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Win on CD Creator 2011

24.03.2011 | 08:30 Uhr |

Win on CD Creator 2011 ist ein gelungenes Multimedia-Komplettpaket, das den meisten Anforderungen gut gerecht wird und mit 50 Euro günstig ist. Lediglich die fehlenden Erweiterungen für Blu-ray-Produktionen dürfte einige Benutzer ärgern.

Die Installation des Multimedia-Komplettpaketes Win on CD Creator 2011 dauerte im Test seine Zeit und erforderte einen PC-Neustart. Das aufgabenorientierte Startcenter präsentiert sich moderat modernisiert. Nach wie vor bietet es einen klaren Überblick über die Hauptkategorien der Suite: „Daten/Kopieren“, „Video/Filme“, „Musik/Audio“ und „Foto“. Die „Startseite“ hält häufig benötigte Funktionen bereit.
 
Brennen: Beim Brennen von Daten-CDs/-DVDs und Blu-ray-Discs traten im Test keinerlei Probleme auf. Gut: Der Benutzer wird während des Brennvorgangs umfassend informiert. Videos lassen sich von unterschiedlichen Quellen – inklusive AVCHD-Camcordern – aufnehmen.
 
3D-Funktionen: Win on CD Creator 2011 importiert aktuelle 3D-Formate. Das Videomaterial kann entweder direkt vom 3D-Camcorder oder als Datei mittels Sideby-Side-, Oben-Unten-, Anaglyph- oder Dual-Stream in die Software eingelesen werden. Als Ausgabeformate für stereoskopische Videos bietet die Multimedia-Suite RealD und Anaglyph für Rot-Cyan-Brillen. Eine entsprechende Brille gehört zum Lieferumfang. Auch 2D-Inhalte können in 3D-Videos gewandelt werden. Die Tiefenwirkung der so erzeugten 3D-Filme war im Test allerdings mäßig bis enttäuschend. Bisweilen stellte sich gar kein dreidimensionaler Effekt ein, weil das Seitenverhältnis der berechneten stereoskopischen Filme falsch war. Zudem ließ sich die Stärke des 3D-Effekts nicht regulieren.
 
Videobearbeitung: Die Möglichkeiten zur Videobearbeitung sind für Hobby-Cutter allemal ausreichend: Trimmen, Schneiden, Einfügen von Übergängen, Effekten und Überlagerungen funktionierte im Test einwandfrei. Für 3D-Filme bringt Win on CD Creator 2011 sogar spezielle Übergänge mit. Videoclips lassen sich mit Untertiteln und Hintergrundmusik aufwerten. Zudem kann Win on CD auch Videos automatisch bearbeiten. DVD-Authoring beherrscht die Software nach wie vor gut, für Blu-ray-Produktion ist eine kostenpflichtige Erweiterung nötig. Videos konvertiert Win on CD in alle gängigen Formate. Man kann die Konvertierung unterbrechen und später fortführen. Mit geeigneten Grafikkarten von ATI oder Nvidia geht das Kodieren von Videos erheblich schneller, da Win on CD Stream und CUDA unterstützt. Fertige Filme lassen sich auch direkt auf Youtube oder Facebook hochladen.
 
Audiofunktionen: Im Bereich Audio hat sich zur Vorversion wenig geändert: Rippen, Bearbeiten, Brennen von Audio-CDs klappte im Test ebenso einwandfrei wie das Aufnehmen von unterschiedlichen Quellen (Soundkarte, Plattenspieler, Internetradio). Sehr praktisch ist die Möglichkeit, Musik-DVDs mit eigener Menüführung brennen zu können.
 
Fotos: Auch die Bild- und Fotobearbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau. Fotos ließen sich im Test problemlos von Handys, Kameras und Scannern importieren, effizient nachbearbeiten und zu Diashows zusammenstellen. Ebenfalls gelungen: Die Funktion zum Erzeugen von Panorama-Bildern. Bilder können direkt auf Facebook hochgeladen werden.
Neu hinzugekommen ist der Roxio Streamer, der den PC zum Mediaserver aufwertet. Dieser ließ sich im Test einfach einrichten und arbeitete zuverlässig. Kleines Manko: Falls ein Client das Format einer Audio- oder Videodatei nicht beherrscht, transkodiert der Roxio Streamer nicht automatisch.

Roxio Win On CD 2011

Anbieter

Roxio

Internet

www.roxio.de

Voraussetzungen (Herstellerangaben)

Prozessor / Arbeitsspeicher

1,6 GHz / 512 MB

Plattenplatz

2 GB

Betriebssysteme

XP, Vista, 7

Kopierschutz verhindert Kopie auf Festplatte / DVD:

nein / nein

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