Die A-Data-SSD S592 setzt auf den sehr guten SATA-Controller Indilinx Barefoot. Im Test prüfen wir die bisher günstigste SSD auf Herz und Nieren.
Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB basiert auf dem SATA-300-Controller Barefoot von
Indilinx. In der A-Data-SSD kommt die Revision IDX110M00 des Controllers zum Einsatz. Dem Barefoot zur Seite gestellt hat A-Data bei der SSD S592 einen 64 MB großen Cache-Baustein zur Daten-Pufferung. Wie schon der
Test der SSD Super Talent Ultradrive ME FTM28GX25H gezeigt hat, wirkt sich diese Controller-Cache-Kombination im Praxiseinsatz ausgesprochen positiv auf die Transferleistung aus.
Preis: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB nutzt die Technik Multi Level Cell (MLC). Da MLC-Flashspeicher deutlich preisgünstiger herzustellen sind als Flash-Bausteine mit der Technik Single Level Cell (SLC), kann A-Data seine 64-GB-SSD zu einem günstigen Preis anbieten. Formatiert kommt die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB auf eine nutzbare Kapazität von 59,6 Gigabyte. Bei einem aktuellen Straßenpreis von rund 155 Euro ergibt sich ein Gigabyte-Preis von 2,60 Euro. Das ist noch günstig, da die Preisspanne für eine MLC-SSD aktuell zwischen 2 und 4 Euro liegt.
Ausstattung: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB setzt sich aus 16 Flash-Bausteinen á 4 GB zusammen. Die Samsung-Chips des Typs
K9LBG08U0M-PCB0 sind gleichmäßig auf beide SSD-Platinenseiten verteilt. Auf der vorderen SSD-Platinenseite befindet sich der Indilinx-Controller IDX110M00. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt der 64 MB große Pufferspeicher
Elpida S51321CBH-6DTT-F. Der SDRAM-Chip arbeitet mit einer Taktrate von 166 MHz.
Das 2,5-Zoll-Gehäuse der SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB besteht aus stoßfestem schwarzem Plastik und ist über vier Schrauben direkt mit der Platine verbunden. Mit 54 Gramm fällt das Gewicht der A-Data-SSD extrem leicht aus. Die Schockfestigkeit liegt bei 1500 G, für eine MLC-SSD ist das ein sehr guter Wert. Der Energieverbrauch der 64-GB-SSD beträgt im Bereitschaftszustand laut Hersteller akzeptable 0,5 Watt. Etwas hoch fällt hingegen der maximale Stromkonsum aus, den A-Data mit 2 Watt angibt. Durchschnittlich verbraucht eine SSD in der Spitze etwa 1,5 Watt. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) beträgt gemäß Datenblatt magere 1 Millionen Stunden. Andere SSD-Modelle bieten bis zu 2 Millionen Stunden. Gängig für eine klassische 2,5-Zoll-Festplatte sind 0,6 Millionen Stunden.
Geschwindigkeit: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB erzielte recht ansprechende Datenraten im Praxis-Test. Die 64-GB-SSD erreichte beim Lesen sehr gute 80,7 MB/s und geht damit als bisher fünftschnellste SSD der 300-Euro-Preisklasse aus dem Test hervor. Im Vergleich zu einer herkömmlichen ferromagnetischen 2,5-Zoll-Festplatte arbeitete die A-Data SSD S592 64 GB damit fast dreimal so schnell.
Enttäuschend für eine SSD mit Barefoot-Controller fielen der Schreib- und Kopiertest aus: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB kam beim Schreiben nur auf befriedigende 43,0 MB/s. SSD-Modelle mit Barefoot-Controller wie die
OCZ Vertex SSD OCZSSD2-1VTX120G schreiben fast doppelt so schnell. Und mit 38,6 MB/s beim Kopieren reichte die A-Data-SSD auch nicht an das Leistungsniveau vergleichbarer SSD-Modelle heran, die hier alle über 80 MB/s erzielten.
Die sequenzielle Transferleistung der SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB war hingegen nicht von schlechten Eltern: Die Leserate lag zwischen sehr guten 191 und 228 MB/s und pendelte sich beim Schreiben zwischen guten 141 und 168 MB/s ein. Über alle Messungen gemittelt ging die A-Data SSD S592 damit als bisher fünftschnellste SSD der 300-Euro-Preisklasse über den Zielstrich.
Die Zugriffszeiten der SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB waren nicht berauschend, entsprachen aber dem Leistungsniveau von SSD-Modellen mit Barefoot-Controller: So entpuppte sich die mittlere Zugriffszeit mit 0,21 Millisekunden als ausgesprochen zäh für eine SSD. Gleiches galt für die 0,21 Millisekunden beim Fullstroke-Zugriff, die der A-Data-SSD auch nur einen Platz im hinteren Mittelfeld einbrachten.
Fazit: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB bot im Test sehr hohe Praxis-Leseraten und gute bis sehr gute sequenzielle Transferraten. Nur befriedigend sind die Praxis-Datenraten im Schreiben und Kopieren, während die Zugriffszeiten unterdurchschnittlich ausfallen. Bei einem Gigabyte-Preis von aktuell 2,60 Euro fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis der A-Data SSD S592 64 GB nur befriedigend aus.
Alternativen: Sie wollen die schnellste SSD der 300-Euro-Preisklasse? Dann empfehlen wir Ihnen die
Corsair P128 SSD CMFSSD-128GBG2D. Mit einem Gigabyte-Preis von aktuellen 2,51 Euro ist die 128-GB-SSD momentan sogar ein paar Cent günstiger.
Varianten: A-Data SSD S592 32GB (AS592S-32GM-C) mit 32 Gigabyte Kapazität
A-Data SSD S592 128GB (AS592S-128GM-C) mit 128 Gigabyte Kapazität
Adata SSD S592 64 GB
Adata SSD S592 64 GB
Adata SSD S592 64 GB
Adata SSD S592 64 GB
Adata SSD S592 64 GB
Vorderseite der SSD-Platine
Adata SSD S592 64 GB
Controller und Cache
Adata SSD S592 64 GB
Rückseite der SSD-Platine
Adata SSD S592 64 GB
Firmware-Version
Adata SSD S592 64 GB
sequenzielle Leserate
Adata SSD S592 64 GB
sequenzielle Schreibrate
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