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Grafikkarten ab 25 € im Test

13.11.2008 | 13:30 Uhr |

Günstig, aber zukunftssicher: Diese Karten ab 25 Euro besitzen viele Schnittstellen, eine akzeptable 3D-Leistung und unterstützen die HD-Wiedergabe.

Viele PCs gehen ohne leistungsfähige Grafiklogik über den Ladentisch. 3D-Spiele und Filme in High-Definition-Auflösung laufen darauf nicht. Ein zweites Display, ein Video-Beamer oder ein digitaler Bildschirm lassen sich ebenfalls nicht anschließen. Sie brauchen eine aktuelle Grafikkarte – und die muss nicht einmal teuer sein. Einsteiger- Grafikkarten sind eine gute Lösung für 17- und 19-Zoll-Monitore. Daran können Sie auch gleich zwei dieser Displays anschließen und dazu noch ein (HD-Ready-)TV-Gerät oder einen Videoprojektor. In diesem Test haben wir den Schwerpunkt auf Grafikkarten zwischen 25 und 70 Euro gelegt - die Tests finden Sie auf der nächsten Seite. Die günstigen Modelle besitzen aktuelle DirectX-10-Grafikchips und sind HD-Video-tauglich.

Genügend Schnittstellen für Bildschirme, TV, Beamer und Co.
Benötigen Sie eine Anschlussmöglichkeit für ein zweites Display, eine DVI-Schnittstelle für einen modernen TFT-Bildschirm oder eine Video-Ausgabebuchse, müssen Sie lediglich 25 Euro ausgeben – so viel kostet nämlich der Preis-Leistungs-Sieger dieses Tests (siehe nächste Seite).
VGA: Nur noch wenige Einsteiger-Grafikkarten besitzen diese veraltete Buchse. Hier können Sie Röhrenmonitore anschließen und TFT-Displays, die noch analog angesteuert werden. Digitale Flachbildschirme können daran nicht betrieben werden: Es gibt keine VGA-DVI-Adapter, die die vorhandenen analogen Signale der VGA-Buchse in die vom Monitoreingang benötigten digitalen umwandeln würden.
DVI: Neben digital angesteuerten Displays mit DVI-Eingang lassen sich an diese Schnittstelle auch analoge Monitore anschließen – über einen DVI-VGA-Adapter. Das klappt, weil bei den DVI-Buchsen der Grafikkarten zusätzlich zu den digitalen auch analoge Signale übertragen werden. Da die meisten Grafikkarten mittlerweile zwei DVI-Buchsen besitzen, können Sie problemlos zwei Displays anschließen – entweder nur analoge oder digitale oder ein gemischtes Paar. Die DVI-Buchsen aller aktuellen Grafikkarten – auch von allen Modellen dieses Tests – sind Dual-Link-fähig, sie übertragen also 7,4 GBit/s zum Monitor. Das genügt für alle HD-Video-Auflösungen und sogar für Riesendisplays mit 2560 x 1600 Bildpunkten.
S-Video (HDTV): An dieser Buchse können Sie einen analogen Bildschirm, einen Videorecorder, ein TV-Gerät oder einen Beamer anschließen.

Blu-Ray & Co.: HD-Videos flüssig wiedergeben
Videomaterial in HD-Qualität gibt es nicht nur auf Blu-Ray-Medien. Die als Restposten erhältlichen HD-DVDs sind qualitativ ebenso hochwertig, und selbst einige Videos aus dem Internet kommen in Auflösungen von bis zu 1920 x 1080 Pixeln (1080p). Zum Vergleich: Bei DVD-Videos beträgt die maximale Auflösung gerade mal 720 x 576 Bildpunkte. Das Problem der hohen Auflösung: Selbst die schnellsten Quad-Core-CPUs wären derzeit noch zu langsam, um die Videos in 1080p-Qualität ruckelfrei zu decodieren. Also muss die Grafikkarte mithelfen.
Das Filmmaterial kann in drei unterschiedlichen Formaten komprimiert worden sein: MPEG-2, MPEG-4 AVC (H.264) oder VC-1. Diese Codecs sollte Ihre Karte alle gleich gut beherrschen. Ansonsten kann es vorkommen, dass bestimmte Filme ruckeln, während andere flüssig abgespielt werden. Empfehlenswert sind AMD-Grafikkarten mit dem Zusatz „HD“ im Chipnamen sowie Nvidia-Grafikkarten ab der 9000er-Serie. Wenn Sie so eine Grafikkarte besitzen, genügt Ihnen als Prozessor schon eine günstige Doppelkern-CPU.

3D-Leistung: Der Einstieg in virtuelle Welten
Mit Grafiklösungen, die in den Chipsatz integriert sind, kommen Sie nicht weit. Selbst bei Auflösungen unter 1280 x 1024 Pixeln werden Sie bei aktuellen 3D-Titeln höchstens eine Diashow zu sehen bekommen. Weiterer Nachteil: Wenn Sie Ihren Monitor mit weniger Bildpunkten versorgen, als er nativ darstellen kann, werden Kanten unscharf oder das Bild zeigt Artefakte, also Pixel-Blöcke. Mit den hier getesteten Grafikkarten laufen alle 3D-Titel in Auflösungen von bis zu 1280 x 1024 Bildpunkten flüssig. Sie sind somit für 15-, 17- und 19-Zoll-TFT-Bildschirme hervorragend geeignet. Je nach Grafikchip können Sie nicht nur die passende Auflösung bei niedriger Bildqualität genießen, sondern sogar zusätzliche Effekte aktivieren.

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