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Samsung Galaxy S8 - Preis, Release, Gerüchte

27.09.2016 | 09:20 Uhr |

Das Samsung Galaxy S8 - Codename: Project Dream - besitzt mit Smart Glow einen pfiffigen Leuchtring um die Linse der Dual-Hauptkamera. Ein Snapdragon 830 treibt das Smartphone an. Faltbar dürfte der Touchscreen wohl nicht sein, aber vielleicht gibt es ihn nur noch in der abgerundeten Version. Alle Gerüchte zum nächsten Top-Android-Smartphone von Samsung.

Erscheinungstermin und Verkaufsstart des Galaxy S8

Bis zum Note-7-Rückruf gingen Marktbeobachter davon aus, dass das S8 wieder im Umfeld des Mobile World Congress 2017 in Barcelona (MWC) erscheinen würde, also im ersten Quartal 2017. Einige gingen sogar so weit und sagten das Datum ziemlich genau vorher. Denn an den Launch-Terminen der Samsung-Top-Androiden in den letzten Jahren erkennt man, dass Samsung das jeweils neueste Galaxy-S-Modell immer einen Tag vor dem Start des MWC am Sonntag vorgestellt hat. Demnach dürfte Samsung das Galaxy S8 wohl am Sonntag, den 26. Februar 2017 vorstellen - einen Tag vor dem Start des Mobile World Congress in Barcelona. Der Verkauf dürfte dann im März 2017 beginnen.

Das war der Stand bis zum Note-7-Rückruf.

Das Desaster um explodierende und brennende Samsung-Smartphones lässt die Analysten umdenken: Samsung könnte das Galaxy S8 nun früher als geplant in den Verkauf bringen.

Laut der südkoreanischen Zeitung The Korean Herald dürfte die Profitabilität der Mobile-Sparte von Samsung erheblich leiden, wenn Samsung das S8 erst am Vorabend des Mobile World Congress vorstellt und dann im Lauf des März 2017 den Verkauf startet. Samsung bräuchte das S8 dringend, um die Umsatz- und Gewinnausfälle durch den Note-7-Rückruf wenigstens einigermaßen zu kompensieren. Für Samsung könnte es gewinnversprechender sein, sich gleich auf das Galaxy S8 zu konzentrieren statt noch viel Zeit, Geld und Aufwand darauf zu verwenden, die Verkäufe des angeschlagenen Note 7 zu stützen. Einen konkreten Termin für den vorgezogenen Verkaufsstart nannten die Analysten aber noch nicht.

Dieser Screenshot von Weibo nennt technische Daten und Preise. Nicht alle Angaben erscheinen glaubhaft.
Vergrößern Dieser Screenshot von Weibo nennt technische Daten und Preise. Nicht alle Angaben erscheinen glaubhaft.
© http://photo.weibo.com/2554757470/talbum/detail/photo_id/4023633192578577

Gegen den vorgezogenen Verkaufstart spricht aber ein Screenshot, der auf Weibo veröffentlicht wurde. Als Erscheinungsdatum nennt diese Quelle den April 2017, was nicht zu den bisherigen Gerüchten passt und uns unwahrscheinlich erscheint.

Modellnummern und Codenamen

Für das Galaxy S8 kursieren die Modellnummern SM-G950 und SM-G955. Der Unterschied soll in der Größe des Bildschirms liegen (5,1 und 5,5 Zoll). Beide Male soll es sich aber um Edge-Displays handeln, die über die Ränder hinausgezogen sind. Die internen Codenamen sollen zudem Dream und Dream2 lauten. Die Seite TechUpdate nennt ebenfalls als Codenamen Dream (Modellbezeichnung: SM-G950) und Dream 2 (Modellbezeichnung: SM-G955).

Preis

Der Preis für das Samsung Galaxy S8 ist noch völlig unbekannt. Der Vorgänger des S8, der derzeit das aktuelle Top-Smartphone von Samsung ist, nämlich das Galaxy S7, kostete zum Start 699 Euro (UVP), für das Galaxy S7 Edge wurden 799 Euro (UVP) fällig. Wobei die Straßenpreise mittlerweile deutlich niedriger sind, wie unser Preisvergleich beweist.

Ein auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo veröffentlichtes Foto nennt 850 Dollar beziehungsweise 775 Euro als Preis für das Galaxy S8. Speziell nach dem Note-7-Desaster erscheint uns dieser Preis als etwas zu hoch.

