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Samsung Galaxy S8 - Preis, Release, Gerüchte

27.07.2016 | 09:56 Uhr |

Das Samsung Galaxy S8 - Codename: Project Dream - besitzt mit Smart Glow einen pfiffigen Leuchtring um die Linse der Dual-Hauptkamera. Ein Snapdragon 830 treibt das Smartphone an. Doch faltbar dürfte der Touchscreen wohl nicht sein, stattdessen liegt der Fokus wohl auf VR inklusive Google Daydream. Alle Gerüchte zum nächsten Top-Android-Smartphone von Samsung.

Erscheinungstermin des Galaxy S8

Nach dem derzeitigen Stand der Gerüchte dürfte das S8 wieder im Umfeld des Mobile World Congres in Barcelona (MWC) erscheinen, also im ersten Quartal 2017. Die Entwicklung des Galacy S8 läuft intern wohl unter dem Codenamen Project Dream, wie die englischsprachige IT-Nachrichtenseite Sammobile unter Berufung auf Informationen aus China erfahren haben will.

Preis

Der Preis für das Samsung Galaxy S8 ist noch völlig unbekannt. Der Vorgänger des S8, der derzeit das aktuelle Top-Smartphone von Samsung ist, nämlich das Galaxy S7, kostete zum Start 699 Euro (UVP), für das Galaxy S7 Edge wurden 799 Euro (UVP) fällig. Wobei die Straßenpreise mittlerweile deutlich niedriger sind, wie unser Preisvergleich beweist.

Prozessor: Snapdragon 830 alias msm 8998

Im Samsung Galaxy S7 und S7 Edge liefern entweder ein Samsung-eigener Exynos-8890-Prozessor oder ein von Qualcomm eingekaufter Snapdragon 820 die Rechenleistung. Letzteren verbaut Samsung in den S7-Modellen, die in Nordamerika verkauft werden.

Qualcomm entwickelt aber bereits den Nachfolger des Snapdragon 820, den Snapdragon 830, kurz als SD 830 bezeichnet. Als Codename für den Snapdragon 830 nennt der chinesische Analyst Pan Jiutang die Bezeichnung „msm 8998“, wie Gforgames berichtet. Dieser Chip beziehungsweise das System-On-a-Chip (SoC) mit dem Snapdragon 830 dürfte der Prozessor des Samsung Galaxy S8 und des Galaxy S8 Edge werden.

10nm-Verfahren und 8 GB RAM

Der vermutlich im 10nm-Verfahren gefertigte Snapdragon 830 soll im Jahr 2017 erscheinen. Er soll bis zu 8 GB RAM unterstützen, wie verschiedene US-Medien unter Berufung auf Postings in dem chinesischen Netzwerk weibo berichten. Das wäre deutlich mehr Arbeitsspeicher als Smartphone-Prozessor bisher unterstützen; das aktuelle S7 besitzt beispielsweise nur 4 GB RAM. Bei den Fertigungsverfahren ist bisher 14 nm das Optimum.

Qualcomm will die zu Grunde liegende Kryo-Architektur natürlich wieder in Sachen Leistung und Stromverbrauch verbessern.

Kameras: Dual-Kamera mit Super-Sensor

Samsung arbeitet daran, die Kamera seines Top-Androiden zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal von anderen leistungsstarken Smartphones zu machen. Beim Samsung Galaxy S7 hatte Samsung zum Beispiel die Pixelzahl von 16 MP (Samsung Galaxy S6) und 12 MP gesenkt, um größere Pixel mit mehr Bildinformationen zu bekommen, die bessere Fotos ermöglichen. Zudem verbaute Samsung im S7 erstmals einen Dual-Pixel-Sensor. Damit soll die Kamera des S7 speziell bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Fotos schießen.

Diesen Weg setzt Samsung fort. Laut einem Bericht von photorumors.com entwickelt Samsung einen neuen besonders leistungsfähigen Kamera-Sensor für Smartphones. Der neue Kamerasensor soll 1/1.7 Zoll groß sein und eine Offenblende von f/1.4 besitzen. Er dürfte Aufnahmen mit 18 bis 24 MP ermöglichen. Zum Vergleich die Werte der 12-MP-Kamera des aktuellen Samsung Galaxy S7: 1/2,5-Zoll-Sensor und eine Offenblende von f/1,7.

