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Seagate ST330013SA Pre-Sample

28.10.2002 | 14:31 Uhr |

Mit der ST330013SA stellte uns Seagate einen Festplatten-Prototypen mit Serial-ATA-Schnittstelle zur Verfügung.

Serial-ATA verspricht ab Mitte 2003 dank seiner enormen Flexibilität ein Renner zu werden, auch wenn derzeitige Festplatten die Geschwindigkeit noch nicht ausnutzen können.

Mit der ST330013SA stellte uns Seagate einen Prototypen mit Serial-ATA-Schnittstelle zur Verfügung. Neu an dieser Schnittstelle ist unter anderem, dass die einzelnen Geräte nicht mehr hintereinander an einem Kabel angeordnet werden. Die Verbindung erfolgt direkt: Jedes Gerät hat ein eigenes Kabel zu einem eigenen Controllerchip. Vorteil: Die Platten müssen nicht mehr umständlich per Steckbrücke konfiguriert werden. Auch die Kabel selbst sind einfacher in der Handhabung.

Durch die serielle Datenübertragung sind statt der bisher üblichen 40- oder 80-adrigen Kabel nur noch 2 Aderpaare nötig, die im Stecker durch insgesamt 3 Masseanschlüsse abgeschirmt werden. Das Kabel ist somit kaum größer als ein Lautsprecherkabel, sehr flexibel und darf bis zu 1 Meter lang sein. Eine Terminierung entfällt, da es sich bei Serial-ATA nicht mehr um ein Bussystem sondern um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung handelt. Der Serial-ATA-Stecker ist verpolungssicher, genauso wie der neue Stromanschluss, der etwas breiter ausfällt als der bekannte. Der Stromstecker ist jetzt allerdings 15-polig, dafür ist die Platte Hot-Plug-fähig, lässt sich also bei eingeschaltetem PC tauschen.

Serial-ATA ist unterm Strich deutlich platzsparender als das bisherige EIDE, was für eine bessere Durchlüftung des PC-Gehäuses sorgt. Noch ein Plus: Serial-ATA-Platten im 2,5-Zoll-Format haben identische Anschlüsse und lassen sich im PC künftig ohne umständliche und teure Adapter verwenden.

In unserem Testaufbau verwendeten wir den PCI-Controller SATA150 TX2 von Promise, wie die Festplatte ein Vorserienmodell, das über 2 Serial-ATA-Anschlüsse sowie 1 "alten" Ultra-IDE-Anschluss verfügt. Es liess sich problemlos ins System einbinden und benahm sich dabei wie ein "normaler" ATA-Controller. Der Test verlief insgesamt für einen Prototypen bemerkenswert reibungslos; die aktuellen Prototypplatten schaffen allerdings noch nicht die bisher mit EIDE- oder SCSI-Schnittstelle möglichen Datenübertragungsraten. Die mittlere Übertragungsrate beim Lesen lag bei 36,20 MB/s, beim Schreiben waren es 35,53 MB/s. Daraus ergibt sich eine Schnitt von 35,87 MB/s. Die mittlere Zugriffszeit lag bei 12,2 Millisekunden, das Konvertieren der AVI-Datei war in 25 Sekunden erledigt.

Technische Daten: Hersteller / Produkt: Seagate ST330013SA; Mittlere Zugriffszeit (ms): 12,2; Übertragungsraten beim Lesen / Schreiben min./mittel/max. (MB/s): 22,24 / 35,87 / 42,89; Formatierte Kapazität (MB): 28.624; Formfaktor (Zoll): 3,5; Bauhöhe (Zoll): 1; Umdrehungszahl (UPM): 7200; Cache (MB): 2; Schnittstelle: Serial-ATA-150 (max. 150 MB/s Datendurchsatz)

Hersteller/Anbieter

Seagate

Weblink

www.seagate.de

Bewertung

4 Punkte

Preis

keine Angabe (Prototyp)

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