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Samsung NX300 im Test

06.06.2013 | 09:30 Uhr |

Mit 20 Megapixeln gehört die Samsung NX300 zu den höher auflösenden Systemkameras. Ihr Sensor ist im APS-C-Format gefertigt, misst also 23,5 x 15,7 Millimeter. Lesen Sie im Test, ob die hohe Auflösung der Bildqualität zuträglich ist.

Rein optisch macht die Samsung NX300 keine Gefangenen: Mit ihren leicht geschwungenen Linien und dem wertigen Metallgehäuse mit Leder-Applikationen folgt die Systemkamera dem derzeit so beliebten, klassischem Leica-Look.

Vergleichstest: Die aktuell beste Systemkamera

Ausstattung: Klapp-Display und zahlreiche WLAN-Optionen

Auf dem Moduswählrad finden sich neben den Belichtungsmodi P, A, S und M auch die Automatik, die Motivprogramme, die Aktivierung der Fn-Objektive, bei denen Sie die wichtigsten Belichtungsparameter über den Objektivring einstellen, und die WLAN-Funktionen. Das Amoled-Display fällt unüblich aus, was Größe und Auflösung angeht: 3,31 Zoll (8,41 Zentimeter) und 768000 Bildpunkte sind sehr exotische Werte, verglichen mit der Konkurrenz. Zudem lässt sich der Bildschirm um 45 Grad nach vorne und um 90 Grad nach oben klappen. Drehen ist dagegen nicht möglich.

Apropos WLAN: Die Kamera verfügt über einen integrierten 802.11b/g/n-Adapter, über den Sie die Kamera mit einem Smartphone, Tablet oder einem Fernseher verbinden können. So lassen sich mit Mobile Link Dateien zwischen Kamera und Smartphone autauschen. Remote Viewfinder, eine Fernsteuerungsfunktion fürs Handy, setzt die Samsung Smart Camera App für iOS und Android voraus. Diese bekommen Sie entweder direkt aus dem jeweiligen App Store oder per NFC über die Kamera. Für die NFC-Verbindung halten Sie Ihr NFC-fähiges Handy an die Kamera, und Sie werden direkt zum Download geführt.

Kaufberatung Systemkameras

Im Lieferumfang der Samsung NX300 ist zudem die PC-Software i-Launcher und PC Auto Backup enthalten, mit der Sie ein automatisches Backup Ihrer Fotos per WLAN auf Ihren PC beauftragen können. Außerdem lassen sich Fotos und Videos - heruntergerechnet auf 2 Megapixel - per Mail verschicken oder auf Facebook, Picasa, Youtube beziehungsweise dem Cloud-Speicher SkyDrive ablegen, sofern sich die Kamera im WLAN befindet. Allshare Play verbindet die Kamera per DLNA etwa mit einem Fernseher.

AUSSTATTUNG

Samsung NX300 (Note: 3,77)

Objektiv: Modell / Vergrößerungsfaktor / Brennweite

1:3,5-5,6 18-55mm / 3,0fach / 18 bis 55 Millimeter

Sucher

nein

Blitz

nein

Bildstabilisator

nicht vorhanden (über Objektiv)

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

8,41 Zentimeter / 0,77 Megapixel / ja

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

ja

Anschlüsse

USB, HDMI, WLAN

Anzahl Motivprogramme / Nahbereich ab

31 / 28 Zentimeter

Serienbildfunktion / Videofunktion

30 Bilder pro Sekunde / 1920 x 1080 Bildpunkte (50 Bilder pro Sekunde)

Handhabung: Überwiegend schnell, WLAN funktioniert problemlos

Die Samsung NX300 benötigte zwischen den Aufnahmen teils etwas länger, bis sie wieder einsatzbreit war. Das dürfte der hohen Auflösung geschuldet sein. Auch gehört sie mit 535 Gramm nicht gerade zu den Leichtgewichten. Das ist jedoch der Preis, den Sie für das edle Metallgehäuse zahlen müssen. Das Einrichten der WLAN-Verbindung ging schnell und unproblematisch vonstatten. Erstaunlicherweise ließ sich auf der virtuelle Tastatur gut tippen, obwohl die einzelnen Tasten recht klein sind.

Die Fernsteuerung der NX300 per App klappte auch einwandfrei: Steht die Verbindung zwischen Kamera und Smartphone per NFC (auch mit Nicht-Samsung-Handys möglich!), erscheint das Sucherbild der Kamera auf dem Handy-Display. Sie können dann darüber die Auflösung anpassen (20 oder 2 Megapixel), den Blitz auf automatisch oder unterdrückt setzen, den Selbstauslöser aktivieren und den Speicherort aussuchen (nur Kamera oder Kamera und Smartphone). Lobenswert: Betätigen Sie den virtuellen Auslöser auf dem Handy, erledigt erst der Autofokus seine Arbeit. Wieso in der App jedoch einige Kontextmenüs in griechischer Schrift waren, konnten wir uns nicht erklären.

