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Zyxel NBG-460N im Test

10.11.2009 | 09:30 Uhr |

Der WLAN-Router Zyxel NBG-460N arbeitet nach Draft-11n. Im Test konnte er beim Tempo nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten.

Der Zyxel NBG-460N kostet rund 85 Euro. Dafür bringt er drei externe Antennen und einen Gigabit-Switch mit. Auf andere Schnittstellen - etwa einen USB-Anschluss für einen externen Massenspeicher muss man verzichten. Wie die meisten WLAN-Router dieser Preisklasse funkt der Zyxel NBG-460N nur über die Frequenz 2,4 GHz - teurere 11n-Router übertragen auch über 5 GHz.

Tempo des Zyxel NBG-460N
Weder über die kurze Distanz von drei Metern noch über die Langstrecke fuhr der Zyxel NBG-460N in unseren Tests besonders hohe Transferraten ein. Bei Sichtkontakt von WLAN-Router und Adapter über drei Meter Entfernung erreichte er rund 68 MBit/s - die schnellsten 11n-Router kommen bei diesem Test auf rund 100 MBit/s. Bei 40 Metern Messdistanz kamen nur knapp 6 MBit/s zustande. Das Problem liegt vor allem bei der Langstrecke in der Voreinstellung des Zyxel NBG-460N: Als Kanalbreite hat der Hersteller 20 MHz fest vorgegeben, statt einen dynamischen Wechsel zwischen 20-MHz- und 40-MHz-Kanälen zu erlauben.

Sicherheit beim Zyxel NBG-460N
Der Zyxel NBG-460N bietet keine Verschlüsselung ab Werk, auch die Assistenten fordern keine Verschlüsselung. Für das Konfigurationsmenü empfiehlt der WLAN-Router zwar ein neues Passwort, erlaubt den Zugang aber auch, wenn man das Standardpasswort nicht ändert.
Die bequeme Verschlüsselung auf Knopfdruck per WPS (Wi-Fi-Protected Setup) unterstützt der Zyxel NBG-460N. Außerdem hat er Besonderheiten an Bord, die man nicht bei allen WLAN-Routern findet: Zum Beispiel kann man den Funkteil des Zyxel NBG-460N zeitgesteuert abschalten. Außerdem lässt sich verhindern, dass WLAN-Clients untereinander Kontakt aufnehmen. Ähnliches kann man über die Funktion IP-Alias auch fürs kabelgebundene Netzwerk bewerkstelligen. Schließlich bringt der Zyxel NBG-460N auch umfangreiche Filterregeln mit.

Ausstattung des Zyxel NBG-460N
Die drei Antennen des Zyxel NBG-460N lassen sich abnehmen - so kann man beispielsweise stärker gerichtete Antennen anbringen. Ansonsten bietet der WLAN-Router nicht mehr als die Standard-Ausrüstung, die man in dieser Preisklasse erwarten darf.

Handhabung des Zyxel NBG-460N
Der Zyxel NBG-460N empfiehlt sich eher für WLAN-Profis. Zusätzliche Menüpunkte lassen sich beispielsweise erst über die "erweiterte Installation" frei schalten. Trotzdem ist das Konfigurations-Menü nur auf den ersten Blick übersichtlich: In der Praxis benötigt man sehr viele Klicks, um bestimmte Optionen zu erreichen - unbequem für Anwender, die ihren WLAN-Router schnell konfigurieren wollen. Das englische Handbuch auf CD ist keine große Hilfe, im Konfigurationsmenü fehlen ausführliche Hilfetexte. Außerdem zählte der Zyxel NBG-460N zu den stromhungrigsten WLAN-Routern im Test: Beim Übertragen zog er 13 Watt. Und auch ohne WLAN-Transfers benötigte er stolze 8,3 Watt.

Fazit: Der Zyxel NBG-460N eignet sich für experimentierfreudige WLAN-Profis: Die können aus seinen Optionen das Maximale herausholen. Doch überdurchschnittliche Transferraten wird man mit dem 11n-Router nicht erreichen. Und auch der hohe Stromverbrauch lässt sich auf diese Weise nicht senken.

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