Kein 3,5-mm-Lautsprecheranschluss?

Bis vor kurzem gingen Beobachter davon aus, dass Samsung USB-Typ-C als Anschluss im S8 verbauen wird (im S7 ist noch microUSB vorhanden). Die Webseite 9to5google spekuliert nun aber darüber, dass Samsung dem Vorbild von Apple beim iPhone 7 folgen und auf die 3,5-Zoll-Klinkenbuchse am Galaxy S8 verzichten könnte. Dazu passt, dass Samsung dabei sein soll einen eigenen Lautsprecheranschluss zu entwickeln. Technische Details drangen aber noch nicht an die Öffentlichkeit.

Samsung soll bei diesem Vorhaben die Unterstützung der anderen Hersteller von Android-Geräten suchen. Offensichtlich hofft Samsung, dass für die Hersteller von Smartphone-Kopfhörern der viel größere Android-Markt spannender als der zahlenmäßig kleinere iPhone-Markt sein könnte und die Zubehör-Produzenten ihre neuen Kopfhörer deshalb früher oder mit einer größerem Modellvielfalt für den neuen Anschluss an den Android-Geräten auf den Markt bringen könnten. Das iPhone mit seinem Lightning-Anschluss hätte in diesem Fall das Nachsehen.

Prozessor: Snapdragon 830 und Exynos 8895

Im Samsung Galaxy S7 und S7 Edge liefern entweder ein Samsung-eigener Exynos-8890-Prozessor oder ein von Qualcomm eingekaufter Snapdragon 820 die Rechenleistung. Letzteren verbaut Samsung in den S7-Modellen, die in Nordamerika verkauft werden.

Qualcomm entwickelt aber bereits den Nachfolger des Snapdragon 820, den Snapdragon 830, kurz als SD 830 bezeichnet. Als Codename für den Snapdragon 830 nennt der chinesische Analyst Pan Jiutang die Bezeichnung „msm 8998“, wie Gforgames berichtet. Dieser Chip beziehungsweise korrekter das System-On-a-Chip (SoC) mit dem Snapdragon 830 dürfte der Prozessor des Samsung Galaxy S8 werden, wie Marktbeobachter vermuten. Ähnlich wie beim Galaxy S7 könnte Samsung aber nicht nur ausschließlich diesen Chip verbauen.

Zum Prozessor, der das Galaxy S8 antreiben soll, berichtet phonearena nämlich, dass sich dabei angeblich um einen Exynos 8895 SoC (Codename: Kanchen) mit 3 GHz Taktrate handeln soll. Im Benchmark Geekbench soll dieser Chip im Single-Core-Test 2.301 Punkte sowie im Multi-Core-Test 7.019 Punkte erreichen. Der Leistungszuwachs dürfte besonders für die Bereiche Fotografie und Videoaufnahme und die dazu gehörigen Bearbeitungs-Apps auf dem Smartphone von Vorteil sein. Bei der Bildbearbeitung soll dieser Chip um rund 70 Prozent schneller als das Vorgängermodell sein.

Die Energieaufnahme des Exynos 8895 soll maximal 5 Watt betragen. Der Chip soll im 10 nm-Verfahren produziert werden, wie Marktbeobachter vermuten.

Die Seite TechUpdate nennt basierend auf einem auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo veröffentlichten Screenshot folgende technische Daten für die beiden mit den Codenamen Dream (Modellbezeichnung: SM-G950) und Dream 2 (Modellbezeichnung: SM-G955) bezeichneten S8-Varianten: 5.2-Zoll-4K Display mit 4096 x 2160   Pixel Auflösung und Corning Gorilla 5. Ein Snapdragon-8-Kern-Prozessor mit 3,2 GHz, der auf 6 GB Arbeitsspeicher zugreifen kann. 64 GB oder 128GB interner Speicher, der erweiterbar um sogar zwei (!) microSD-Karten sein soll.

10nm-Verfahren, 8 GB RAM, 256 GB Speicher

Der vermutlich im 10nm-Verfahren gefertigte Snapdragon 830 soll im Jahr 2017 erscheinen. Er soll bis zu 8 GB RAM unterstützen, wie verschiedene US-Medien unter Berufung auf Postings in dem chinesischen Netzwerk weibo berichten. Das wäre deutlich mehr Arbeitsspeicher als Smartphone-Prozessor bisher unterstützen; das aktuelle S7 besitzt beispielsweise nur 4 GB RAM. Bei den Fertigungsverfahren ist bisher 14 nm das Optimum.