Ob der neue 1/1.7-Zoll-Sensor bereits im Samsung Galaxy S8 verbaut wird, erscheint aufgrund der nötigen Entwicklungszeit eher unwahrscheinlich. Im S8 dürfte stattdessen der von Samsung ebenfalls neu entwickelte 1/2.3-Zoll-Sensor verbaut werden.

Eine chinesische Technik-Seite wiederum berichtet, dass es sich bei der rückseitigen Hauptkamera des S8 um eine Dual-Kamera handeln soll. Also um eine Kamera mit zwei Kamera-Linsen oder vielleicht sogar mit zwei kompletten Sensormodulen. Die Webseite beruft sich dabei auf Insider-Informationen.

Samsung soll demnach die Dual-Kamera selbst produzieren. Damit würde Samsung mit Apple auf Augenhöhe bleiben. Denn Apple will in das kommende iPhone 7 Plus Gerüchten zufolge ebenfalls eine Dual-Kamera verbauen, die wiederum LG Innotek liefern soll.

Bildschirm und Größe: Faltbares Display für Galaxy S8?

Wie die Tageszeitung Koreanherald unter Berufung auf Marktforscher berichtet, soll das Samsung Galaxy S8 vermutlich einen 5,5 Zoll großen 4K-UHD-Touchscreen (3840 × 2160 Pixel Auflösung) bekommen. Die Pixeldichte soll 806 ppi betragen. Zum Vergleich: Im aktuellen Galaxy S7 verbaut Samsung einen 5,1 Zoll großen QHD-Bildschirm mit 1440x2560 Bildpunkten. Das S7 Edge wiederum besitzt einen 5,5 Zoll großen QHD-Touchscreen. Die Pixeldichte beträgt 576 ppi (S7) und 534 ppi (Edge).

VR-Anwendungen im Fokus und Daydream-kompatibel

Samsung will den Bildschirm vor allem deshalb vergrößern und schärfer machen, damit VR-Anwendungen im Zusammenspiel mit dem S8 eine bessere Bildqualität bieten können. Denn viele VR-Brillen wie beispielsweise die Samsung Gear VR müssen mit dem Smartphone gekoppelt werden. Das Galaxy S8 würde dann Samsungs erstes Samrtphone mit 4K-VR-Bildschirm.

Das S8 soll zudem zertifiziert für Googles Android-Daydream-VR-Standard sein. Google integriert in Android 7 alle für die Entwicklung von VR-Anwendungen notwendigen Schnittstellen unter dem Namen Daydream. Alle Smartphones, für die Android 7 verfügbar sein wird, werden damit auch bereit für VR-Apps sein. Zusätzlich hat Google auf der Google I/O 2016 mit Daydream auch ein Referenzdesign für ein komfortabel zu tragendes VR-Headset und einen VR-Controller vorgestellt. Dieses Referenzdesign dürfen alle Smartphone-Hersteller verwenden, um ihre Smartphones mit VR-Brillen und -Controller auszuliefern. Der VR-Controller ist klein und handlich und erkennt auch die Lage und Position der Hand des Anwenders. Eine besonders bequeme Navigation in der VR-Umgebung soll so möglich sein. Daydream wird ab Herbst 2016 verfügbar sein.

Samsung wäre damit zwar nicht der erste Smartphone-Hersteller mit einem 4K-Bildschirm - Sony hatte 2015 mit dem Z5 Premium bereits ein 4K-Smartphone vorgestellt – doch im Duell mit Apple hätte Samsung die Nase vorn.

Der Bildschirm des S8 soll wieder ein nicht biegbarer Amoled werden und kein faltbarer OLED. Die faltbaren OLEDs sollen stattdessen in zwei anderen Samsung-Smartphones verbaut werden. Womit wir beim Thema faltbarer Bildschirm sind.

Die Technik-Webseite Digitalspy spekuliert nämlich darüber, dass Samsung dem Galaxy S8 einen faltbaren Touchscreen verpassen könnte. Der Vorteil eines zusammenfaltbaren Displays: Man kann unterwegs einen größeren Bildschirm nutzen, wenn man den Bildschirm auseinanderfaltet. Und damit beispielsweise Videos und TV-Streaming besser genießen. Für den Transport faltet man den Touchscreen dann wieder zusammen. Ein Smartphone mit einem solchen faltbaren Bildschirm könne man letztendlich wie einen Geldbeutel zusammenlegen und mit sich tragen.

