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Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ im Test

15.07.2010 | 11:11 Uhr |

Die Grafikkarte Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ zeigte die bisher beste Multimedia- und Spiele-Leistung. Der Test prüft, ob auch Lieferumfang und Umweltaspekte auf ähnlich hohem Niveau liegen.

Die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ besitzt mit zweimal DVI, Display-Port und HDMI vier digitale Video-Ausgänge
Vergrößern Die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ besitzt mit zweimal DVI, Display-Port und HDMI vier digitale Video-Ausgänge
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Besonderheit: Die Grafikkarte Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ gehört mit 18,5 Zentimetern Länge zu den kürzesten HD-5770-Grafikkarten im Test. Dafür sind die Taktraten knackig: Während die AMD-Referenz-Grafikkarte ATI Radeon HD 5770 mit einem 850-MHz-Grafikchip sowie einem Speichertakt von 1200 MHz läuft, kommt das Powercolor-Modell auf 875 respektive 1250 MHz.

Multimedia-Leistung: Die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ rechnete beim Umwandeln von hoch aufgelösten Videos auf dem Leistungsniveau der HD-5770-Konkurrenz, kam allerdings nicht mit den Formaten Divx (AVI) und VC-1 (WMV) klar. Der Videoprozessor der Powercolor-Grafikkarte entlastete die CPU beim Decodieren von 1080p-Videos hervorragend - hier setzte die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ neue Maßstäbe.

Spiele-Leistung: Die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ ist sehr gut für Spiele unter DirectX 9 und 10 bis zu einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten geeignet. Im "Unigine Heaven Benchmark" erreichte das Powercolor-Modell unter DirectX 11 allerdings nur knapp das Minimalziel von 30 Bildern pro Sekunde. Dabei waren Qualitätseinstellungen wie Tesselation und Kantenglättung nicht eingeschaltet. Gehobene DirectX-11-Grafikpracht ist mit der Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ also nur bei reduzierter Auflösung möglich.

Ausstattung: Die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ besitzt mit Display-Port, HDMI und zweimal DVI gleich vier Video-Ausgänge, über die Sie bis zu drei Monitore parallel anschließen können. Dank dem beiliegenden DVI-zu-VGA-Adapter lässt sich einer davon auch analog ansteuern. Mittels der beiden Crossfire-Buchsen können Sie die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ auch in einem Grafikkartenverbund aus bis zu vier Karten einspannen - eine Crossfire-Steckbrücke liegt dem Powercolor-Modell bei. Ein Stromadapter für Netzteile ohne PCI-Express-Stecker fehlt hingegen. Einen echten Mehrwert bietet der beiliegende Gutschein für den Rennspiel-Hit " Colin McRae: Dirt 2 ". Der Gutschein erlaubt allerdings nur den kostenlosen Download der Vollversion über die Stream-Plattform von Valve.

Umwelt & Gesundheit: Trotz der erhöhten Taktfrequenzen war der Stromverbrauch der Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ unter Last geringer als bei allen anderen HD-5770-Grafikkarten im Test. Zudem war das Betriebsgeräusch für eine Grafikkarte dieser Leistungsklasse vergleichsweise gering.

Fazit: Die Powercolor-Grafikkarte eignet sich für PC-Spieler mit 22- und 24-Zoll-Flachbildschirm, die unter DirectX 11 auf allzu hohe Qualitätseinstellungen verzichten können. Unterem Strich ist die Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ die bisher schnellste 5770er-Grafikkarte im Test, ohne dabei beim Verbrauch und der Geräuschentwicklung über die Stränge zu schlagen. Die Ausstattung ist nicht herausragend, aber solide und bringt mit "Colin McRae: Dirt 2" gleich sehr gutes Spielefutter mit.

Alternativen: Die HIS Radeon HD 5770 IceQ 5 ist nur einen Tick langsamer, dafür aber auch einen Tick besser ausgestattet und preisgünstiger.

Alle Testergebnisse zur Powercolor Radeon HD 5770 PCS+ finden Sie im Artikel "10 Grafikkarten im Test" in PC WELT, Ausgabe 8/2010. Bereits erschienene PC-WELT-Ausgaben lassen sich im Heftarchiv der PC-WELT als ePaper herunterladen.

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