Notebook

Samsung Serie 9 900X4C im Test

Dienstag den 16.10.2012 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

Samsung 900X4C-A05 (NP900X4C-A05DE)
Samsung 900X4C-A05 (NP900X4C-A05DE)
Preisentwicklung zum Produkt
Ultrabook mit 15-Zoll-Display im Test: Samsung Serie 9 900X4C
Vergrößern Ultrabook mit 15-Zoll-Display im Test: Samsung Serie 9 900X4C
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Das Samsung Serie 9 900X4C ist flach und leicht wie ein Ultrabook, hat aber einen großen 15-Zoll-Bildschirm: Das klingt nach einer Traumkombination - der Test zeigt, ob sie der Luxus-Laptop in der Praxis umsetzen kann.
Das Samsung 900X4C ist ein Ultrabook - aber mit 15-Zoll-Bildschirm. Die meisten dieser flachen Notebook-Flundern haben ein kleineres, nur 13,3 Zoll großes Display: Sie sind vor allem für Anwender gedacht, die viel unterwegs sind - da macht es Sinn, wenn das Notebook flach und kompakt ist.
Extrem flach, aber deswegen ohne DVD-Brenner
Vergrößern Extrem flach, aber deswegen ohne DVD-Brenner
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Was bringt ein großes Ultrabook?

Welche Vorteile hat dann eigentlich ein großes Ultrabook? Einige: In ein größeres und breiteres Ultrabook passt mehr Ausstattung, zum Beispiel ein DVD-Brenner und ein spieletauglicher Grafikchip. In der Tastatur ist Platz für einen Ziffernblock, und am Gehäuse für mehr Schnittstellen.

Viele gute Gründe - doch keiner davon trifft auf das Samsung 900X4C zu: Es ist dafür genauso flach, leicht und elegant wie ein kleines Ultrabook - hat aber einen größeren Bildschirm. Das Samsung-Notebook unterbietet mit einer maximalen Bauhöhe von 15,4 Millimeter die 21 Millimeter, die Intel für große Ultrabooks erlaubt. Sein Gewicht liegt bei 1655 Gramm: Damit ist es kaum schwerer als 13,3-Zoll-Ultrabooks und rund ein Kilogramm leichter als Standard-Notebooks mit 15,6-Zoll-Bildschirm. Das 900X4C können Sie daher genauso problemlos mitnehmen wie ein kleines Ultrabook.

Schnell startbereit, hohe Rechenleistung

Alle anderen Ultrabook-Vorteile bringt das Samsung 900X4C ebenfalls mit: Es wacht in Sekundenschnelle aus dem Ruhemodus auf und Windows startet blitzschnell. Das geht auf das Konto der Sandisk-SSD, die per SATA-III angebunden ist. Sie bringt das Notebook auch bei allen anderen Programmen auf Trab: Zwar haben andere Ultrabooks eine schnellere SSD, doch das Rechentempo des 900X4C ist top. Auf jeden Fall deutlich höher als bei normalen 15-Zoll-Notebooks, die mit einer Standard-Festplatte arbeiten. Nur bei 3D-Spielen hat das 900X4C das Nachsehen: Aktuelle oder effektreiche Spiele kann es mit der mäßig schnellen Prozessorgrafik des Core i5 nicht schultern.

GESCHWINDIGKEIT Samsung Serie 9 900X4C (Note: 1,89)
Geschwindigkeit bei Büro-Programmen 231 Punkte
Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen 213 Punkte
Geschwindigkeit bei 3D-Spielen (3D Mark Vantage) 3129 Punkte
Startzeit 15 Sekunden

Top-Bildschirm: Hell und entspiegelt

Auf ganz hohem Niveau spielt auch der Bildschirm: Er ist sehr hell, gleichmäßig ausgeleuchtet und entspiegelt - also gleichermaßen gut geeignet für zu Hause wie unterwegs. Allerdings fällt das Schwarzbild nicht übermäßig dunkel aus, weshalb der Kontrast nur mäßig ist. Die Auflösung ist höher als bei den meisten 15-Zoll-Notebooks - und auch höher als bei vielen Ultrabooks: Deshalb sehen Sie auf dem 900X4C mehr Bildinhalt. Die Darstellung erscheint aber nicht schärfer und detaillierter, denn die Punktdichte beträgt beim Samsung-Ultrabook 122 ppi - kaum höher als bei Ultrabooks, die üblicherweise 118 ppi zeigen.