HANDHABUNG

Samsung NX300 (Note: 2,59)

Bedienung und Menüstruktur

noch einfach

Abmessungen L x B x H), Gewicht

122 x 64 x 41 Millimeter / 535 Gramm

Arbeitsgeschwindigkeit

sehr schnell

Qualität Bildschirm

sehr scharf

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Bildqualität: Größtenteils gute Ergebnisse

Die Samsung NX300 schnitt bei den Auflösungsmessungen sehr gut ab, was den Wirkungsgrad angeht. Dieser fiel hoch aus und entspricht umgerechnet einer Auflösung von 8,7 Megapixeln. Allerdings war die Auflösung - vor allem bei kurzer Brennweite - in der Bildmnitte deutlich höher als am Bildrand. Das kann zu Unschärfen an den Rändern führen.

Das passende Zubehör für Ihre Systemkamera

Ein- wie Ausgangsdynamik erwiesen sich ebenfalls als hoch. Das bedeutet, dass die Samsung NX300 auch kontrastreiche Motive abbilden kann, ohne dass sie Details in den Lichtern und Schatten verliert. Auch die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellen und dunklen Bildbereichen ist hoch. In punkto Bildrauschen hatten wir nichts auszusetzen. Sogar bei ISO 6400 waren die Bildfehler vergleichsweise gering. Ein Kritikpunkt war dagegen die starke Verzeichnung des gemessenen Kit-Objektivs 1:3,5-5,6 18-55mm bei kurzer und langer Brennweite.

BILDQUALITÄT

Samsung NX300 (Note: 2,05)

Wirkungsgrad / gemessene Auflösung

67,40 % / 8,9 Megapixel

Bildrauschen: bei ISO 100 / 200 / 400 / 800 / 1600

1,84 / 2,23 / 2,36 / 2,31 / 2,25

Darstellbare Blendenstufen Eingangsdynamik) / Helligkeitsstufen Ausgangsdynamik)

9,8 / 250

Scharfzeichnung

14,5

Randabdunklung: Weitwinkel / Normal / Tele

0,7 / 0,5 / 0,4 Blenden

Verzeichnung: Weitwinkel / Normal / Tele

-2,9 / 0,6 / 1,5 %

Fazit

Die Samsung NX300 ist eine tolle Systemkamera, die in den Bildqualitätstests überzeugte. Auch die WLAN-Funktionen ließen sich tadellos einsetzen. Ob Sie so etwas denn brauchen, müssen Sie jedoch selbst entscheiden: 799 Euro UVP ist sciherlich ein stolzer Preis für eine Systemkamera. Auch wenn diese mit ihrem Metallgehäuse sehr wertig daherkommt.

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Samsung NX300

Bildqualität (50%)

2,05

Ausstattung (25%)

3,77

Handhabung (20%)

2,59

Service (5%)

2,34

Aufwertung

0,50 (WLAN, NFC)

Testnote

gut (2,10)

Preis-Leistung

günstig

ALLGEMEINE DATEN

Samsung NX300

Testkategorie

Systemkameras

Systemkamera-Hersteller

Samsung

Internetadresse von Samsung

www.samsungcameras.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

799 Euro

Samsungs technische Hotline

01805/121213

Garantie des Herstellers

24 Monate

TECHNISCHE DATEN

Samsung NX300

Auflösung

5472 x 3648 Bildpunkte 20,0 Megapixel)

Sensortyp / Sensorgröße

CMOS / 23,5 x 15,7 Millimeter

Brennweitenverlängerung

1,5fach

digitaler Zoom: maximal

fach

Anzahl Motivprogramme / Nahbereich ab

31 / 28 Zentimeter

Rote-Augen-Funktion / Gesichtserkennung

ja / ja

interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten

MB / SDXC

Akku / Ladegerät / Netzteil

ja / ja / ja

Software

i-Launcher, PC Auto Backup, Adobe Photoshop Lightroom 4 (Vollversion), Adobe Reader

TESTERGEBNISSE

Samsung NX300

Handhabung

Bedienung

noch einfach

Abmessungen L x B x H), Gewicht

122 x 64 x 41 Millimeter / 535 Gramm

Arbeitsgeschwindigkeit

sehr schnell

Qualität Bildschirm

sehr scharf

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Service

Garantiedauer

24 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

ja/ nein / 7 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

ja / ja / ja / ja

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