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All Capture Enterprise 3.0

29.01.2008 | 12:06 Uhr |

All Capture nimmt Bildschirmaktivitäten in Echtzeit auf und erstellt eigene Bildschirmvideos, Tutorials und Präsentationen. Wir haben die Enterprise-Version 3.0 getestet.

All Capture nimmt Bildschirmaktivitäten in Echtzeit auf und erstellt eigene Bild-
schirmvideos, Tutorials und Präsentationen. Nach flotter Installation präsentiert sich die Software zunächst sehr übersichtlich und aufgeräumt – Startfenster oder Assistent gibt es nicht. Ein neues Projekt lässt sich einfach und schnell starten, sobald man ein paar Einstellungen vorgenommen hat. Wichtig: Man muss die Größe des gewünschten Aufnahmebereichs festlegen. Hier bietet All Capture gängige Auflösungen und „Vollbild“ zur Vorauswahl. Wer will, kann die Größe Pixel-genau definieren.

Der gewählte Bereich ist vor dem Start der Aufnahme als roter Rahmen sichtbar und lässt sich noch per Maus und Tastatur anpassen. Gut: Per Tastenkombination kann ein ausgewähltes Fenster exakt in den Rahmen eingepasst oder alternativ der Rahmen passgenau um ein Fenster gelegt werden. Das spart viel Fummel-Arbeit. Im Vorfeld wird auch die Bildrate der Aufnahme definiert. Mittels Druck auf „max. Bildrate aktualisieren“ stellt die Software fest, welche Obergrenze der verwendete PC festlegt. Im Test erreichte ein PC mit Intel Core 2 Duo E4300 hier nur magere 17 fps, ein aktuelles Turion-Notebook nur 20 – das reicht kaum für einen flüssigen Ablauf. Weiter kann man wählen, ob der Mauszeiger mit aufgenommen werden soll. Ein Zeitlimit für die Aufnahme sowie eine Startverzögerung lässt sich einstellen.

Die Aufnahmen liefen im Test ohne Probleme. Selbst bei langen Aufnahmezeiten und einer Aufnahmefläche von 1024x768 und größer war kein Leistungsabfall am Rechner zu bemerken. Auch abgespielte Videos zeichnete die Software auf. Bei schnellen Scrollbewegungen ruckelte die Aufnahme etwas, was aber akzeptabel ist. Einziges Manko: Es gelang im Test nicht, den Systemsound aufzuzeichnen. Nach der Aufnahme steht das aufgenommene Video auf der Zeitleiste bereit. Die Be-
arbeitung erfolgt auf mehreren Ebenen, die sich bei Bedarf ausblenden lassen.

Auch hier ist der Eindruck übersichtlich und die Bedienung für geübte Benutzer einfach. Auf den einzelnen Ebenen stehen Bildschirmaufnahme, Mauszeiger und weitere einfügbare Objekte wie Audiodateien, Textobjekte, Sprechblasen oder Bilder zur Verfügung. Zusätzlichen Sound nimmt die Software nur als WAV-Dateien ent-
gegen – das ist mager. Beim Einfügen von Bildern fror die Testversion gelegent-
lich ein und musste zwangsweise beendet werden. Spezialeffekte wie Spotlight oder Zoom peppen das Ganze auf und lenken den Blick des Betrachters auf das Wesentliche.

Beim Einfügen von Überblendungen, hier Frame-Effekte genannt, gab es im Test Überraschungen: Die meisten Übergangseffekte liefen nur ruckelnd ab, manchmal war nach dem Einfügen nichts von dem Effekt zu sehen, ein paar Mal blieben Teile der Überblendung viel zu lange sichtbar.

Die erstellten Bildschirmvideos benötigen wenig Platz, können aber nur in folgende Formate exportiert werden: Flash, EXE, ASF und MPEG für DVD, SVCD, VCD. Der Export geht langsam vonstatten, die ausgegebenen Videos waren enttäuschend. In allen Formaten ruckelte es deutlich, bei ASF wurden zudem die Farben schlecht wiedergegeben.

Fazit: All Capture konnte im Test nicht überzeugen. Die Software bietet eine Fülle von Funktionen, zeigte aber im Test deutliche Schwächen. Die Bedienung ist für Einsteiger nicht leicht durchschaubar.

Alternative: Screencorder 5 ( www.matchware.com ) bietet weniger Gestaltungsmöglichkeiten, ist aber leicht zu bedienen und liefert gute Videos.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 4,5
Bedienung (35%): Note 3,0
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 4,0

GESAMTNOTE:

Anbieter:

Balesio

Weblink:

www.allcapture.com

Preis:

9-Tage-Testversion gratis

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 23 MB

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