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Sony Ericsson C905 im Test

13.11.2009 | 10:12 Uhr |

Mit 8 Megapixel Auflösung zählt das Sony Ericsson C905 zur Königsklasse der Fotohandys. Ob die intelligente Kamera-Technik noch Wünsche offen lässt, verrät der Test.

Mit dem Sony Ericsson C905 bringt der Handy-Hersteller sein erstes Kamera-Handy mit Slider-Mechanik. Die Vorgänger waren noch in Riegelform. Schiebe-Handys sind immer etwas dicker - und so ist auch das Sony Ericsson C905 ist nicht gerade ein schlankes Handy. Doch trotz 18 Millimeter Dicke und knapp 150 Gramm Gewicht sieht das Gerät keinesfalls plump aus. Die gummierte Oberfläche, die abgerundeten Ecken und die Schutzlinse zum Wegschieben aus gebürstetem Aluminium, die die Kamera schützt, lenken geschickt von der Größe des Sony Ericsson C905 ab.

Sony Ericsson C905: Gute Optik, kleine Tasten

Etwas getrübt wird der positive Eindruck des Sony Ericsson C905 von den Tasten. Die Schnellzugriffe unter dem Display, insbesondere die grüne und die rote Hörertaste, sind etwas klein geraten. Der Druckpunkt der Ziffern ist ungleichmäßig definiert, zudem hat der Slider einen Tick zu viel Spiel. Und auch das Display hätte größer ausfallen dürfen: 2,4 Zoll sind für ein Kamera-Handy schon untere Grenze.

Schön bedienen lassen sich die Lautstärketasten und der Auslöser für die Kamera am rechten Gehäuserand. Praktisch sind auch die Umschalttaste von Foto- auf Videokamera und der Zugang zur Bildergalerie. Er befindet sich zwischen Lautstärkeregelung und Auslöser. Auf der linken Seite findet sich der gut zugängliche Speicherkartenschacht. Er schluckt das Sony-eigene Speicherformat Memory Stick Micro. Micro-SD-Karten akzeptiert das Sony Ericsson C905 nicht.

Ausstattung des Sony Ericsson C905: Für Perfektionisten

Das Kamera-Handy von Sony Ericsson ist mit allen Funktionen ausgestattet, die man von einem Highend-Gerät erwarten darf. Über WLAN oder HSDPA kann der Nutzer schnell im Internet surfen. Per DLNA oder via TV-Ausgang lassen sich Fotos und Videos auf einem Fernseher präsentieren.

Für die Ortung sorgt ein A-GPS-Empfänger, der neben den Satelliten-Infos auch das Mobilfunknetz nutzt. Im Test hat das Sony Ericsson C905 innerhalb einer Minute den Standort ermittelt und auf Google Maps angezeigt. Wer sich von A nach B leiten lassen will, greift auf die Navi-Software Wayfinder zurück. Doch Vorsicht: Sony Ericsson hat nur eine Testversion bereitgestelt. Auch das Personal Information Management ist tüchtig: Ein Organizer übernimmt zuverlässig die Terminplanung. Zudem lassen sich To-Do-Listen und Alarme anlegen oder E-Mails auf dem Handy empfangen und beantworten.

Ein Kritikpunkt ist dem Betriebssystem geschuldet: Sony Ericsson setzt beim C905 auf eine proprietäre Benutzeroberfläche. Zusätzliche Software kann der Nutzer kaum herunterladen, lediglich Java-Anwendungen lassen sich installieren. Immerhin ist die Menüoberfläche eingängiger strukturiert als beim Nokias N86, einem Foto-Handy mit 8-Megapixel-Kamera, das unter Symbian S60 läuft.

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