Qualcomm will die zu Grunde liegende Kryo-Architektur natürlich wieder in Sachen Leistung und Stromverbrauch verbessern.

Einige Beobachter rechnen sogar mit 256 GB internem Speicher. Apple hat das beim iPhone 7 bereits vorgemacht.

Kameras: Dual-Kamera mit Super-Sensor

Samsung arbeitet daran, die Kamera seines Top-Androiden zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal von anderen leistungsstarken Smartphones zu machen. Beim Samsung Galaxy S7 hatte Samsung zum Beispiel die Pixelzahl von 16 MP (Samsung Galaxy S6) und 12 MP gesenkt, um größere Pixel mit mehr Bildinformationen zu bekommen, die bessere Fotos ermöglichen. Zudem verbaute Samsung im S7 erstmals einen Dual-Pixel-Sensor. Damit soll die Kamera des S7 speziell bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Fotos schießen.

Diesen Weg setzt Samsung fort. Laut einem Bericht von photorumors.com entwickelt Samsung einen neuen besonders leistungsfähigen Kamera-Sensor für Smartphones. Der neue Kamerasensor soll 1/1.7 Zoll groß sein und eine Offenblende von f/1.4 besitzen. Er dürfte Aufnahmen mit 18 bis 24 MP ermöglichen. Zum Vergleich die Werte der 12-MP-Kamera des aktuellen Samsung Galaxy S7: 1/2,5-Zoll-Sensor und eine Offenblende von f/1,7.

Ob der neue 1/1.7-Zoll-Sensor bereits im Samsung Galaxy S8 verbaut wird, erscheint aufgrund der nötigen Entwicklungszeit eher unwahrscheinlich. Im S8 dürfte stattdessen der von Samsung ebenfalls neu entwickelte 1/2.3-Zoll-Sensor verbaut werden.

Eine chinesische Technik-Seite wiederum berichtet, dass es sich bei der rückseitigen Hauptkamera des S8 um eine Dual-Kamera handeln soll. Also um eine Kamera mit zwei Kamera-Linsen oder vielleicht sogar mit zwei kompletten Sensormodulen. Die Webseite beruft sich dabei auf Insider-Informationen.

Samsung soll demnach die Dual-Kamera selbst produzieren. Damit würde Samsung mit Apple auf Augenhöhe bleiben. Denn Apple will in das kommende iPhone 7 Plus Gerüchten zufolge ebenfalls eine Dual-Kamera verbauen, die wiederum LG Innotek liefern soll.

Das übersetzte Posting auf weibo
Vergrößern Das übersetzte Posting auf weibo
© http://weibo.com/5673255066/E5UoJsITb?from=page_1005055673255066_profile&wvr=6&mod=weibotime&type=comment

Mittlerweile verstärken sich die Gerüchte um die Dualkamera: Die Smartphone-Nachrichtenseite Phonearea will aus einem Posting in dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo erfahren haben, dass das Galaxy S8 an der Rückseite eine Dualkamera bekommen soll, die aus einer 12-MP- und einer 13-MP-Linse besteht. Die 12-MP-Linse soll Samsung selbst produzieren, sie soll technisch der 12-MP-Kamera des aktuellen S7 entsprechen. Die 13-MP-Linse soll dagegen von Sony stammen

Außerdem soll eine neue Frontkamera mit 8 MP verbaut werden. Samsung soll in die Frontkamera auch einen Iris-Scanner integrieren, wie er schon aus dem Note 7 bekannt ist.

Spektakulär lesen sich die Angaben zu den Kameras des S8, die ein Screenshot auf der chinesischen Social-Media-Seite Weibo nennt: Angeblich 30 MP bei der Hauptkamera, die als Dualkamera umgesetzt sein soll, und 9 MP bei der Frontkamera.

Bildschirm und Größe: Faltbares Display für Galaxy S8?

