Schenker FL 90 Deluxe

Freitag, 24.08.2007 | 11:00 von Thomas Rau
Tempo ist Trumpf beim Schenker FL90 Deluxe: Dafür bürgen ein Core 2 Duo mit 2,4 GHz und eine Geforce 8600M GT. Im Test muss sich das Notebook aber auch in anderen Kriterien beweisen.

Tempo: Schenker setzt den Core 2 Duo T7700 mit 2,4 GHz ein. Der rennt zwar richtig, ist in den meisten Tests aber kaum schneller als ein T7500 oder sogar ein T7300. Besonders bei Mehrkern-Anwendungen kann er nicht seine ganze Power auf die Straße bringen - was scheinbar an Windows XP liegt: In dieser Disziplin schneiden zum Beispiel im Cinebench wie auch im CPU-Teil des PC Mark 05 Notebooks mit Windows Vista besser ab. Dafür kann das Schenker FL90 Deluxe in den meisten 3D-Tests die Vista-Konkurrenz abhängen: Der Geforce 8600M GT bringt es beispielsweise im 3D Mark 06 auf 3113 Punkte. Auch in den Systemtests liegt das Schenker-Notebook weit vorne: Dafür sorgt die extrem schnelle Festplatte.

Ausstattung: Die Festplatte von Samsung ist nicht nur schnell, sondern bietet mit 250 GB auch jede Menge Platz. Auch die restliche Ausstattung des Schenker FL90 Deluxe liegt auf hohem Niveau: Unter anderem finden sich am Gehäuse vier USB-Ports, ein Expresscard-Steckplatz, eine Web-Cam und - recht ungewöhnlich für ein Spiele-Notebook - auch ein Fingerprint-Scanner. Ein digitaler Anschluss für einen externen Monitor fehlt allerdings. Unserem Testgerät lag übrigens eine falsche Treiber-CD bei - sie enthielt nur Treiber für die 64-Bit-Versionen von Vista.

Ergonomie: Gegen den Trend - Schenker verwendet im FL90 Deluxe ein mattes Display. Dennoch liegt die mittlere Helligkeit mit 175 cd/m2 hoch, die Leuchtdichte ist extrem gleichmäßig über den Bildschirm verteilt. Für Farbwiedergabe und Kontrast ermittelten wir sehr gute Messwerte - insgesamt ein klasse Display. Dafür patzt das Schenker FL90 Deluxe ein wenig beim Betriebsgeräusch: Unter Last ist es mit maximal 1,5 Sone deutlich hörbar.

Mobilität: Schenker versah unser Testgerät mit einem mächtigen 9-Zellen-Akku (80 Wh) - so lief es fast 3,5 Stunden ohne Netzstrom. Dabei verbrauchte es knapp 24 Watt, was angesichts der stromhungrigen Komponenten akzeptabel ist. Allerdings wiegt das FL90 Deluxe über drei Kilogramm, hinzu kommen 540 Gramm für das Netzteil. Das Notebook sollte deshalb vor allem als PC-Ersatz zum Einsatz kommen.

Handhabung: Links neben der Tastatur finden sich beim vom taiwanischen Hersteller Compal stammenden Gehäuse, das Schenker für das FL90 Deluxe nutzt, zwei Sondertasten für Spezial-Funktionen. Eine soll den Akku schneller laden, die andere versorgt einen USB-Port auch dann mit Strom, wenn das Notebook ausgeschaltet ist: So lassen sich USB-Peripherigeräte, zum Beispiel MP3-Player, direkt am Notebook aufladen. In unserem Test funktionierte dies allerdings nur bei einigen Flash-MP3-Playern, Musikspieler mit Festplatte ließen sich nicht über die USB-Buchse aufladen. Die Tastatur bietet ein sehr deutliches Tasten-Feedback und ist beim Schreiben leise. Das Feld des Touchpad fanden wir allerdings zu klein für die hohe Displayauflösung, außerdem störte an den lauten Touchpad-Tasten, dass sich ihr Druckpunkt deutlich unterschied, je nachdem, ob man sie auf der äußeren oder inneren Seite bediente.

Verarbeitung: Das Gehäuse knarzte deutlich hörbar, wenn man es anhob. Auch die Gehäuseunterseite reagierte sehr schnell auf Druck und wirkte wenig stabil. Dafür ist der Displaydeckel in schicker Klavierlackoptik solide. Schenker verzichtet beim FL90 Deluxe auf einen mechanischen Verschlussmechanismus - ein Magnet hält den Deckel auf dem Gehäuse.

Fazit: Hohes Tempo, eine ordentliche Ausstattung und ein sehr gutes Display zeichnen das Schenker FL90 Deluxe aus - gute Qualitäten für einen PC-Ersatz. Seine Verarbeitung überzeugt dagegen nicht, auch der Preis ist ziemlich üppig - die ähnlich schnellen Notebooks Asus G1S und Zepto Znote 6625WD sind deutlich günstiger.

Freitag, 24.08.2007 | 11:00 von Thomas Rau
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