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Smartphones mit Turbo-Browser

03.06.2011 | 15:00 Uhr |

Wer mit dem Handy online geht, will nicht stundenlang warten, bis eine Webseite aufgebaut ist. Ein schneller Browser und ein Smartphone mit großem Bildschirm sind gefragt. Lesen Sie, mit welchem Smartphone Sie am schnellsten im Web unterwegs sind.

Sony Ericsson Xperia Arc
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© Sony Ericsson

Als das erste Handy online gehen konnte, dauerte es gut eine Minute, bis die Webseite geladen war. Heute braucht der Seitenaufbau nur noch einige Sekunden. Das liegt zum einen an immer schnelleren Prozessoren und einem verbesserten Browser. Zum anderen werden auch die Netze immer schneller. Derzeit rüsten die Netzbetreiber ihre Netze auf HSPA+ um. Damit sind Datenübertragungsraten von bis zu 21 MBit/s möglich. Parallel werden auch die neuen LTE-Netze hochgezogen.

Die Zukunft: LTE-Netze für flotte Datenübertragung

Wer in Zukunft Filme auf dem Handy sehen will, braucht größere Datenübertragungskapazitäten. UMTS/HSPA+ arbeitet mit starren Kanalrastern von 5 MHz. Mit LTE können künftig Funkkanal-Bandbreiten zwischen 1,4 und 20 MHz realisiert werden. Die maximale Downlink-Datenrate liegt bei 100 MBit/s, sofern eine Kanalbandbreite von 20 MHz bereit steht. Die maximale Uplink-Datenrate soll mit bis zu 50 MBit/s ebenfalls bei Kanalbandbreiten von 20 MHz möglich sein. Theoretisch können sogar bis zu 300 MBit/s beispielsweise beim Streamen eines Videos erreicht werden. Außerdem sollen LTE-Handys in Zukunft deutlich weniger Strom fressen als das aktuelle UMTS/HSDPA. Allerdings gibt es derzeit noch kein flächendeckendes LTE-Netz und auch noch keine Smartphones auf dem deutschen Markt, die LTE unterstützen.

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Derzeit beherrschen die meisten teuren Smartphones eine Datenrate von 10,2 oder 14,4 MBit/s beim Aufrufen einer Webseite. Normale Webseiten gelangen da binnen Sekunden auf das Handy-Display, das möglichst groß sein sollte, so dass der Spaß beim Surfen nicht begrenzt ist. Außerdem kommt es auf einen guten Browser an. Als Browser hat die Redaktion für den Test den Standard-Browser herangezogen, den das Betriebssystem Android mitliefert. 

Testssieger: Samsung Galaxy S II

Samsung Galaxy S II
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© Samsung

Das derzeit schnellste Internet-Handy kommt von Samsung und unterstützt HSPA+. Daten können neben HSPA+ (21 MBit/s) auch via WLAN im schnellen n-Standard abgefragt werden. Der Browser des Samsung Galaxy S II arbeitet extrem flott und stellt auch Flash-Seiten in ihrer ganzen Schönheit dar. Die PC-WELT-Seite war beispielsweise in 3 Sekunden komplett geladen. Und dank großem 4,3-Zoll-Super-AMOLED-Plus-Display werden die Inhalte knackig scharf und mit kräftigen, jedoch etwas blaustichigen Farben dargestellt.

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Die schnellen Ladezeiten kommen Ihnen übrigens auch zugute, wenn Sie Ihr Handy als Datenbrücke für das Notebook nutzen. USB-Tethering funktioniert auf dem Samsung Galaxy S II ebenso reibungslos wie WiFi Direct. Über diese Technik lassen sich Daten ähnlich wie per Bluetooth direkt von Handy zu Handy tauschen. Im Test war ein Video von 134 MByte Größe binnen sechs Sekunden von einem Galaxy S II auf einem anderen Galaxy S II. Doch da WiFi Direct nicht mit jedem Handy möglich ist, kann der Nutzer auch auf Bluetooth 3.0 zugreifen, um Fotos oder Videos zu übertragen.

Doch nicht nur Browser und Datenübertagung sind beim Samsung Galaxy S II erstklassig. Das Android-Smartphone ist aufgrund seines 1,2-GHz-Zweikern-Prozessors extrem schnell, insbesondere, was die Grafikleistung angeht: Daher sollten sich Gamer das Handy mal näher ansehen. Die Bedienoberfläche Touchwiz 4.0 bietet den Zugang zu einem Online-Portal für internationale Magazine und E-Books, Musik und Spiele-Apps. Auch Bild- und Videoqualität der eingebauten 8-Megapixel-Kamera im Samsung Galaxy S II sind sehr gut für ein Mobiltelefon. Doch die hervorragende Technik lässt sich Samsung bezahlen: 650 Euro ohne Vertrag sind nicht gerade billig.

Ausführlicher Testbericht: Samsung Galaxy S II

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