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LG GD880 mini im Test

20.07.2010 | 09:22 Uhr |

Kleine Handys bieten meist nur kleine Displays: LG hat dieses Gesetz auf den Kopf gestellt. Das LG GD880 mini punktet mit großem Bildschirm und anständiger Ausstattung. Hier lesen Sie den Test.

LG Electronics GD880 mini: Testbericht

Großes Display für das kleine Handy: LG GD880 mini
Vergrößern Großes Display für das kleine Handy: LG GD880 mini
© xyz xyz

Handyhersteller LG ist derjenige unter den Handy-Bauern mit der größten Design-Kompetenz. Das haben die Koreaner auch beim LG GD880 mini wieder bewiesen. Hochwertig wirkt das Handy durch die seitlichen Metallblöcke. Zudem wird die Öffnung für die microSD-Karte mit einem Metallschieber geschützt. Das sieht edel aus und ist sehr angenehm zu bedienen. Auch die Oberkante, in der Lautsprecher und Front-Kamera stecken, ist aus robustem Aluminium. Nur Rückseite und Fuß des LG GDS880 mini bestehen aus Kunststoff. Hier sind die Antennen für eine gute Empfangsqualität verbaut.

Seitenansicht: Metalverblendung und Schiebeverschluss für microSD-Karten
Vergrößern Seitenansicht: Metalverblendung und Schiebeverschluss für microSD-Karten
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Der Ehrentitel "Mini" ist wohlverdient. Obwohl der Touchscreen verhältnismäßig groß ausgefallen ist, braucht das LG GDS880 mini selbst kaum Platz in der Tasche. Der Trick: Unterhalb des kratzfesten Displays finden sich keine Menüknöpfe a la iPhone, die Platz rauben.

Das Display des LG GDS880 mini reagiert ordentlich auf jede Berührung. Man scrollt flüssig durch längere Listen, allerdings wäre ein wenig mehr Tempo beim Durchrollen wünschenswert. Das Zoomen mit zwei Fingern ist ohne Probleme möglich.

Hingerissen waren wir im Test von der Schärfe der Darstellung. Das ist jedoch kein Wunder, schließlich bietet der Touchscreen des LG GDS880 mini eine Auflösung von 854 x 480 Pixel. Das ist Spitze - auch im Vergleich zu anderen Mobiltelefonen der Oberklasse.

Bedienung: S-Class
Eine Stärke des LG GDS880 mini sind die umfangreichen Möglichkeiten, die drei Startbildschirme nach persönlichen Vorlieben zu gestalten. Dafür sorgt LGs Bedienoberfläche S-Class. Sie bietet verschiedene Widgets für Kalender, Geburtstage oder das Wetter. Apps zum Herunterladen wie für das iPhone gibt es aufgrund des proprietären Betriebssystem nicht.

Facebook und Twitter bietet das LG GDS880 mini als Programm-Icons und als Widget an. Damit ist schneller Zugriff auf die sozialen Netzwerke garantiert. Ein Social-Network-Feed sorgt zudem für automatische Aktualisierungen der beiden Programme auf dem Start-Bildschirm. Das hat im Test gut geklappt.

Webvergnügen
Ob per WLAN oder via HSDPA - der Nutzer ist mit dem LG GDS880 mini nicht ganz so flott im Internet unterwegs wie mit einem Android-Handy oder dem iPhone. Per WLAN braucht eine Nachrichtenseite knapp 10 Sekunden, mit HSDPA zwei bis drei Mal so lang. Flash unterstützt der Browser nicht. Immerhin: Wer lieber mit dem Laptop surft, kann das LG GD880 mini via USB als Modem anschließen.

Virtuelle Tastatur
Beim Tippen auf dem Touchscreen verzweifelt man mit dem LG GDS880 mini immer mal wieder. Gibt man zum Beispiel eine Webadresse in die Browserleiste ein, muss man manchmal ganz stark drücken, bis der Buchstabe akzeptiert wird. Dann wieder reicht ein sanftes Antippen. Wer das LG GDS880 mini im Querformat hält, wird ebenfalls enttäuscht: Die einzelnen Tasten sind so winzig, dass man häufig daneben tippt, insbesondere wenn man mit zwei Daumen schreibt.

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