Schnäppchen in Weiß

Apple Macbook (MC207D)

Donnerstag den 05.11.2009 um 13:17 Uhr

von Thomas Rau

Das Apple Macbook präsentiert sich in schickem neuem Gehäuse. Es ist das günstigste Apple-Notebook auf dem Markt.
Im Test: Apple Macbook in Weiß
Vergrößern Im Test: Apple Macbook in Weiß

Testbericht zum Apple Macbook (MC207D

Apple hat jetzt auch dem günstigen Apple-Macbook-Modell ein schickes Gehäuse in nahtlosem Unibody-Design spendiert. Im Gegensatz zum Gehäuse der Macbook Pro ist es aus Kunststoff und nicht aus Aluminium. Das Gehäuse des Apple Macbook ist aber ähnlich hochwertig verarbeitet, lässt kein Knarzen hören und zeigt sich auch unter Druck verwindungssteif. Beim Unibody-Gehäuse ist der Akku fest eingebaut – ein Nachteil, denn ein Akkutausch im Apple Macbook kostet bei Apple rund 139 Euro.
Wir haben für unseren Test Windows auf dem Apple Macbook installiert, um die Ergebnisse besser mit unseren anderen Notebook-Tests vergleichen zu können. In der aktuellen Macwelt 12/2009 finden Sie den Test des Apple Macbook mit Mac OS 10.6 (Snow Leopard).
Wir mussten für den Windows-Test des Apple Macbook übrigens auf XP Pro zurückgreifen. Unser Testgerät stürzte unter Vista nämlich in unregelmäßigen Abständen ab. Laut Apple stehen fürs Macbook erst gegen Jahresende passende Windows-7-Treiber zur Verfügung: Wir konnten bei einem Kurztest mit der Windows 7 Home Premium-Edition jedoch keine Probleme feststellen.

Akkulaufzeit des Apple Macbook
Unser weißes Apple Macbook lief sehr ordentliche 6,5 Stunden im Akku-Test. Es gibt zwar viele günstigere Subnotebooks, die auf längere Laufzeiten kommen. Doch arbeiten diese meist mit den CULV-Prozessoren von Intel, die zwar sehr sparsamen aber wenig leistungsfähig sind. Das Apple Macbook hat dagegen einen Core 2 Duo P7550 an Bord: Auch im Akkubetrieb bietet das Apple Macbook damit ein deutlich höheres Arbeitstempo pro aufgenommenem Watt. Es eignet sich also besser für rechenintensive Anwendungen.
Mit 2,14 Kilogramm Gewicht ist das Apple Macbook einer der schwereren Vertreter der 13,3-Zoll-Notebooks und bringt 120 Gramm mehr auf die Waage als die Pro-Variante mit Alu-Gehäuse.

Betriebsgeräusch und Display des Apple Macbook
Beim Display des Macbook bleibt Apple dem Seitenformat 16:10 treu – anders als die meisten Notebook-Hersteller, die nur noch 16:9-Displays einsetzen. Der spiegelnde 13,3-Zoll-Bildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung stellt 1280 x 800 Pixel dar. Die Bildqualität beim Apple Macbook ist wie bei allen Notebooks von Apple sehr gut: Das Display strahlt sehr hell, liefert einen überragend hohen Kontrast und zeigt Farben kräftig und satt. Die Ausleuchtung war allerdings sehr ungleichmäßig - vor allem unten ist das Display des Apple Macbook dunkler als in der Mitte.
Das Apple Macbook blieb im Betrieb immer ruhig: Sogar wenn das Apple Macbook länger unter Last war, konnte man den Lüfter kaum hören. Im Gegensatz zu seinem Bruder im Aluminium-Gehäuse heizte sich das Apple Macbook mit Plastik-Gehäuse auch weniger stark auf der Unterseite auf.

Tempo des Apple Macbook
Das Apple Macbook erreichte im Leistungstest Sysmark 2007 115 Punkte. Das Macbook Pro 13 kam – bei weitgehend identischer Ausstattung - auf nur 97 Punkte – offenbar hat Apple also die Windows-Treiber verbessert. Für diese Preisklasse geht die Rechenleisung des Apple Macbook in Ordnung: Im Vergleich mit ähnlich ausgestatteten Windows-Laptops lag das Apple Macbook nur in solchen Tests ein wenig zurück, die in erster Linie die Festplatte belasten. Mit dem Chipsatz Geforce 9400M hat das Apple Macbook eine recht schnelle Grafikeinheit: Sie bringt ältere Spiele auch in maximaler Auflösung ruckelfrei auf den Bildschirm.

Ausstattung des Apple Macbook
Das Apple Macbook ist – verglichen mit anderen Notebooks derselben Preisklasse - nicht besonders opulent ausgestattet. Allerdings verfügt es über ein optisches Laufwerk, auf das leichte Notebooks oft verzichten. Für Netzwerkverbindungen bringt das Apple Macbook die schnellsten Schnittstellen mit: Gigabit-LAN, Bluetooth und 11n-WLAN. An sonstigen Anschlüssen gibt es aber lediglich einen Mini-Displayport, zwei USB-Ports und eine Audiobuchse, die als digitaler Audioausgang, Kopfhörerausgang sowie analoger Eingang dient.

Tastatur des Apple Macbook
Das weiße Apple Macbook hat wie die Pro-Variante ein großes multitouch-fähiges Touchpad. Die integrierten Tasten besitzen einen klaren Druckpunkt. In der Grundeinstellung unter Windows reagierte das Touchpad etwas zu sensibel. Mit der leisen und stabilen Tastatur waren wir aber sehr zufrieden.

Fazit
Auch das günstige Apple Macbook ist solide verarbeitet, hat ein elegantes Design und ein hochwertiges Display. In der Akkulaufzeit überzeugte es ebenfalls. Allerdings ist das Apple Macbook kein wirkliches Leichtgewicht. Bei den Schnittstellen hatApple wie gewohnt geknausert.

Alternativen zum Apple Macbook: Das günstigere Notebook Acer Aspire 3810T ist etwas leichter, hat aber keinen eingebauten DVD-Brenner. Es bietet außerdem eine längere Akkulaufzeit, bringt aber weniger Leistung als das Apple Macbook.

Quelle: PC-Welt

Donnerstag den 05.11.2009 um 13:17 Uhr

von Thomas Rau

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