Schneller Aufguss? Spaßgarant?

Left 4 Dead 2 im großen Test

Donnerstag den 26.11.2009 um 15:08 Uhr

von Petra Schmitz

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© 2014
Die Seuche! Valve schickt uns im Test zu Left 4 Dead 2 abermals gegen Zombies oder als Infizierte in den Kampf ums Überleben. Doch ist Teil 2 nur ein lauer Aufguss des Originals oder gibt’s wirklich Neues an der Zombie-Front?
Für Zombies im Versus-Modus ein schöner Anblick: Alle
Überlebenden sind mit Boomer-Galle (lila Schimmer) übergossen,
einer liegt sogar schon am Boden.
Vergrößern Für Zombies im Versus-Modus ein schöner Anblick: Alle Überlebenden sind mit Boomer-Galle (lila Schimmer) übergossen, einer liegt sogar schon am Boden.
© 2014
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Original veröffentlicht der Entwickler Valve den Multiplayer-Shooter Left 4 Dead 2. Der erste Teil des spielbaren Zombiefilms begeisterte uns im Test und viele Käufer danach durch seinen hohen Kreisch- und Schadenfreudefaktor. Doch diesmal gab's im Vorfeld reichlich Vorwürfe von Fans, man würde das gleiche Programm abermals veröffentlichen. Das stimmt im Kern auch, denn der Nachfolger macht alles genau wie der erste Teil. Nur noch eine Nummer größer und variantenreicher.

Wieder sind’s vier Überlebende, die von unzähligen Zombies vernascht werden sollen. Pardon, von unzähligen Infizierten. Left 4 Dead 2 spielt im gleichen Zeitrahmen wie der erste Teil, nur eben an anderen Orten mit anderen Helden. Die Hintergrundgeschichte bleibt allerdings so dünn wie gehabt: Irgendeine nicht näher definierte Seuche ist in den USA ausgebrochen und hat nahezu die gesamte Bevölkerung in matschbirnige Hirnfresser verwandelt. Nun gilt es für ein Trüppchen von vier Menschen, sich durch den Süden der USA nach New Orleans durchzuschlagen; angeblich einer der wenigen Orte auf der Landkarte, wo noch nicht jeder jeden annagen möchte.

Die Reise ist wie schon in Left 4 Dead in Kapitel mit jeweils vier bis fünf Abschnitten aufgeteilt, getrennt durch eine Ladesequenz in einem Schutzraum. Waren’s im ersten Teil noch vier Kapitel, sind’s nun fünf. Die können Sie wie gehabt allein an der Seite von drei KI-Begleitern erleben oder -- wesentlich spaßiger -- im Team mit drei anderen Spielern in fünf Schwierigkeitsgraden. Dieser Koop-Modus ist schon deshalb empfehlenswerter, weil Spielmechanik und Präsentation von Left 4 Dead 2 nach ein paar Abschnitten schnell dröge werden. Nur die panischen Schreie, die Warnungen und das allgemeine Aufatmen von echten Menschen, wenn mal wieder eine besonders knackige Zombie-Attacke abgewehrt wurde, machen den Titel zu einem echten Erlebnis. Das war schon beim ersten Left 4 Dead nicht anders. Ein Headset ist also Pflicht!

Im Süden der USA scheint die Seuche ein kleines bisschen anders zu sein als anderswo, das muss an den Sumpfgasen oder der genetischen Struktur da unten liegen: Statt der aus Left 4 Dead bekannten fünf Boss-Zombies gibt’s hier nämlich noch drei weitere Chef-Infizierte.

Zu den alten Bekannten Hunter, Boomer, Smoker, Tank und Witch gesellen sich noch der Spitter, der Charger und der Jockey. Der Spitter spuckt, klar. Und zwar hochgiftige Säure, die sich breitflächig auf dem Boden verteilt. Der Charger sieht aus wie der kleine Bruder vom Tank, er prescht auf seine Gegner zu, hebt sie von den Füßen und schmettert sie dann immer und immer wieder auf den Boden. Und der Jockey macht genau das, was der Name schon vermuten lässt: Er setzt sich auf den Rücken eines Überlebenden und übernimmt fast vollständig die Kontrolle über ihn. Das Opfer kann nur verzweifelt versuchen dagegen zu halten, im Regelfall wird es aber gezielt in eine Zombiehorde oder ins grüne Gift eines Spitters gelenkt - fies.

Hinweis: Dieser Test stammt von unserer Schwesterpublikation Gamestar

Donnerstag den 26.11.2009 um 15:08 Uhr

von Petra Schmitz

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