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Nikon D90

02.01.2009 | 12:04 Uhr |

Die D90 von Nikon wartet mit einigen Besonderheiten auf. So nimmt sie - ungewöhnlich für eine SLR - Videos auf und bietet verschiedene Bildbearbeitungs- und Optimierungsoptionen. Wir haben die SLR einem Test unterzogen.

Mit 1150 Gramm ist die Nikon D90 nicht gerade ein Leichtgewicht. Wer jedoch eine etwas massivere SLR sucht, wird an ihr seine Freude haben, da sie trotz ihres Gewichts sehr gut in der Hand liegt und einfach zu bedienen ist.

Ausstattung: Die Nikon D90 hat erstmals eine HD-Videofunktion integriert, die mit 1280 x 720 Pixeln und 24 Bildern pro Sekunde arbeitet. Zur Übertragung auf den TV lässt sich die HDMI-Schnittstelle der Kamera nutzen. Die Bildoptimierungsoptionen umfassen eine Rote-Augen-Retusche, den Belichtungsausgleich D-Lighting und eine Verzeichnungskorrektur. Zum Verschönern stehen Filtereffekte, eine Montagefunktion, ein Monochrom- und ein Fisheye-Modus zur Auswahl.

Bildqualität: Mit dem Kit-Objektiv AF-S DX Nikkor 18-105 Millimeter erzielte die Nikon D90 einen nur ausreichenden Wirkungsgrad. Dafür verlief die Auflösung relativ konstant in allen drei Messbereichen. Ebenfalls positiv zu bewerten war das Rauschverhalten der SLR: Selbst bei ISO 3200, der höchstmöglichen Einstellungen, war das Testergebnis noch gut. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, die Ausgangsdynamik hoch. Das bedeutet, dass Sie mit der Nikon D90 auch anspruchsvollere Motive, die sich durch hohen Kontrast und viele Details auszeichnen, realistisch wiedergeben können. Dagegen zeigte uns die extreme Verzeichnung sowie der starke Randabfall im Weitwinkelbereich, dass das Kit-Objektiv nicht von bester Qualität ist - Sie sollten sich zum Body der Nikon D90 also unbedingt ein hochwertigeres Objektiv leisten.

Handhabung: Das Bedienmenü der Nikon D90 ist so aufgebaut, dass jeder veränderte Punkt automatisch an die erste Stelle der Auflistung rutscht. Dadurch lassen sich die bearbeiteten Optionen zwar leicht wiederfinden. Die Auflistung wird jedoch auch schnell verwirrend. Der Autofokus der Nikon D90 arbeitete bei ausgeschaltetem Live View sehr schnell. Ist die Bildvorschau jedoch aktiviert, benötigte der Autofokus im Test immer zwei bis drei Anläufe, um das Motiv scharf zu stellen.

Fazit: In Sachen Ausstattung bietet die Nikon D90 einige tolle Neuheiten, und auch von der Bildqualität ist die DSLR vielversprechend - vorausgesetzt, Sie nutzen ein gutes Objektiv. Das Kit-Objektiv AF-S DX Nikkor 18-105 Millimeter enttäuschte uns dagegen mit starker Verzeichnung und Vignettierung.

Alternativen: Etwas günstiger als die Nikon D90, aber nicht ganz so gut ausgestattet, ist die Sony Alpha 700 . Sie schnitt dafür bei der Bildqualität besser ab und war deutlich leichter.

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