Wie die Tageszeitung Koreanherald unter Berufung auf Marktforscher berichtet, soll das Samsung Galaxy S8 vermutlich einen 5,5 Zoll großen 4K-UHD-Touchscreen (3840 × 2160 Pixel Auflösung) bekommen. Die Pixeldichte soll 806 ppi betragen. Zum Vergleich: Im aktuellen Galaxy S7 verbaut Samsung einen 5,1 Zoll großen QHD-Bildschirm mit 1440x2560 Bildpunkten. Das S7 Edge wiederum besitzt einen 5,5 Zoll großen QHD-Touchscreen. Die Pixeldichte beträgt 576 ppi (S7) und 534 ppi (Edge).

Galaxy S8 nur mit an den Rändern gekrümmten Bildschirm?

Samsung plant laut einem Bericht von Korea Herald offensichtlich das Galaxy S8 ausschließlich mit einem Edge-Display auszuliefern. Also mit einem Touchscreen, der an den Rändern nach hinten gebogen ist. Der Grund: Beim aktuellen Galaxy S7 würde sich die Edge-Variante deutlich besser als das S7 ohne abgerundetes Display verkaufen. Den gekrümmten Bildschirm will Samsung laut Korea Herald zum Kennzeichen seines Premium-Smartphones machen.

Samsung soll sich von dem Edge-Display-Panel bereits Stückzahlen in ausreichender Menge in den Größen 5,1 Zoll und 5,5 Zoll gesichert haben. Die Displays kommen aus dem eigenen Haus, nämlich von Samsung Display. Das Gehäuse soll es in den Farben Blau, Schwarz. Gold und Weiß geben.

VR-Anwendungen im Fokus und Daydream-kompatibel

Samsung will den Bildschirm vor allem deshalb vergrößern und schärfer machen, damit VR-Anwendungen im Zusammenspiel mit dem S8 eine bessere Bildqualität bieten können. Denn viele VR-Brillen wie beispielsweise die Samsung Gear VR müssen mit dem Smartphone gekoppelt werden. Das Galaxy S8 würde dann Samsungs erstes Samrtphone mit 4K-VR-Bildschirm.

Das Galaxy S8 soll zertifiziert für Googles Android-Daydream-VR-Standard sein.
Vergrößern Das Galaxy S8 soll zertifiziert für Googles Android-Daydream-VR-Standard sein.
© Google

Das S8 soll zudem zertifiziert für Googles Android-Daydream-VR-Standard sein. Google integriert in Android 7 alle für die Entwicklung von VR-Anwendungen notwendigen Schnittstellen unter dem Namen Daydream. Alle Smartphones, für die Android 7 verfügbar sein wird, werden damit auch bereit für VR-Apps sein. Zusätzlich hat Google auf der Google I/O 2016 mit Daydream auch ein Referenzdesign für ein komfortabel zu tragendes VR-Headset und einen VR-Controller vorgestellt. Dieses Referenzdesign dürfen alle Smartphone-Hersteller verwenden, um ihre Smartphones mit VR-Brillen und -Controller auszuliefern. Der VR-Controller ist klein und handlich und erkennt auch die Lage und Position der Hand des Anwenders. Eine besonders bequeme Navigation in der VR-Umgebung soll so möglich sein. Daydream wird ab Herbst 2016 verfügbar sein.

Samsung wäre damit zwar nicht der erste Smartphone-Hersteller mit einem 4K-Bildschirm - Sony hatte 2015 mit dem Z5 Premium bereits ein 4K-Smartphone vorgestellt – doch im Duell mit Apple hätte Samsung die Nase vorn.

Der Bildschirm des S8 soll wieder ein nicht biegbarer Amoled werden und kein faltbarer OLED. Die faltbaren OLEDs sollen stattdessen in zwei anderen Samsung-Smartphones verbaut werden. Womit wir beim Thema faltbarer Bildschirm sind.

Die Technik-Webseite Digitalspy spekuliert nämlich darüber, dass Samsung dem Galaxy S8 einen faltbaren Touchscreen verpassen könnte. Der Vorteil eines zusammenfaltbaren Displays: Man kann unterwegs einen größeren Bildschirm nutzen, wenn man den Bildschirm auseinanderfaltet. Und damit beispielsweise Videos und TV-Streaming besser genießen. Für den Transport faltet man den Touchscreen dann wieder zusammen. Ein Smartphone mit einem solchen faltbaren Bildschirm könne man letztendlich wie einen Geldbeutel zusammenlegen und mit sich tragen.

