SCANNER: WIE WIR TESTEN
- Pentium II 400
- Intel-Hauptplatine SE440BX-2 (Phoenix-Bios 4.0 Release 6.0)
- 192 MB SDRAM
- IBM-Festplatte DTTA-351010
- CD-ROM-Laufwerk Teac CD 532S
- Windows XP Professional
Für USB-2.0-Geräte zusätzlich:
- Schnittstellenkarte Adaptec AUA-3100 LP
- Kabel Belkin Pro Series (USB 2.0 certified).
Im Rahmen der Kategorie Bildqualität bewerten wir zum einen technische Angaben wie die maximale physikalische Auflösung (maximal 10 Punkte) und die Farbtiefe (maximal 5 Punkte). Diese Werte entnehmen wir den schriftlich eingereichten Herstellerangaben. Zum anderen bewerten wir den Testscan (maximal 5 Punkte). Dabei beurteilen wir den Testscan in seiner Gesamtheit und achten dabei auf Farbstiche, Verzerrungen, die durch Newtonsche Ringe ausgelöst werden, Qualitätsabfall an den Rändern, Darstellung von Lichtreflexen, Farbverläufen und Schattierungen.
Als Vergleich zum Testscan dient uns ein Referenzscan. Letzterer ist ein Scan, den die PC-WELT auf dem Profi-Flachbettscanner Smart 320 von Scitex bei 300 dpi (Punkte pro Zoll) erstellen ließ. Als Vorlage (sowohl für den Test- als auch den Referenzscan) dient ein Foto, auf dem neben den Kodak-Kontrollstreifen für Farbe und Graustufen folgende Dinge zu sehen sind: zwei Ziegelsteine – auf einem davon liegt ein altmodischer Schlüssel; zwei silberne Gefäße (Milcheimer und Dose); eine gelb-rote Tulpe in einer blauen Vase; ein Glas Rot- sowie Weißwein; ein geflochtener Koffer, aus dem ein rotes Tuch hervorquillt; eine grüne Espresso-Tasse mit blauen Vierecken, auf deren Untertellerrand sich blaue und orange Streifen abwechseln; Zuckerwürfel; eine umgefallene blaue Vase, aus der Kaffeebohnen herausgekullert sind und sich auf dem hellblauen Tuch verteilen; ein Teller mit einem Apfel und einem Obstmesser.Die Bildschärfe (maximal 40 Punkte) beurteilen zwei Testredakteure am Bildschirm und vergeben dabei Schulnoten von 1 bis 5. Der Referenzscan und der Scan des Testgeräts werden dabei in Adobe Photoshop 5.0 geöffnet und am Bildschirm so nebeneinander platziert, dass sie in voller Größe zu sehen sind. Ausschlaggebend für die Schärfebeurteilung ist der Bildaussschnitt mit den Kaffeebohnen und Zuckerwürfeln. Das Augenmerk liegt auf den Kriterien: Tiefen- und Kantenschärfe. In jeder Ausgabe der PC-WELT finden sich die Testscans aller für diese Ausgabe getesteten Scanner sowie der Referenzscan auf Heft-CD.
Die Farbtreue eines Scanners bewerten wir anhand der Vorlage von Kodak. Dabei handelt es sich um eine genormte Vorlage, die zur Farbkalibrierung von Scannern dient. Ihre Farben wurden zuvor mit Hilfe eines Spectralcolorimeters (Farbmessgerät) von X-Rite vermessen und liegen uns als L*a*b-Werte vor. In der Scan-Software des Testscanners aktivieren wir eventuell vorhandene Funktionen zur Kalibrierung des Geräts. Danach wird die Vorlage von Kodak eingelesen. Wir führen diesen Vorgang bei 300 dpi Auflösung mit der maximal möglichen Farbtiefe durch. Im Programm Adobe Photoshop 5.0 erhalten wir die L*a*b-Werte des Testscanners. Anhand der Werte können wir überprüfen, inwieweit der Scanner die Farben exakt eingelesen hat. Da die Mehrzahl der von uns getesteten Geräte für den Büro- und Hausgebrauch gedacht sind, verlangen wir nicht, dass die gemessenen Farbwerte exakt mit den Referenzwerten übereinstimmen. Wir gewähren eine Abweichung von +/- 10 Prozent pro Farbwert. Liegen die Messwerte des Testkandidaten in dieser Toleranz, werten wir das als Treffer. Je mehr Treffer ein Gerät für sich verbucht, desto farbgenauer arbeitet es. Maximal kann es hier 40 Punkte erreichen. Dazu kommen die Kriterien: Scan zu hell oder zu dunkel und Farbstich bei Rot, Grün, Blau und Gelb. Stimmt die Wiedergabe, gibt es jeweils maximal 5 Punkte. Zuletzt sehen wir uns noch die Gesamtabweichung der E_ab-Werte eines Testgeräts an. Dieser Wert beschreibt das Gesamtverhalten in puncto Genauigkeit bei den Volltonfarben. Je geringer der Wert ausfällt, desto näher liegen die Farben an den Referenzwerten (maximal 30 Punkte).