Basis für dieses Gerücht ist eine Aussage von Lee Chang-hoon, Direktor von Samsungs Display Division. Chang-hoon sagte, dass Samsung kurz davor stünde, faltbare Display-Panels serienreif zu bekommen. Samsung liege bei der Entwicklung faltbarer OLEDs im Plan, die Südkoreaner arbeiten seit 2014 an faltbaren Displays. Man denke bereits über die Massenfertigung von faltbaren OLEDs ab Ende 2016 nach. Verkaufsstart von Smartphones mit faltbaren Display könnte dann 2017 sein. Samsung verhandle darüber mit seinen Partnern.

Die südkoreanische IT-Nachrichtenseite Etnews.com hält den Einsatz vom faltbaren Display in einem 5-Zoll-Smartphone und in einem 7-Zoll-Tablet für möglich.

Allerdings hat das Gerücht einen ernst zu nehmenden Haken: Die ersten serienreifen faltbaren Touchscreens werden vermutlich sehr, sehr teuer sein. Da würde gegen den Einbau in ein Massenprodukt wie das Samsung Galaxy S8 sprechen. Wir sind diesbezüglich skeptisch und halten einen nichtfaltbaren Amoled-Bildschirm im S8 für wahrscheinlicher.

Ein robuster Bildschirm aus Gorilla Glas ist mindestens zu erwarten, weil das in dieser Preisklasse bereits jetzt Standard ist. Die gelegentlich geäußerte Vermutung, dass pOLED zum Einsatz kommen könnte, wie es für das Nexus 2016 vermutet wird, erscheint dagegen unwahrscheinlich. Bei pOLED handelt es sich um bruchsichere OLED-Bildschirme aus Kunststoff.

Force Touch dürfte beim S8 vermutlich auch mit an Bord sein. Diese neue Technologie, die derzeit unter anderem das iPhone 6S bietet (von Apple als 3D Touch bezeichnet), wird auch für das Google Nexus 2016 erwartet. Mit Force Touch beziehungsweise 3D Touch erkennt das Smartphone die unterschiedliche Stärke eines Fingerdrucks und kann davon abhängig unterschiedliche Funktionen ausführen.

Fingerabdrucksensor, wasserdicht, Anschlüsse, Akku

Fingerabdrucksensor und kabelloses Laden sind dagegen ebenso selbstverständlich zu erwarten wie die Tatsache, dass das S8 wieder wasserfest sein wird. Denn schon der gerade erst vorgestellte Vorgänger S7 ist bemerkenswert robust und schlägt ein iPhone 6S im Duell in kochend heißem Wasser.

USB Typ C dürfte Samsung ebenfalls als Anschluss verbauen, im S7 ist noch microUSB vorhanden. Einige Beobachter rechnen sogar mit 256 GB internem Speicher.

Verbesserungen wird man bei der Geschwindigkeit beim kabellosen Aufladen und wohl auch bei der Akku-Kapazität erwarten dürfen. Wobei letztere beim S7 schon ziemlich gut gelungen zu sein scheint, wie Nutzer berichten.

Neue Funktionen: Smart Glow

Samsung entwickelt derzeit ein neues Feature namens Smart Glow. Dabei handelt es sich um einen Leuchtring, der die Hauptkamera an der Rückseite eines Smartphones umschließt. Er ersetzt die bisherige Status-LED, bietet darüber hinaus aber noch weitere Möglichkeiten.

So soll Smart Glow beim Galaxy J2 (2016) aussehen
Vergrößern So soll Smart Glow beim Galaxy J2 (2016) aussehen
© sammobile.com

Smart Glow wurde bisher nur in Zusammenhang mit dem neuen Smartphone Galaxy J2 (2016) erwähnt, das Samsung in Deutschland nicht verkaufen wird. Doch nun vermuten Marktbeobachter, dass Samsung das Smart-Glow-Feature auch in das Samsung GalaxyS8 einbauen wird.

Der illuminierte Ring um die Linse Hauptkamera könnte demnach drei Aufgaben erfüllen. So könnten unterschiedliche Lichter auf eingehende Anrufe, Nachrichten oder Mails hinweisen, wobei die jeweils aufleuchtende Farbe vom konkreten Absender abhängig sein könnte. Als zweite Funktion könnte Smart Glow auf den Ladestatus des Akkus hinweisen und den Besitzer daran erinnern, dass er diesen aufladen muss. Die dritte Funktion soll dann ein “Selfie”-Assistent sein. Sofern man den Selfie mit der Hauptkamera erstellt, zeigt einem der Smart Glow an, wenn die Kamera das Gesicht erkannt hat und auslöst.