Basis für dieses Gerücht ist eine Aussage von Lee Chang-hoon, Direktor von Samsungs Display Division. Chang-hoon sagte, dass Samsung kurz davor stünde, faltbare Display-Panels serienreif zu bekommen. Samsung liege bei der Entwicklung faltbarer OLEDs im Plan, die Südkoreaner arbeiten seit 2014 an faltbaren Displays. Man denke bereits über die Massenfertigung von faltbaren OLEDs ab Ende 2016 nach. Verkaufsstart von Smartphones mit faltbaren Display könnte dann 2017 sein. Samsung verhandle darüber mit seinen Partnern.

Die südkoreanische IT-Nachrichtenseite Etnews.com hält den Einsatz vom faltbaren Display in einem 5-Zoll-Smartphone und in einem 7-Zoll-Tablet für möglich.

Allerdings hat das Gerücht einen ernst zu nehmenden Haken: Die ersten serienreifen faltbaren Touchscreens werden vermutlich sehr, sehr teuer sein. Da würde gegen den Einbau in ein Massenprodukt wie das Samsung Galaxy S8 sprechen. Wir sind diesbezüglich skeptisch und halten einen nichtfaltbaren Amoled-Bildschirm im S8 für wahrscheinlicher.

Ein robuster Bildschirm aus Gorilla Glas ist mindestens zu erwarten, weil das in dieser Preisklasse bereits jetzt Standard ist. Die gelegentlich geäußerte Vermutung, dass pOLED zum Einsatz kommen könnte, wie es für das Nexus 2016 vermutet wird, erscheint dagegen unwahrscheinlich. Bei pOLED handelt es sich um bruchsichere OLED-Bildschirme aus Kunststoff.

Force Touch dürfte beim S8 vermutlich auch mit an Bord sein. Diese neue Technologie, die derzeit unter anderem das iPhone 6S bietet (von Apple als 3D Touch bezeichnet), wird auch für das Google Nexus 2016 erwartet. Mit Force Touch beziehungsweise 3D Touch erkennt das Smartphone die unterschiedliche Stärke eines Fingerdrucks und kann davon abhängig unterschiedliche Funktionen ausführen.

Fingerabdrucksensor, wasserdicht, Akku

Fingerabdrucksensor und kabelloses Laden sind dagegen ebenso selbstverständlich zu erwarten wie die Tatsache, dass das S8 wieder wasserfest sein wird. Denn schon der gerade erst vorgestellte Vorgänger S7 ist bemerkenswert robust und schlägt ein iPhone 6S im Duell in kochend heißem Wasser.

Verbesserungen wird man bei der Geschwindigkeit beim kabellosen Aufladen und wohl auch bei der Akku-Kapazität erwarten dürfen. Wobei letztere beim S7 schon ziemlich gut gelungen zu sein scheint, wie Nutzer berichten.

Die Akku-Kapazität gibt eineQuelle auf Weibo mit 4200 mAh an. Zur weiteren Ausstattung gehören Fingerabdruckscanner, Iris-Scanner und angeblich auch ein Mini-Projektor. Weniger überraschend ist dagegen die Möglichkeit für das kabellose Aufladen.

Neue Funktionen: Smart Glow

Samsung entwickelt derzeit ein neues Feature namens Smart Glow. Dabei handelt es sich um einen Leuchtring, der die Hauptkamera an der Rückseite eines Smartphones umschließt. Er ersetzt die bisherige Status-LED, bietet darüber hinaus aber noch weitere Möglichkeiten.

So soll Smart Glow beim Galaxy J2 (2016) aussehen
Vergrößern So soll Smart Glow beim Galaxy J2 (2016) aussehen
© sammobile.com

Smart Glow wurde bisher nur in Zusammenhang mit dem neuen Smartphone Galaxy J2 (2016) erwähnt, das Samsung in Deutschland nicht verkaufen wird. Doch nun vermuten Marktbeobachter, dass Samsung das Smart-Glow-Feature auch in das Samsung GalaxyS8 einbauen wird.

Der illuminierte Ring um die Linse Hauptkamera könnte demnach drei Aufgaben erfüllen. So könnten unterschiedliche Lichter auf eingehende Anrufe, Nachrichten oder Mails hinweisen, wobei die jeweils aufleuchtende Farbe vom konkreten Absender abhängig sein könnte. Als zweite Funktion könnte Smart Glow auf den Ladestatus des Akkus hinweisen und den Besitzer daran erinnern, dass er diesen aufladen muss. Die dritte Funktion soll dann ein “Selfie”-Assistent sein. Sofern man den Selfie mit der Hauptkamera erstellt, zeigt einem der Smart Glow an, wenn die Kamera das Gesicht erkannt hat und auslöst.

