme
(-) langsam
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