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SSD-Festplatte A-Data S592 64 GB im Test

13.07.2009 | 09:09 Uhr |

Die A-Data-SSD S592 setzt auf den sehr guten SATA-Controller Indilinx Barefoot. Im Test prüfen wir die bisher günstigste SSD auf Herz und Nieren.

SATA-Controller Indilinx Barefoot (rechts) und 64-MB-Cache der A-Data SSD S592 64 GB
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Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB basiert auf dem SATA-300-Controller Barefoot von Indilinx . In der A-Data-SSD kommt die Revision IDX110M00 des Controllers zum Einsatz. Dem Barefoot zur Seite gestellt hat A-Data bei der SSD S592 einen 64 MB großen Cache-Baustein zur Daten-Pufferung. Wie schon der Test der SSD Super Talent Ultradrive ME FTM28GX25H gezeigt hat, wirkt sich diese Controller-Cache-Kombination im Praxiseinsatz ausgesprochen positiv auf die Transferleistung aus.

Preis: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB nutzt die Technik Multi Level Cell (MLC). Da MLC-Flashspeicher deutlich preisgünstiger herzustellen sind als Flash-Bausteine mit der Technik Single Level Cell (SLC), kann A-Data seine 64-GB-SSD zu einem günstigen Preis anbieten. Formatiert kommt die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB auf eine nutzbare Kapazität von 59,6 Gigabyte. Bei einem aktuellen Straßenpreis von rund 155 Euro ergibt sich ein Gigabyte-Preis von 2,60 Euro. Das ist noch günstig, da die Preisspanne für eine MLC-SSD aktuell zwischen 2 und 4 Euro liegt.

Ausstattung : Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB setzt sich aus 16 Flash-Bausteinen á 4 GB zusammen. Die Samsung-Chips des Typs K9LBG08U0M-PCB0 sind gleichmäßig auf beide SSD-Platinenseiten verteilt. Auf der vorderen SSD-Platinenseite befindet sich der Indilinx-Controller IDX110M00. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt der 64 MB große Pufferspeicher Elpida S51321CBH-6DTT-F . Der SDRAM-Chip arbeitet mit einer Taktrate von 166 MHz.

Das 2,5-Zoll-Gehäuse der SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB besteht aus stoßfestem schwarzem Plastik und ist über vier Schrauben direkt mit der Platine verbunden. Mit 54 Gramm fällt das Gewicht der A-Data-SSD extrem leicht aus. Die Schockfestigkeit liegt bei 1500 G, für eine MLC-SSD ist das ein sehr guter Wert. Der Energieverbrauch der 64-GB-SSD beträgt im Bereitschaftszustand laut Hersteller akzeptable 0,5 Watt. Etwas hoch fällt hingegen der maximale Stromkonsum aus, den A-Data mit 2 Watt angibt. Durchschnittlich verbraucht eine SSD in der Spitze etwa 1,5 Watt. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) beträgt gemäß Datenblatt magere 1 Millionen Stunden. Andere SSD-Modelle bieten bis zu 2 Millionen Stunden. Gängig für eine klassische 2,5-Zoll-Festplatte sind 0,6 Millionen Stunden.

Platinen-Vorderseite der Adata SSD S592 64 GB
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Geschwindigkeit: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB erzielte recht ansprechende Datenraten im Praxis-Test. Die 64-GB-SSD erreichte beim Lesen sehr gute 80,7 MB/s und geht damit als bisher fünftschnellste SSD der 300-Euro-Preisklasse aus dem Test hervor. Im Vergleich zu einer herkömmlichen ferromagnetischen 2,5-Zoll-Festplatte arbeitete die A-Data SSD S592 64 GB damit fast dreimal so schnell.

Enttäuschend für eine SSD mit Barefoot-Controller fielen der Schreib- und Kopiertest aus: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB kam beim Schreiben nur auf befriedigende 43,0 MB/s. SSD-Modelle mit Barefoot-Controller wie die OCZ Vertex SSD OCZSSD2-1VTX120G schreiben fast doppelt so schnell. Und mit 38,6 MB/s beim Kopieren reichte die A-Data-SSD auch nicht an das Leistungsniveau vergleichbarer SSD-Modelle heran, die hier alle über 80 MB/s erzielten.

Hoch und konstant: die sequenzielle Leserate der Adata SSD S592 64 GB
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Die sequenzielle Transferleistung der SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB war hingegen nicht von schlechten Eltern: Die Leserate lag zwischen sehr guten 191 und 228 MB/s und pendelte sich beim Schreiben zwischen guten 141 und 168 MB/s ein. Über alle Messungen gemittelt ging die A-Data SSD S592 damit als bisher fünftschnellste SSD der 300-Euro-Preisklasse über den Zielstrich.

Die Zugriffszeiten der SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB waren nicht berauschend, entsprachen aber dem Leistungsniveau von SSD-Modellen mit Barefoot-Controller: So entpuppte sich die mittlere Zugriffszeit mit 0,21 Millisekunden als ausgesprochen zäh für eine SSD. Gleiches galt für die 0,21 Millisekunden beim Fullstroke-Zugriff, die der A-Data-SSD auch nur einen Platz im hinteren Mittelfeld einbrachten.

Fazit: Die SSD-Festplatte A-Data SSD S592 64 GB bot im Test sehr hohe Praxis-Leseraten und gute bis sehr gute sequenzielle Transferraten. Nur befriedigend sind die Praxis-Datenraten im Schreiben und Kopieren, während die Zugriffszeiten unterdurchschnittlich ausfallen. Bei einem Gigabyte-Preis von aktuell 2,60 Euro fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis der A-Data SSD S592 64 GB nur befriedigend aus.

Alternativen: Sie wollen die schnellste SSD der 300-Euro-Preisklasse? Dann empfehlen wir Ihnen die Corsair P128 SSD CMFSSD-128GBG2D . Mit einem Gigabyte-Preis von aktuellen 2,51 Euro ist die 128-GB-SSD momentan sogar ein paar Cent günstiger.

Varianten: A-Data SSD S592 32GB (AS592S-32GM-C) mit 32 Gigabyte Kapazität
A-Data SSD S592 128GB (AS592S-128GM-C) mit 128 Gigabyte Kapazität

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