BILDSCHIRM Samsung Serie 9 900X4C (Note: 2,59)
Größe 38,3 Zentimeter / 15 Zoll
Auflösung 1600 x 900 Bildpunkte
Punktedichte 122 dpi
Helligkeit 333 cd/m²
Helligkeitsverteilung 86 %
Kontrast 247:1
Entspiegelung hervorragend

Akkulaufzeit: Lang und länger

Viel besser als ein Standard-Notebook und auch besser als ein kleines Ultrabook schneidet das 900X4C bei der Akkulaufzeit ab: Es hält über 9,5 Stunden durch - diese Marke knacken nur wenige Ultrabooks. Übliche 15-Zoll-Notebooks laufen dagegen höchstens sechs Stunden.

MOBILITÄT Samsung Serie 9 900X4C (Note: 1,12)
Akkulaufzeit 9:35 Stunden
Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 1655 / 301 Gramm

Die Achillesferse: Magere Ausstattung

Eine große Schwäche hat das Samsung 900X4C - und auch bei dieser ähnelt es mehr einem Ultrabook als einem normalem 15-Zoll-Laptop: Seine Ausstattung ist mager. Während heutzutage schon 600-Euro-Notebooks eine Festplatte mit 750 oder gar 1000 GB mitbringen, haben Sie beim Samsung-Ultrabook eine SSD, auf der nur knapp 90 GB zur Verfügung stehen, weil für Ruhezustands- und Wiederherstellungs-Partition rund 30 GB draufgehen. Ein DVD-Brenner passt nicht ins flache Gehäuse.

USB 3.0 ist beim 900X4C mit an Bord
Vergrößern USB 3.0 ist beim 900X4C mit an Bord
© Samsung

Außerdem besitzt es nicht mehr Anschlüsse als ein kleines Ultrabook - darunter sind zwar auch drei USB-Buchsen (zwei für USB 3.0). Aber LAN- und VGA-Anschluss sitzen nur als Mini-Variante am Gehäuse: Die passenden Adapter lagen unserem Testgerät nicht bei. Laut Samsung gehört aber der LAN-Adapter zum Lieferumfang des Notebooks.

Tastatur: Mit Licht, aber ohne Ziffernblock

Trotz des breiteren Gehäuses fehlt dem 900X4C ein Ziffernblock, den inzwischen fast jedes 15-Zoll-Notebook mitbringt. Außerdem fällt der Druckpunkt aufgrund der niedrigen Bauhöhe sehr flach aus. Trotzdem können Sie bequem auf der Tastatur schreiben, denn sie ist absolut wackelfrei eingebaut und die Tasten sind genauso groß wie bei anderen Notebooks. Auch Nachtarbeit macht das Samsung-Ultrabook möglich: Seine Tastatur ist beleuchtet. Die Helligkeit lässt sich verändern, und die Beleuchtung schaltet  automatisch ab, wenn Sie nicht tippen. Allerdings strahlt sie nur dezent - ich hätte die Tastenbeschriftung auf jeden Fall gerne deutlicher gesehen.

Das große Touchpad unterstützt Gesten mit bis zu vier Fingern: Es wirkt etwas lapprig eingebaut, weswegen die Tasten beim Drücken unangenehm laut knacken. Doch der Mauszeiger lässt sich mit ihm präzise steuern und auch die Mehrfingergesten gelingen flüssig.

