47976

High-Speed-WLAN nach 802.11n

01.07.2008 | 13:45 Uhr |

WLAN-Router sind die Basis für den kabellosen Zugang ins Internet. Wir haben sechs Kandidaten des derzeit schnellsten WLAN-Standards IEEE 802.11n (Draft) unter die Lupe genommen.

Wireless-LAN, das kabellose Funknetz, basiert auf dem Industriestandard für drahtlose Netzwerkkommunikation des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE).
WLAN gibt es in verschiedenen Standards, die sich unter anderem in der Geschwindigkeit und im Frequenzband unterscheiden. Die in Deutschland eingesetzten Standards 802.11n/g/b setzen auf das 2,4-GHz-Frequenzband, während der in den USA übliche Standard 802.11a das 5-GHz-Band nutzt. Die Standards 802.11n/g/b sind zueinander kompatibel, aber inkompatibel zu 802.11a.

Die jüngste WLAN-Variante aus dem Jahr 2006 ist die derzeit schnellste. Sie meistert theoretisch Transferraten bis 600 MBit/s, wovon aktuell maximal 300 MBit/s theoretisch möglich sind. 802.11n arbeitet im 2,4-GHz-Funkband und ist abwärtskompatibel zu den Vorgängern IEEE 802.11g und –b.

IEEE 802.11n
Die jüngste WLAN-Variante aus dem Jahr 2006 ist die derzeit schnellste. Sie meistert theoretisch Transferraten bis 600 MBit/s, wovon aktuell maximal 300 MBit/s theoretisch möglich sind. 802.11n arbeitet im 2,4-GHz-Funkband und ist abwärtskompatibel zu den Vorgängern IEEE 802.11g und –b.

IEEE 802.11n nutzt ein gegenüber 802.11g verbessertes OFDM-Modulationsverfahren (Orthogonal Frequency Division Multiplex), das erhöhte Datendurchsätze bis zu 65 MBit/s je 20-MHz-Kanal vorschreibt. Durch RFID (Reduced Inter-Frame Spacing) wird zudem die Effizienz von OFDM weiter gesteigert, da Übertragungsverzögerungen abgebaut werden. IEEE 802.11n erlaubt zudem die Nutzung von bis zu vier Antennen zur gegenseitigen Verstärkung des Signals. Sie generieren so bessere Reichweiten und störungsfreiere WLAN-Verbindungen. Dank Mimo-Technik (Multiple Input Multiple Output) wird der Empfang zudem nochmals verbessert. Mimo setzt mehrere Sende- und Empfangsantennen voraus, was bei 11n gegeben ist. Darüber sind spezielle Codierungsverfahren möglich, die auch die räumliche Dimension zur Informationsübertragung nutzen. Das senkt die Fehlerrate und steigert die Datenübertragungsrate. Desweiteren setzt der neue Standard auf eine Verdoppelung des Datendurchsatzes, indem er zwei Kanäle von je 20 MHz Bandbreite nutzen kann.

Derzeit befindet sich 802.11noch in der Entwicklungsphase, WLAN-N-Geräte tragen daher in der Regel den Zusatz „11n-Pre-Standard“ oder „11n-Draft“.

IEEE 802.11g
Der Vorgängerstandard von 802.11n stammt aus dem Jahr 2003. Die maximale Brutto-Datentransferrate liegt bei 54Mbit/s. Einige WLAN-Hersteller haben Produkte auf den Markt gebracht, die die Datentransferrate von 11g verbessern: Diese Hersteller-spezifischen Verfahren lauten etwa „Turbo- Modus“ und „11g Plus“ und ermöglichen theoretische Übertragungsraten bis 128 MBit/s. 802.11g nutzt ebenfalls das 2,4-GHz-Frequenzband und setzt wie 11n auf das Modulationsverfahren OFDM.

IEEE 802.11b
Dieser betagte Standard aus dem Jahr 1999 meistert nur Datentransferraten bis zu 11 MBit/s und ist somit überholt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
47976