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K7 TotalSecurity

17.04.2009 | 08:00 Uhr |

K7 TotalSecurity aus Indien ist eine typische Security Suite mit Viren-Scanner und Netzwerkfirewall. Den westlichen Produkten hinkt sie jedoch noch hinterher. Weit verbreitete Viren werden nicht erkannt und der Schutz lässt sich auf einfache Weise umgehen.

Die indische Software-Schmiede K7 Computing gehört mit K7 TotalSecurity zu den Marktführern in Japan und bietet mit der englischen Fassung ihrer Software auch eine Version für den nicht-asiatischen Rest der Welt an. Der Funktionsumfang entspricht dem einer gewöhnlichen Security Suite hierzulande bekannter Hersteller. Enthalten sind ein Viren-Scanner mit Wächter, eine Firewall, E-Mail-Scanner und Spam-Filter, Identitätsschutz zur Absicherung persönlicher Daten und ein System Monitor zur Überwachung sicherheitskritischer Systembereiche.

Mit wenigen Klicks und einem Neustart ist das Programm installiert. Erkennungsraten zu gering: Unter den weit verbreiteten Viren ( www.wildlist.org ) blieben sechs Stück unentdeckt. Das Erkennen von Laufzeitpackern, einer häufig eingesetzten Technik, fällt K7 besonders schwer. Lediglich zwei Prozent der getesteten Laufzeitpacker werden unterstützt. Ungenügender Selbstschutz: Die Programmdateien der Suite können zwar nicht ohne weiteres gelöscht werden, die laufenden Prozesse der Sicherheitssoftware lassen sich hingegen problemlos beenden. Somit kann Malware, die nicht vom Scanner per Signatur identifiziert wird, sich weitgehend ungehindert im System ausbreiten.

Handhabung: Die Oberfläche ist recht schlicht gehalten und bietet dennoch viele Informationen und Einstellungsmöglichkeiten. Die Konfiguration der einzelnen Module findet in jeweils eigenen Fenstern statt, die nochmals mit Tabs unterteilt sind. Die Regelverwaltung der Firewall ist nicht sehr intuitiv gestaltet. Um den Internetzugriff für bestimmte Programme auf gewisse Dienste zu beschränken, muss sich der Nutzer über vier Fenster zum richtigen Dialog hangeln. Normale Anwender benötigen diese Funktion aber eher selten. Das Menü des Systemtray-Symbols ist überladen und unübersichtlich, insgesamt hat es mit seinen vier Untermenüs 23 Einträge. Die ausführliche integrierte Hilfe sorgt dafür, dass der Benutzer dennoch nicht überfordert das Handtuch wirft. Jede Funktion ist ausführlich beschrieben.

Fazit: K7 TotalSecurity erfüllt noch nicht die an eine Security Suite gestellten Anforderungen. Der Selbstschutz ist schlecht und die Signaturen sind zu schwach.

Alternative: G DATA Internet Security erkennt mit zwei Scan-Engines viel mehr Viren und weiß sich selbst besser zu schützen.

BEWERTUNG

Sicherheit (55%): Note 4,0
Funktionen (20%): Note 1,5
Bedienung (15%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 3,0

Anbieter:

K7 Computing

Weblink:

www.k7computing.com

Preis:

ca. 30 Euro

Betriebssysteme:

Windows 98, ME, 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 70 MB

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