Nicht zu laut, nicht zu heiß

Unter Last macht sich der Lüfter im Samsung 900X4C deutlich bemerkbar. Dafür bleibt das Gehäuse angenehm kühl - auch auf der Unterseite erwärmt es sich kaum über 40 Grad. Das passt zur insgesamt sehr eleganten Erscheinung des Samsung-Ultrabooks: Sein Aluminium-Gehäuse sieht gut aus und fasst sich angenehm an, weil es leicht aufgeraut ist. Es ist sehr stabil, nur die Displayscharniere hätten noch stabiler ausfallen können: Wenn es wacklig wird, können Sie den Bildschirm nicht stabil in Position halten.

UMWELT UND GESUNDHEIT Samsung Serie 9 900X4C (Note: 2,25)
Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last 0,1 / 2,0 Sone

Samsung Serie 9 900X4C im Test: Fazit

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Das Samsung 900X4C hat fast alles, was ein gutes Notebook braucht: Es ist schnell, schick, bringt einen hervorragenden Bildschirm sowie eine angenehme Tastatur mit und hält lange im Akkubetrieb durch. Das reicht problemlos für die Spitzenposition bei den Standard-Notebooks mit 15-Zoll-Bildschirm. Wen an den Ultrabooks bisher das kleine Display gestört hat, darf zugreifen: Das 900X4C bietet trotz des größeren Bildschirms alle Vorteile eines Ultrabooks.

Allerdings hat es auch zwei große Nachteile, die es für viele Käufer unattraktiv machen werden, bei denen Mobilität und Eleganz nicht ganz oben stehen: Seine Ausstattung ist mager und sein Preis sehr hoch.

TESTERGEBNIS (NOTEN) Samsung Serie 9 900X4C
Testnote 2.20 (gut) Preis-Leistung teuer Geschwindigkeit (25 %) 1,89 Ausstattung (20 %) 3,49 Bildschirm (20 %) 2,59 Mobilität (20 %) 1,12 Tastatur (5 %) 2,10 Umwelt und Gesundheit (5 %) 2,25 Service (5 %) 2,32 Aufwertung 0,05 (beleuchtete Tastatur) DIE TECHNISCHEN DATEN Samsung Serie 9 900X4C Prozessor (Taktrate) Intel Core i5-3317U (1,70 GHz) verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ 7893 MB (8192 MB), DDR3-1600 Grafikchip (Grafikspeicher) Intel HD Graphics 4000 (bis zu 2,1 GB vom Arbeitsspeicher) Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ 15 Zoll (38.3 Zentimeter), 1600 x 900, Matt Festplatte 87,5 GB (nutzbar) optisches Laufwerk - Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64 Bit SP1 LAN Gigabit-Ethernet WLAN 802.11n Bluetooth Bluetooth 4.0 Schnittstellen Peripherie 1x USB 2.0 (links), 2x USB 3.0 (rechts), 1x Kartenleser (rechts, SD), 1x LAN (links (Mini) Schnittstellen Video 1x HDMI (links (Micro), 1x Webcam Schnittstellen Audio Mikrofon, kombinierter Audioausgang / Audioeingang info DIE TECHNISCHEN DATEN Samsung Serie 9 900X4C Prozessor (Taktrate) Intel Core i5-3317U (1,70 GHz) verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ 7893 MB (8192 MB), DDR3-1600 Grafikchip (Grafikspeicher) Intel HD Graphics 4000 (bis zu 2,1 GB vom Arbeitsspeicher) Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ 15 Zoll (38.3 Zentimeter), 1600 x 900, Matt Festplatte 87,5 GB (nutzbar) optisches Laufwerk - Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64 Bit SP1 LAN Gigabit-Ethernet WLAN 802.11n Bluetooth Bluetooth 4.0 Schnittstellen Peripherie 1x USB 2.0 (links), 2x USB 3.0 (rechts), 1x Kartenleser (rechts, SD), 1x LAN (links (Mini) Schnittstellen Video 1x HDMI (links (Micro), 1x Webcam Schnittstellen Audio Mikrofon, kombinierter Audioausgang / Audioeingang ALLGEMEINE DATEN Samsung Serie 9 900X4C Internetadresse von Samsung url link http://www.samsung.de www.samsung.de _blank Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis) 1399 Euro / 1199 Euro Technische Hotline 01805/121213 Garantiedauer 24 Monate

Dienstag den 16.10.2012 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (3)
  • chipchap 18:37 | 10.12.2012

    Zitat: sc4n4u
    ... Ich bin total enttäuscht von Samsung und schicke dieses Notebook wieder zurück an den Versandshop....