Zur Benutzerführung zählen zuerst die Maße (B/H/T). Daraus errechnen wir das Volumen eines Testgeräts (maximal 10 Punkte). Denn je größer ein Scanner ist, desto mehr Platz benötigt er auf dem Schreibtisch und kann eventuell nicht mehr in einem Regal untergebracht werden, da sich der Deckel nicht mehr heben lässt, um Vorlagen einzulegen. Deshalb erhält der kompakteste Scanner die höchste Punktzahl. Die anderen werden entsprechend skaliert.
Im Rahmen des Testkriteriums Benutzerführung bewerten wir ferner die Bedienung des Testgeräts (maximal 10 Punkte). Hier fragen wir: Ist die Beschriftung am Scanner lesbar? Sind die Bedienelemente gut erreichbar? Pro Frage, die wir mit ”Ja” beantworten können, erhält das Gerät 4 Punkte. Mit 2 Extrapunkten belohnen wir den Scanner, wenn der Scanschlitten verriegelbar ist. Außerdem beurteilen wir die allgemeine Verarbeitungsqualität (maximal 10 Punkte) und das Handbuch. Ist letzteres auf Deutsch? Ist es verständlich und übersichtlich? Ist es ausführlich? Gibt es ein Installationskapitel, ein Inhalts- oder Stichwortverzeichnis? Werden mögliche Fehler beschrieben? Enthält das Handbuch ein Glossar? Bilder und Grafiken? Hier vergeben wir für jede positive Antwort 1 Punkt (maximal 10 Punkte). Zuletzt werfen wir einen Blick auf die mitgelieferte Scan-Software. Die Software mit dem größten Funktionsumfang und der besten Handhabung bekommt 60 Punkte. Die anderen werden entsprechend skaliert.
Bei der Ausstattung interessiert uns, wie der Scanner mit dem Rechner verbunden wird (über USB-, SCSI-, Firewire-, Parallel-Anschluss oder einer Kombination daraus). Maximal sind 30 Punkte möglich. Die Punktevergabe im Detail: Für eine parallele Schnittstelle erhält der Scanner 10 Punkte. Hat er einen SCSI- oder Firewire-Anschluss, ist das je 25 Punkte wert. Für den USB-Anschluss gibt es 20 Punkte. Außerdem honorieren wir mit 20 Punkten, wenn ein Netzschalter vorhanden ist, denn ein Scanner ist in der Regel nicht ständig im Einsatz und sollte sich deshalb vom Netz nehmen lassen, um nicht unnötig Strom zu verbrauchen. Zur Ausstattung zählt zudem, welche Programme mitgeliefert werden. Wir vergeben pro Software 2 Punkte. Liegen professionelle Programme wie Adobe Photoshop bei, gibt es 3 Punkte. Maximal sind 40 Punkte erreichbar. Zusätzlich wird der Mehrwert aller Extras in Euro (Schnittstellenkarten, besondere Kabel wie Firewire oder USB 2.0, beigelegte Software) berücksichtigt. Das Gerät mit dem größten Lieferumfang bekommt 50 Punkte. Die anderen werden entsprechend skaliert. Außerdem verdient sich der Testscanner weitere Punkte für die Bedienelemente am Gerät, die dem Anwender das Arbeiten erleichtern. Pro Bedienelement wie zum Beispiel Funktionsstasten zum Aktivieren der Scan- oder OCR-Software und das Versenden des Scans als E-Mail vergeben wir 2 Punkte. Insgesamt sind 10 Punkte möglich.
Der beste Scanner in dieser Kategorie erhält 100 Punkte, die übrigen werden entsprechend skaliert.