Der Smart Glow könnte aber auch auf knapp werdenden Speicherplatz hinweisen. Oder wenn das Datenvolumen ausgeschöpft ist. Oder beim Selfie den Smartphone-Besitzer Tipps für die optimale Ausrichtung der Kamera geben. Es gibt sogar Überlegungen über Smart Glow eine Wettervorhersage zu liefern: Schimmert der Ring blau, regnet es bald. Schimmert er gelb, scheint die Sonne. Um diese Funktion auszulösen muss man das Smartphone kurz schütteln.

Auch für die Gesundheitsüberwachung soll Smart Glow dienlich sein. Die Hauptkamera soll hierzu den Puls messen können. Wie das genau realisiert werden soll, ist aber unbekannt.

Samsung wird Smart Glow als erstes im Galaxy J2 (2016) in Indien vorstellen. Und zwar mit den oben genannten drei Funktionen für Nachrichten, Smartphone-Status und Selfie-Unterstützung. Allerdings rechnen Marktbeobachter damit, dass Samsung dieses neue Feature auch in das Samsung Galaxy S8 integrieren wird. Im S8 sollen dann auch die Wetter- und Gesundheitsfunktionen integriert sein.

Bedeutung von Galaxy S7 und Galaxy S8 für Samsung

Für Samsungs Unternehmenserfolg sind das kürzlich vorgestellte Galaxy S7 und das nächste Top-Android-Smartphone Galaxy S8 ganz besonders wichtig, denn die Südkoreaner haben immer größere Probleme, sich gegen die chinesische Smartphone-Konkurrenz zu behaupten. Das zeigt ein Blick auf den wichtigen chinesischen Smartphone-Markt.
 
Samsungs Marktanteil auf dem riesigen chinesischen Mobile-Markt Chinas ist dramatisch geschrumpft. Wie die taiwanische IT-Nachrichten-Webseite Digitimes berichtet, konnte Samsung im Jahr 2015 nur noch einen Marktanteil von 7,7 Prozent in der Volksrepublik China behaupten. 2014 waren es noch 12,8 Prozent, also ein Rückgang um fast 40 Prozent innerhalb von 12 Monaten.
 
Hauptursache dafür ist das Wachstum der einheimischen chinesischen Hersteller, die mit günstigen Preisen locken. Doch wie das Beispiel Apple zeigt, greifen die Chinesen nicht zwangsläufig zu einem chinesischen (Billig)-Smartphone. Apple konnte seinen Marktanteil nämlich von 10,1 Prozent im Jahr 2014 auf 14,3 Prozent im Jahr 2015 steigern - eine Zunahme von über 40 Prozent. Die Kalifornier landeten damit sogar auf Platz 3 aller in China verkaufenden Smartphone-Hersteller. Samsung dagegen musste sich mit dem sechsten Platz begnügen.

Wenn also viele reiche Chinesen zum teuren iPhone und nicht zu deutlich preiswerteren Androiden greifen, dann kommt dem Samsung Galaxy S7 und dem nächsten Galaxy S8 eine besondere Rolle im Kampf um die Gunst der Käufer zu. Samsung muss das S8 so deutlich aufwerten, dass es den markenbewussten chinesischen Käufern als ernstzunehmende Alternative zum iPhone erscheint.

Samsung twitterte einen Aprilscherz zum Galaxy S8
Vergrößern Samsung twitterte einen Aprilscherz zum Galaxy S8
© Samsung

Trivia: Dies und das

Der südkoreanische Elektronik-Riese hat am 31. März 2016 vorgemacht, wie ein Aprilscherz eher nicht funktioniert (weil er zu offensichtlich ist): Samsung verbreitete nämlich via Twitter und Instagram das Bild einer „8“ zusammen mit dem Slogan „#TheNextGalaxy“ und dem Text „Something big is coming tomorrow.“ Dazu noch ein Smiley.

Am Tag danach, also am 1. April 2016, twitterte Samsung nun die Auflösung des Rätsels: Es war ein Aprilscherz.

Tipp: Falls Sie einen wirklich originellen Aprilscherz lesen wollen, werden Sie hier fündig.




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