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Samsung Digimax L70

15.12.2006 | 14:37 Uhr |

Die kleine schwarze Samsung-Kamera haute uns optisch vom Hocker. Leider war es mit der Auflösung nicht so gut bestellt, und auch das Bedienkonzept fanden wir gewöhnungsbedürftig.

Bildqualität: Bei diesem Samsung-Modell fanden wir ab ISO 400 kritisches Bildrauschen. Die Scharfzeichnung arbeitete jedoch stets nach Vorschrift. Ein- und Ausgangsdynamik waren beide hoch, so dass die Kamera keine Probleme mit anspruchsvolleren Motiven hat. Die Auflösung ließ bei kurzer und mittlerer Brennweite zum Bildrand hin um etwa 20 Prozent nach. Im Weitwinkel war die Auflösung zwar überall nahezu konstant hoch. Dafür lag sie deutlich unter der im Normal- und Telebereich und erreichte erst am Bildrand deren Niveau.

Besonderheiten: Die Kamera lässt sich über neun berührungssensible Felder neben dem Display bedienen. Allerdings fanden wir die Handhabung nicht sehr intuitiv, sondern - im Gegenteil - sehr gewöhnungsbedürftig. Außerdem steht für Standbilder ein Verwacklungsschutz namens ASR (Anti Shake Reduction) zur Verfügung, der bei Aufnahmen zum Einsatz kommt, bei denen normalerweise der Blitz gefordert ist. Bei aktivierter ASR macht die Kamera zwei Bilder mit derselben ISO- und Blendeneinstellung: eines mit kurzer Verschlusszeit und dadurch unterbelichtet, das die Schärfeinformation liefert, und eines mit langer Belichtungszeit und damit verwackelt, das für die Farbinfos verantwortlich ist. Aus beiden Aufnahmen bastelt die Kamera dann ein Bild, das scharf und farblich korrekt ist.

Ausstattung: Die L70 bietet eine MPEG-4-Videofunktion mit 640 x 480 Pixeln und Ton. Wer diese nutzt, dem stehen Editierfunktionen wie Schnitt und Effekte zur Verfügung. Scharfzeichnung und Blitzempfindlichkeit lassen sich manuell anpassen.

Fazit: ein scharfes schwarzes Teil, das uns bei der Bildqualität etwas enttäuscht hat.

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