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Linksys WRT160N

13.06.2008 | 10:00 Uhr |

Das soll ein Router sein? Der Linksys WRT160N sieht mit seiner spiegelnden Klavierlackoberfläche eher aus wie Mini-PC. Doch der 11n-Router machte auch im Test einen guten Eindruck.

Der Trend zum wohnzimmerfreundlichen Router spiegelt sich im Linksys WRT160N wieder: Statt eine graue Kisten mit Antennenstummeln ist der 11n-Router ein stylishes Gerät mit geschwungenen Formen, das man auch ins Designer-Regal stellen kann, ohne sich vor netzwerkunkundigem Besuch schämen zu müssen. Die beiden Antennen des Linksys WRT160N sitzen nämlich im Gehäuse. Und die Netzwerk-Profis unter Ihren Bekannten werden lobend den Cisco-Schriftzug zur Kenntnis nehmen, der etwas kleiner auf dem Router prangt – die große Mutter wirbt so mit ihrer Netzwerk-Kompetenz für die Consumer-Tochter. Der Router ist kompatibel nach Version 2.0 des Vorstandards für 802.11n und trägt auch das entsprechende Logo der Wi-Fi-Alliance.

Tempo: Im Test überzeugte der Linksys WRT160N vor allem im Test über die lange Distanz. Über 20 Meter schaffte er sehr gute 66 Mbit/s – sowohl mit dem herstellereigenen Adapter Linksys WPC300N als auch gegen ein Centrino-Notebook mit Intels 11n-Modul 4965AGN. Aber auch über drei und zehn Meter maßen wir überdurchschnittliche Transferraten, wobei er sich besonders gut mit dem 11g-Centrino-Notebook verstand.

Sicherheit: Der Linksys WRT160N unterstützt WPS (Wi-Fi Protected Setup). Damit lässt sich per Druck auf den Knopf am Router-Gehäuse eine verschlüsselte WLAN-Verbindung aufbauen. Im Auslieferungszustand ist WPS aber nicht aktiviert. Auch Universal Plug’n’Play hat Linksys standardmäßig aktiv gesetzt – für den Anwender bequem, aber nicht ohne Risiko. Ebenso müssen Sie selbst daran denken, das Standard-Passwort für das Konfigurationsmenü zu ändern. Positiv sind die recht umfangreichen Filtermöglichkeiten für die Firewall sowie die Möglichkeit, WLAN-Clients, die am Router hängen, die Verbindung untereinander zu untersagen – interessant für Gästezugänge oder öffentliche Hot-Spots. Mit an Bord sind Sicherheitsoptionen wie MAC-Adress-Filter, Ping-Blocker und das Abschalten der Netzwerkkennung. Der Fernzugriff ist standardmäßig nicht aktiv: Er lässt sich bei Bedarf auf eine bestimmte IP-Adresse begrenzen oder per https-Verbindung schützen.

Handhabung: Mit dem komfortablen Einrichtungsassistent auf CD schließen auch Netzwerkneulinge den WRT160N fix an. Recht hilfreich sind auch das deutsche PDF-Handbuch auf CD und die deutsche Menüoberfläche des Routers. In Kleinigkeiten – zum Beispiel bei der Kanalauswahl – widersprechen sie sich aber. Das Menü ist übersichtlich und sinnvoll gegliedert, Änderungen übernimmt der Router sehr schnell. Größere Probleme hatten wir im Test mit der Software des WLAN-Adapters Linksys WPC300N: Sie lief erst nach einem Update von der Hersteller-Webseite stabil.

Ausstattung: Der Linksys WRT160N bietet nicht viel mehr als die klassischen Router-Schnittstellen wie 4-Port-Switch mit Fast-Ethernet-Geschwinidgkeit sowie einen WAN-Port und einen Reset-Knopf. WDS (Wireless Distribution System) unterstützt er nicht.

Ergonomie: Bei der Leistungsaufnahme war der Linksys WRT160N recht zurückhaltend. Bei Datentransfers gönnte er sich 7,9 Watt, ohne Übertragung zeigte das Messgerät 5,3 Watt.

Fazit: Der Linksys WRT160N überzeugte mit überdurchschnittlichem Tempo in allen Testszenarien. Er eignet sich daher für gemischte 11n/11g-Netzwerke und WLANs, in denen größere Strecken überwunden werden müssen. Vor allem Einsteiger werden gut mit ihm zurecht kommen. Außerdem ist er sehr günstig.

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