Der Smart Glow könnte aber auch auf knapp werdenden Speicherplatz hinweisen. Oder wenn das Datenvolumen ausgeschöpft ist. Oder beim Selfie den Smartphone-Besitzer Tipps für die optimale Ausrichtung der Kamera geben. Es gibt sogar Überlegungen über Smart Glow eine Wettervorhersage zu liefern: Schimmert der Ring blau, regnet es bald. Schimmert er gelb, scheint die Sonne. Um diese Funktion auszulösen muss man das Smartphone kurz schütteln.

Auch für die Gesundheitsüberwachung soll Smart Glow dienlich sein. Die Hauptkamera soll hierzu den Puls messen können. Wie das genau realisiert werden soll, ist aber unbekannt.

Samsung wird Smart Glow als erstes im Galaxy J2 (2016) in Indien vorstellen. Und zwar mit den oben genannten drei Funktionen für Nachrichten, Smartphone-Status und Selfie-Unterstützung. Allerdings rechnen Marktbeobachter damit, dass Samsung dieses neue Feature auch in das Samsung Galaxy S8 integrieren wird. Im S8 sollen dann auch die Wetter- und Gesundheitsfunktionen integriert sein.

Bedeutung von Galaxy S7 und Galaxy S8 für Samsung

Für Samsungs Unternehmenserfolg sind das kürzlich vorgestellte Galaxy S7 und das nächste Top-Android-Smartphone Galaxy S8 ganz besonders wichtig, denn die Südkoreaner haben immer größere Probleme, sich gegen die chinesische Smartphone-Konkurrenz zu behaupten. Das zeigt ein Blick auf den wichtigen chinesischen Smartphone-Markt.
 
Samsungs Marktanteil auf dem riesigen chinesischen Mobile-Markt Chinas ist dramatisch geschrumpft. Wie die taiwanische IT-Nachrichten-Webseite Digitimes berichtet, konnte Samsung im Jahr 2015 nur noch einen Marktanteil von 7,7 Prozent in der Volksrepublik China behaupten. 2014 waren es noch 12,8 Prozent, also ein Rückgang um fast 40 Prozent innerhalb von 12 Monaten.
 
Hauptursache dafür ist das Wachstum der einheimischen chinesischen Hersteller, die mit günstigen Preisen locken. Doch wie das Beispiel Apple zeigt, greifen die Chinesen nicht zwangsläufig zu einem chinesischen (Billig)-Smartphone. Apple konnte seinen Marktanteil nämlich von 10,1 Prozent im Jahr 2014 auf 14,3 Prozent im Jahr 2015 steigern - eine Zunahme von über 40 Prozent. Die Kalifornier landeten damit sogar auf Platz 3 aller in China verkaufenden Smartphone-Hersteller. Samsung dagegen musste sich mit dem sechsten Platz begnügen.

Wenn also viele reiche Chinesen zum teuren iPhone und nicht zu deutlich preiswerteren Androiden greifen, dann kommt dem Samsung Galaxy S7 und dem nächsten Galaxy S8 eine besondere Rolle im Kampf um die Gunst der Käufer zu. Samsung muss das S8 so deutlich aufwerten, dass es den markenbewussten chinesischen Käufern als ernstzunehmende Alternative zum iPhone erscheint.

Samsung twitterte einen Aprilscherz zum Galaxy S8
Vergrößern Samsung twitterte einen Aprilscherz zum Galaxy S8
© Samsung

Trivia: Dies und das

Der südkoreanische Elektronik-Riese hat am 31. März 2016 vorgemacht, wie ein Aprilscherz eher nicht funktioniert (weil er zu offensichtlich ist): Samsung verbreitete nämlich via Twitter und Instagram das Bild einer „8“ zusammen mit dem Slogan „#TheNextGalaxy“ und dem Text „Something big is coming tomorrow.“ Dazu noch ein Smiley.

Am Tag danach, also am 1. April 2016, twitterte Samsung nun die Auflösung des Rätsels: Es war ein Aprilscherz.

Tipp: Falls Sie einen wirklich originellen Aprilscherz lesen wollen, werden Sie hier fündig.




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