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Schutzprogramme für Unternehmen im Test

26.03.2015 | 15:38 Uhr |

Beim neuesten Zertifizierungstest unter Windows 8.1 haben sich acht Antivirusprogramme für Unternehmen dem Vergleich mit Microsofts Firmenlösung gestellt.

Das Magdeburger AV-Test Institut hat in einem zweitmonatigen Test Antiviruslösungen für Unternehmen zum Schutz von Client-PCs geprüft. Außer Konkurrenz haben die Tester auch Microsoft System Center Endpoint Protection in allen Prüfungen mitlaufen lassen, das als untere Messlatte dient. Der aktuelle Zertifizierungstest hat unter Windows 8.1 stattgefunden. Gegenüber dem vorherigen Testlauf unter Windows 7 hat sich kein Produkt um mehr als einen halben Punkt verbessert oder verschlechtert.

Die Testkandidaten werden in den Kategorien Schutzwirkung , Systembelastung und Benutzbarkeit geprüft. Zur Schutzwirkung gehört das Erkennen von Malware auf dem Rechner sowie die Abwehr von Schädlingsangriffen, etwa beim Besuch verseuchter Websites. Bei der Systembelastung messen die Tester, wie stark Kopiervorgänge und andere Festplattenoperationen durch die Schutzprogramme gebremst werden.

In die Kategorie Benutzbarkeit geht die Zahl der Fehlalarme ein, die bei Installation und Benutzung legitimer Software, bei Festplatten-Scans sowie beim Besuch harmloser Websites auftreten. In jeder Kategorie gibt es maximal sechs Punkte. Produkte, die in jeder Kategorie mindestens einen Punkt und insgesamt wenigstens 10 Punkte erzielen, erhalten ein Zertifikat.

Die Ergebnisse

Alle Testkandidaten haben die Mindestanforderungen für ein Zertifikat erfüllt – nur Microsofts Lösung wäre mangels ausreichender Schutzwirkung durchgefallen. Volle 18 Punkte hat nur Bitdefender erreicht. Die Höchstpunktzahl für die Schutzwirkung haben immerhin weitere vier Produkte erzielt: Trend Micro, Symantec, Kaspersky und F-Secure.

Die Geschwindigkeitseinbußen halten sich bei den getesteten Programmen in Grenzen. Microsofts Lösung ist dabei noch die stärkste Systembremse, Bitdefender verlangsamt Zugriffe am wenigsten. Auch die Zahl der Fehlalarme ist erfreulich gering. Kaspersky und Microsoft sind ganz ohne Fehlalarme durch die Tests gekommen, Bitdefender und Sophos haben je einmal falschen Alarm geschlagen. F-Secure mit sechs und Intel/McAfee mit vier Fehlalarmen haben sich am häufigsten geirrt.

In der Ergebnisstabelle sind die Produkte nach der letzten Spalte sortiert. In dieser sind die Punkte aus den Einzelkategorien stärker zugunsten der Schutzwirkung gewichtet (60 %). AV-Test wertet hingegen alle Kategorien gleich (vorletzte Spalte). Auf die Reihenfolge hat dies keinen Einfluss.

Punkte

gesamt mit Gewichtung

Hersteller/Produkt

Schutz

Belastung

Benutzung

1:1:1

60:20:20

Bitdefender Endpoint Security 5.3

6,0

6,0

6,0

18,0

18,0

Trend Micro Office Scan 12.0

6,0

5,5

6,0

17,5

17,7

Symantec Endpoint Protection 12.1

6,0

5,0

6,0

17,0

17,4

Kaspersky Endpoint Security 10.2

6,0

4,5

6,0

16,5

17,1

F-Secure Client Security 11.6

6,0

4,5

5,5

16,0

16,8

G Data AntiVirus Business 13.1

5,5

4,0

6,0

15,5

15,9

Intel/McAfee VirusScan Enterprise with EPO 8.8

5,0

4,5

5,5

15,0

15,0

Sophos Endpoint Security and Control 10.3

4,0

5,0

6,0

15,0

13,8

Microsoft System Center Endpoint Protection 4.6

0,0

3,5

6,0

9,5

5,7

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