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Samsung Gear S2 im ersten Test

03.09.2015 | 19:00 Uhr |

Im Rahmen der IFA 2015 hat Samsung mit der Gear S2 und Gear S2 Classic seine erste runde Smartwatch-Reihe vorgestellt. Wir haben uns die Uhren genauer angesehen und einem ersten Test unterzogen.

Optisch orientieren sich Smartwatch-Hersteller immer mehr an klassischen Uhren, sprich sie sind und werden "rund". Samsung hinkt in diesem Fall LG, Motorola und Huawei etwas hinterher, die bereits teilweise solche Produkte schon auf dem Markt haben oder zumindest vorgestellt werden.

Design und Tragekomfort: Angenehm zu tragen

Die "normale" Gear S2 ist in einem sportlichen Design gehalten, das Gehäuse selbst besteht aus Kunststoff, das Armband aus Gummi. Die Classic-Variante erinnert an eine traditionelle Armbanduhr mit passendem Lederarmband. Die Bänder wird es übrigens Zubehör auch in verschiedenen Farben geben, um sie individuell zu gestalten.

Die Gear S2 trägt sich sehr angenehm, denn sie ist leicht und dünn, keineswegs klobig. Auf der rechten Gehäuseseite gibt es zwei physische Knöpfe: oben ist der Home-Button, mit dem unteren rufen Sie das App-Menü auf - mehr dazu unter "Bedienung". Das Super-AMOLED-Display misst 1,2 Zoll in der Bilddiagonalen und löst dabei mit 360 x 360 Pixeln auf. Auf der kleinen Fläche zeigt es damit genug Bildpunkte an, um die Inhalte entsprechend scharf wiederzugeben.

Video: Samsung Gear S2 - Hands-on / Erster Test

Bedienung: Lünette zum Steuern

Sie können die Smartwatch per Touch-Gesten bedienen - wie Ihr Smartphone. Hinzu kommen die zuvor erwähnten physischen Buttons an der Gehäuseseite. Darüber hinaus können Sie den Ring oder auch Lünette, der sich um den Screen befindet, zur Bedienung nutzen. Drehen Sie diesen, scrollen Sie durch die Seiten oder gehen die Apps im App-Menü durch, die Sie über einen Fingertipp anschließend auswählen und starten. Im App-Menü finden Sie alle Apps, die sich auf der Watch befinden.

Die Gear S2 besitzt zwei physische Buttons auf der rechten Gehäuseseite sowie eine drehbare Lünette, um die Uhr zu bedienen.
Vergrößern Die Gear S2 besitzt zwei physische Buttons auf der rechten Gehäuseseite sowie eine drehbare Lünette, um die Uhr zu bedienen.

In unserem Test funktionierte das sogar richtig gut und ist sogar angenehmer als die Touch-Bedienung. Außerdem verschmutzen Sie so das Display weitaus weniger, das Sie sonst regelmäßig säubern müssen. Oder Sie bedienen die Gear S2 über die integrierte Sprachsteuerung S Voice.

Smartwatch

Samsung Gear S2

Display

1,2 Zoll, Super AMOLED

Auflösung

360 x 360 Pixel

CPU

Samsung Exynos 3250

Kerne + Taktung

Dual-Core, 1 GHz

Arbeitsspeicher

512 MB RAM

Akku

250 mAh

Betriebssystem

Tizen OS

Interner Speicher

4 GB

Konnektivität

WLAN, NFC, Bluetooth 4.1

Abmessung

42.3x49.8x11.4mm

Gewicht

47 Gramm

Software und Ausstattung: Samsung nutzt Tizen OS

Samsung verzichtet schon wie beim Vorgänger-Modell Gear S auf Android Wear, Die Koreaner setzen nämlich auf das eigene Betriebssystem Tizen. Es sind auch bereits einige vorinstallierte und angepasste Anwendungen wie S Health, das Ihre Fitness-Aktivitäten aufzeichnet oder die Wetter-App mit aktuellen Vorhersagen.

Auf der Gear S2 läuft Tizen OS, Samsung muss die Apps entsprechend anpassen, weshalb es weniger Anwendungen als bei Android Wear gibt.
Vergrößern Auf der Gear S2 läuft Tizen OS, Samsung muss die Apps entsprechend anpassen, weshalb es weniger Anwendungen als bei Android Wear gibt.

Der Anfangsbildschirm ist stets das Watchface. Drehen Sie die Lünette nach rechts bzw. wischen mit Ihrem Finger nach links, gelangen Sie zu den Shortcuts, also den Anwendungen, die Sie häufig benutzen. Drücken Sie am Ende der "Liste" auf das Plus-Symbol, um dort eine Anwendung zu hinterlegen. Sonst müssen Sie diese im App-Menü suchen.

Links vom Watchface aus finden Sie Benachrichtigungen über eingegangene Anrufe oder Nachrichten vor.

Die Performance ist dank des eingebauten Dual-Core-Prozessors mit 1 GHz sehr gut, in unserem ersten Test fallen uns keine Verzögerungen auf. Der Arbeitsspeicher ist 512 MB groß. Der interne Speicher selbst, der für Apps, Fotos oder Musikdateien bestimmt ist, fasst 4 GB.

Die Samsung Gear S2 besitzt außerdem aktuelle Funkstandards wie WLAN, Bluetooth und NFC. Letzteres eignet sich vor allem für bargeldloses Bezahlen, entsprechende Möglichkeiten sind in Deutschland derzeit aber noch beschränkt.

Die Armbänder der Uhr sind in verschiedenen Farben erhältlich und austauschbar.
Vergrößern Die Armbänder der Uhr sind in verschiedenen Farben erhältlich und austauschbar.

Akkulaufzeit: 250 mAh Kapazität

Laut Samsung soll die Gear S2 mit ihrer Akkukapazität von 250 mAh rund 2 bis 3 Tage bei durchschnittlicher Nutzung halten. Inwiefern das der Praxis entspricht, können wir erst in unserem ausführlichen Test klären. Um die Watch aufzuladen, legen Sie diese auf die mitgelieferte Ladestation - der Ladevorgang erfolgt drahtlos.

Gear S2 mit 3G nicht in Deutschland

In Deutschland wird vorerst nur die reine WLAN-Variante verkauft. Die 3G-Version ist vor allem für USA und Asien bestimmt, wo es die eingebettete SIM schon länger gibt. Hierzulande gibt es dazu noch keine Kooperationsvereinbarungen mit den Mobilfunkbetreibern. 

Preis und Verfügbarkeit: Leider keine Auskunft

Samsung hält sich derzeit noch bedeckt, was Preis und Verfügbarkeit angeht. Zumindest wissen wir, dass nur die WLAN-Version nach Deutschland kommt. Samsung wird sich vermutlich an die Preisangaben der Konkurrenz orientieren und zwischen 250 und 500 Euro für die Smartwatch verlangen.

Erstes Fazit zur Samsung Galaxy Gear S2: Intelligente Uhr mit Potenzial

So schick und hochwertig wie eine LG Watch Urbane ist die Gear S2 zwar nicht, dafür ist sie leicht und trägt sich angenehm. Die Performance ist hoch und die Bedienung finden wir intuitiv und gut gelungen über die Lünette. Einziges Manko könnte die Nutzung von Tizen OS sein, da die Apps entsprechend angepasst werden müssen. So viele Anwendungen wie bei Android Wear gibt es nämlich nicht.

Übrigens: Die Gear S2 ist mit allen Smartphones kompatibel, die mit Android 4.4 oder höher arbeiten. Ein 1,5 großer RAM-Speicher ist ebenfalls Voraussetzung.

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