04.07.2011, 09:30

Thomas Rau

Samsung Chromebook Serie 5 im Test

Die Hardware zum Cloud-Betriebssystem von Google liefert Samsung: Das Series 5 Chromebook steckt in einem stabilen Kunststoff-Gehäuse und ist recht flach. Auf dem weißen Deckel mit Glanzbeschichtung prangen die Schriftzüge von Samsung und Google Chrome. Die Handballenablage ist in mattem Schwarz gehalten, Fingerabdrücke sind deutlich erkennbar. Sie ist ebenso wie das Touchpad angenehm groß. Unangenehm: Die Buchsen für Strom- und Audioanschluss ragen eckig aus dem abgerundeten Gehäuse heraus – unangenehm, wenn man mit dem Finger darüber fährt. Auch der Rand des Displaydeckels ist scharfkantig, was beim Öffnen stört.

Ausstattung wie bei einem Netbook

Die Ausstattung des Chromebook liegt unter dem Niveau aktueller Netbooks: Im Samsung Chromebook stecken neben dem Atom-Prozessor 2 GB Arbeitsspeicher sowie die erwähnte kleine SSD mit 16 GB. An Anschlüssen bietet das Chromebook neben einem Speicherkartenleser und einem kombinierten Audioaus-/eingang nur noch zwei USB-2.0-Anschlüsse sowie einen Mini-VGA-Port. Mit dem mitgelieferten VGA-Adapter kann man das Chromebook an einen externen Monitor anschließen: Dieser übernimmt dann die Bildwiedergabe statt des Chromebook-Displays, gleichzeitig kann man die zwei Monitore nicht nutzen. Einen Netzwerkanschluss hat das Chromebook nicht – über einen USB-Adapter, der dem Gerät aber nicht beiliegt, lässt er sich nachrüsten. Das 3G-Modell des Chromebook besitzt außerdem an der rechten Gehäuseseite einen SIM-Karten-Einschub.

Guter Bildschirm

Der Bildschirm des Chromebook ist größer und besser als bei den meisten Netbooks. Er zeigt auf 12,1 Zoll 1280 x 800 Bildpunkte. Die Helligkeit liegt bei sehr guten 300 cd/m2, außerdem ist der Bildschirm entspiegelt – für draußen ist das Chromebook-Display daher gut geeignet. Ein Lichtsensor passt die Helligkeit an die Umgebungsbedingungen an: Im Test klappte das gut.
Das Chromebook hat einen größeren Bildschirm als die meisten Netbooks und ist daher etwas schwerer: Es wiegt 1,48 Kilogramm. Im Akkutest hielt es beim Internet-Surfen per WLAN über acht Stunden durch – das ist ordentlich, aber nicht überragend. Echte Marathon-Netbooks bringen es auf über zehn Stunden Laufzeit. Der Akku des Chromebook ist übrigens fest eingebaut.

Angenehme Tastatur, großes Touchpad

Nicht nur der Bildschirm, auch die Tastatur des Chromebook fällt größer aus als bei einem Netbook: Die Tasten liegen in einem 19-Millimeter-Raster – wie bei einem Notebook. Allerdings hat das Chromebook nur 75 Tasten, da Knöpfe für Sonderfunktionen wie Pause, Druck, Einfügen, Bildlauf fehlen – sie sind beim Chromebook überflüssig. Statt einer Feststelltaste besitzt das Chromebook eine Suchtaste. Mit den Funktionstasten in der oberen Reihe steuern Sie den Browser oder beeinflussen Helligkeit und Lautstärke.
Auf der Tastatur kann man sehr angenehm schreiben: Sie ist leise, stabil und besitzt einen klaren Druckpunkt. Das große Touchpad unterstützt Mehrfinger-Gesten, zum Beispiel zum Scrollen und Verschieben. Abgesetzte Touchpad-Tasten gibt es nicht - das gesamte Touchpad-Feld reagiert als Maustaste, einen Rechtsklick führen Sie mit zwei Fingern aus.
Angenehm: Das Chromebook arbeitet kaum hörbar. Nur manchmal kann man den Lüfter hören – aber nur in einer leisen Umgebung.
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