    Man hätte sich ja mal einen ausführlichen Test ansehen können:
    http://www.notebookcheck.com/Test-Update-Samsung-900X4C-A04DE-Notebook.77369.0.html
    [COLOR=White](woher soll ich das wissen?)[/COLOR] .

    Dann wäre das Display-Dilemma vermieden worden.

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  • sc4n4u 01:34 | 10.12.2012

    Samsung Serie 9 900X4C im Test

    "Auf ganz hohem Niveau spielt auch der Bildschirm"
    Wer bitte hat denn diesen Test geschrieben???
    Ich hatte heute das Modell 900X4D A03 vor Augen und muss leider sagen, dass das Display unter aller Sau ist. Selbst bei optimalem Betrachtungswinkel direkt vor dem Laptop fängt es am unteren Bildschirmrand schon an zu weiß auf zu blenden und oben fängt es an dunkel zu werden. Also selbst bei optimaler Position ist das Bild mangelhaft. Dazu kommt noch der schwache Kontrast. Schwarz sieht aus wie Grau und über den gesamten Bildschirm zieht sich ein grauer Schleier. (Achso, ich habe Bilder und Videos zum Testen verwendet.... auf hellen Hintergründen fallen die Schwachstellen nicht auf)
    Wenn man nun noch um ein Grad nach oben von der "perfekten" Position abweicht, wird das Bild von unten her weiß und in der anderen Richtung wird das Bild von oben her dunkel. Und dabei invertieren sogar die Farben. Also das Bild sieht dann aus wie ein Negativ. Das geschieht leider sobald man den optimalen Winkel um wenige Grad verlässt. Also das hier verwendete TN-Panel ist eine absolute Katastrophe!!!
    Die Modelle 900X4D und 900X4C haben das gleiche Panel verbaut....btw

    Als ich bei einem Freund das Serie 9 900X3B (13,3") Notebook in den Händen hielt war ich begeistert. Denn das ist mit einem PLS-Panel ausgestattet, welches unter jedem Betrachtungswinkel ein unbeschreiblich gutes Bild ohne Farbverzerrung und ohne Grauschleier ausgiebt. Deshalb habe ich dieses 900X4D bestellt....
    Ich benötige für meine Arbeiten aber ein 15" Display, das aber in dieser "Premium-Version" nur mit besagtem miesen TN-Panel ausgestattet ist.

    Ich bin total enttäuscht von Samsung und schicke dieses Notebook wieder zurück an den Versandshop....
    Gruß
    sc4n4u

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  • LonelyPixel 14:03 | 16.10.2012

    Adapter für Anschlüsse

    Der LAN-Adapter war bei mir dabei, und so soll es auch sein. Da ist der Bericht vermutlich falsch.

    Für Micro-HDMI gibt es fertige Kabel für wenige Euro zu kaufen, auch beim bekannten Auktionshaus. Ich habe mir zwei Stück 3-Meter-Kabel von Micro-HDMI auf HDMI gekauft, eins ist am heimischen Bildschirm verbaut und das andere für unterwegs. Einen Adapter braucht man dann gar nicht mehr, ist ja ein Standard-Format, wenn vielleicht auch kein all zu verbreitetes. (Viele Digitalkameras haben einen größeren Mini-HDMI-Anschluss, aber das ändert sich vielleicht noch.)

    Einzig für den hier gar nicht erwähnten VGA-Anschluss sieht es schlecht aus. Da muss man einen Adapter für ca. 50 € kaufen, der in der ersten Revision scheinbar noch nicht zuverlässig funktioniert hat. Da ihn den nicht brauche, hab ich davon abgesehen, den anzuschaffen.

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