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Routenplaner Destinator SP

21.04.2005 | 16:08 Uhr |

Ein Smartphone vereint Handy und PDA. Besonders praktisch ist das, wenn man dieses Geräte dann noch als Navigationssystem nutzen kann. Dafür bietet sich die Software Destinator SP an.

Mit einem guten Routenplaner kommt man sicher ans Ziel. Der Nachteil: Ist das Navigationssystem nicht fest ins Auto eingebaut, wächst der Gerätepark des mobilen Arbeiters. Zu Notebook, Handy und PDA gesellt sich noch das Navi. Schlau, wer den PDA per Zusatz-Software zum Navigationssystem aufrüstet. Noch schlauer, wer statt Handy und PDA beide Funktionen in einem Smartphone verbindet und dieses als mobilen Wegweiser verwendet.

Für diesen Einsatzzweck bietet sich der Destinator SP an ( www.destinatoreurope.com ). Mit Kartenmaterial für Deutschland auf einer Mini-SD-Card (256 MB) und einem Bluetooth-GPS-Empfänger (Royaltek BLueGPS 1000) kostet die Software rund 300 Euro.

Sie läuft auf Geräten, die das Betriebssystem Windows Mobile Smartphone 2003 SE nutzen. Das sind allerdings nur wenige - wir nutzten zum Test daher den SDA von T-Mobile.

Neben SD-Card mit Software und GPS-Empfänger liegt dem Karton eine Auto-Halterung bei, die man komfortabel an der Windschutzscheibe befestigen kann und somit das Smartphone immer in Augenhöhe hat. Außerdem bekommt man einen Stromadapter, um den GPS-Empfänger im Auto an den Zigarettenanzünder anzuschließen.

Zum Einsetzen der Mini-SD-Card muss man beim SDA den Akku entnehmen. Der Destinator SP installierte sich anschließend nicht wie im Handbuch angegeben automatisch, sondern erst nachdem wir die CAB-Dateien auf der Speicherkarte manuell entpackten - nicht besonders anwenderfreundlich.

Die Bluetooth-Verbindung zwischen GPS-Empfänger und MDA ließ sich dagegen problemlos einrichten und bereitete auch im weiteren Test nie Probleme.

Die Routenziele gibt man ein, der Destinator SP nimmt sie aber auch aus den Kontakten des Telefonbuchs entgegen. Außerdem bietet er eine Sammlung von so genannten Points of Interest.

Für die Navigation bietet der Destinator SP mehrere Ansichten: Den Streckenverlauf in 2D, in 3D sowie eine Liste der anstehenden Abzweigungen. Am deutlichsten auf dem kleinen Smartphone-Display fanden wir die Pfeil-Darstellung: Dabei zeigt ein großer Pfeil in der Mitte die derzeitige Richtung beziehungsweise den demnächst anstehenden Richtungswechsel an, ein kleiner Pfeil in der rechten oberen Ecke weist bereits auf die folgende Abzweigung hin.

Im Praxistest leistete sich der Destinator SP keinen groben Fehler - führte uns also nicht in Einbahnstraßen oder verlangte einen Richtungswechsel auf der Autobahn. Allerdings fand die sehr schnelle Streckenberechnung nicht immer den direktesten Weg zum Ziel. Grobe Umwege schrieb uns der Destinator SP aber auch nicht vor.

Die Tonausgabe war deutlich, die Kommandos kamen aber besonders bei Richtungswechseln im Stadtverkehr häufig zu spät. Bei einer unübersichtlichen Kreuzung verabschiedete sich der Destinator SP sogar ganz und meldete sich erst nach dem Abbiegen mit einer Anweisung zum Weiterfahren. Bei verpassten Richtungswechseln stellte sich der Destinator SP sehr schnell auf die neue Route ein und gab entsprechende Anweisungen.

Die Software greift nicht ins Strommanagement des Smartphones ein, sodass sich das Display des SDA bei längeren Strecken ohne Richtungsänderung ausschaltete und erst bei der nächsten Fahranweisung des Destinator SP wieder aufleuchtete.

Fazit: Der Destinator SP ist eine vernünftige und relativ preiswerte Anschaffung für Smartphone-Besitzer, die ihre Handy/PDA-Kombi auch als Navigationssystem einsetzen wollen. Im Praxistest überzeugte er allerdings nicht immer.

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